maiersinbontoc


Hinterlasse einen Kommentar

[süss]

8suesseMädels.JPG

100% zuckerfrei ist diese Riesendeko am Flughafen in Kuala Lumpur. Ansonsten stehen die Mädels auf alles was süß, klebrig und bunt ist. Wir sind aber auch ganz froh, dass sie sich für die Schule Obst oder Gemüse für die Pause einpacken lassen. Clever wie sie sind, tauschen sie dann ein Stück Gesund gegen ein Stück Süß von ihren Freunden. Wir verbuchen das dann unter: Dann hat das andere Kind wenigstens etwas gesundes im Bauch…


Ein Kommentar

[störungsfrei]

7störungsfrei.JPG

Wir sind immer wieder beeindruckt wie störungsfrei Veranstaltungen hier veraufen. Das heißt nicht, dass Veranstaltungen hier nach Plan verlaufen. Zum einen gibt es ja oft nur einen vagen Plan und selbst diese Absprachen verändern sich im Prozess. Deshalb kann eigentlich auch fast nix und niemand eine Veranstaltung stören. Es wird halt alles und jeder irgendwie integriert. Auf dem Bild sieht man unsere junge Kollegin Ela, die gerade eine deutsche Delegation in ihrer Heimatgemeinde Talubin willkommen heißt. Die Kinder die hin und herlaufen stören nicht. Die Hunde, die mal auftauchen und wieder verschwinden stören nicht. Sie alten Frauen aus der Gemeinde, denen spontan eingefallen ist, dass sie zu dem Jugendprogramm auch einen zeitintensiven Beitrag mit ihrer Bitte zur Kirchenrenovierung platzieren stören nicht. Nur die Übersetzung hat Ela etwas angepasst, denn die Delegation war ja nicht da, um für einen Kirchbau zu spenden, sondern im weitesten Sinne Kirchenentwicklung durch Jugendarbeit zu ermöglichen. Was nicht passt, wird eben passend gemacht, damit es am Ende nicht peinlich oder unangenehm für die Seniorinnen, die Jugend oder die Delegation wird.

In deutscher Seminarkultur gibt es auch einen Fachbegriff dafür: Sörungen nehmen sich Vorrang. Aber das Interessante hier ist, dass solche Begebenheiten eben gar nicht als Störung wahrgenommen werden. Es passieren eben Dinge, die sich so nicht planen oder verhindern lassen und die müssen eben situativ behandelt werden – dafür haben auch Berufseinsteiger wie Ela bereits ein sensibles Händchen. Wer mit ihr hier die Arbeit mit jungen Menschen weiter gestalten möchte, kann sich übrigens bei COMUNDO bewerben.


Hinterlasse einen Kommentar

[un-glaublich]

6anitoDebora.JPG

Immer wieder gibt es (un-)glaubliche Geschichten. In diesen Tagen erreichen uns via facebook Schnappschüsse von Freunden in den USA, die Santa mit ihren Kindern besucht haben. Also an den Weihnachtsmann glauben unsere Kinder nicht, den hat ja Coca-Cola erfunden. Aber Debora beschäftigt nach wie vor, ob es nun den Nikolaus und das Christkind gibt – nur in Deutschland oder auch in den Philippinen. Wir Eltern halten uns bei den Kinderfach-Gesprächen zwischen den Geschwistern eher bedeckt. Die Mädels ziehen Bilderbücher zu Rate und versuchen zu erklären wie es kommt, dass es gute Heilige gab, dass Kinder Geschenke bekommen, dass in Kinderbüchern und Kinderliedern ganz unterschiedliche Geschichten erzählt werden.

6anitoSalome.JPG

Diese Schnappschüsse der Kinder sind während eines Seminars in Bali entstanden. Da standen die Kinder auch vor ausdrucksstarken Kulturen mit ihren eigenen Geschichten. Salome findet gerade getanzete Geschichten sehr aufregend und kann den Spannungsbogen kaum aushalten. Und wenn es gut ausgeht, dann ist sie erleichtert und kann auch darüber lachen…

6anitoTabea.JPG

Tabea kennt viele (un-)glaubliche Geschichten und manchmal wissen wir gar nicht wie wir diese einordnen oder damit umgehen sollen. Sie wächst in einem Umfeld auf, wo die Menschen einen Sinn für Geister (Anitos) haben. Und eben die Geschichten um Anitos bestimmen auch unser Familienleben.

Tabea: „Bei den Ordensschwestern neben unserer Schule gibt es einen Anito“

Nicola: „Aha – hast Du den gesehen?“

Tabea: „Nein, ich nicht, aber meine Klassenkameradinnen. Wir haben verstecken gespielt und sie waren beim Schwesternhaus im Garten und dann sind sie schnell zu mir gelaufen und haben in Finontok gerufen, dass dort ein Anito ist.“

Nicola: „Die Schwestern werden schon wissen wie man damit umgeht, Du musst ja nicht im Garten der Schwestern verstecken spielen“

oder

Salome: „Da unten bei den Nachbarn ist ein Kind gestorben. Und jetzt hat ein anderes Baby so laut gebrüllt, dass der Anito wieder aufgewacht ist“

Nicola: „Aha – wer hat das denn erzählt?“

Salome: „Das weiß meine Freundin die Cye, ihre große Schwester hat ihr das gesagt“

Nicola: „Ich habe bei uns ums Haus noch keinen Anito gesehen“

Für uns Eltern klingen die Geschichten der Kinder manchmal unglaublich, und doch wissen wir, dass das für viele Menschen in unserer Nachbarschaft ganz glaubhafte Geschichten und Erklärungen sind. Das können wir nicht unseren Kindern gegenüber mit einem schnellen „das glaub ich nicht“ abtun, denn damit würden unsere Nachbarn ihre Glaubwürdigkeit verlieren und doch merken wir, dass wir uns dazu verhalten wollen: Mit dem Kindern im Gespräch bleiben und für sie gute Einschätzungs- und Verhaltensweisen bedenken.


Hinterlasse einen Kommentar

[handlich]

5Besteck.JPG

Das Essen in der Cordillera ist handlich und laut unserer Kinder schmeckt es auch viel besser, wenn es mit den Händen und ohne Besteck gegessen wird. Wir sind froh, dass sie mit den Händen essen können. Wenn die Gemeinde an Festtagen auftischt, kommen auch sie nicht zu kurz. Nur daheim gibt es fast täglich endlose Diskussionen, ob denn auch die Cornflakes aus der Schüssel, die Nudel vom Teller oder das Gemüse vom Salat mit der Hand aus der Schüssel gefischt werden muss. Da haben Eltern und Kinder grundverschiedene Ansichten. Vor einem solchen Einsatz über mehrere Jahre werden Eltern darauf vorbereitet, dass sie sich sogenannte Third Culture Kids anlachen. Das liest sich interessant in Büchern und hört sich auf Seminaren lustig an – wir müssen zugeben, es nervt manchmal schon… und dann fragt man sich: Sind wir interkulturell zu stur und sollten den Kulturansatz mit dem Besteck einfach unter den Tisch fallen lassen – oder bleiben wir dran, denn nächstes Jahr gehts ja auch wieder zurück an Tische mit Besteck…

5Besteck2.JPG

Die Frauen aus Talubin haben gut lachen – und meisten gelingt es uns auch die kulturellen Herausforderungen mit einem Augenzwinkern zu nehmen. Vielleicht sollten wir uns dieses Bild zum Jahresende noch ausdrucken und an den Esstisch hängen… es gibt ja eigentlich viel nettere Themen beim Essen als die Hand oder Besteckfrage wiederholt aufzuwärmen.


Hinterlasse einen Kommentar

[entschleunigt]

4arbeitswege.JPG

Wenn wir nach einem langen Arbeitswochenende mit den Kindern auf dem Weg nach Hause sind, dann werden wir automatisch entschleunigt. Zum einen sind bei allen die Energiereserven aufgebraucht, zum anderen beschreitet man manche Wege eher etwas bedachter. Auf dem Weg zum Teng-Ab wird gerade die Straße verbreitert, deshalb ist es nach trockenen Tagen super staubig und eben nach Regentagen super matschig. Wir freuen uns auf daheim und lassen Teng-Ab im Nebel zurück – bis morgen…

4arbeitswegeTengAb.JPG

Teng-Ab ist tatsächlich nicht nur ein Arbeitsort sondern fast so etwas wie ein zweites Zuhause, wo wir viel Arbeits- und Lebenszeit verbringen. Die Menschen dort gehören quasi zur erweiterten Familie. Und der Plan von Nicola ist, sich im kommenden Jahr dort zurück zu ziehen und den Fokus wieder auf unsere vier Wände im Chocolate House und unsere kleine Familie zu legen – mal sehen wie das gelingen wird…


Hinterlasse einen Kommentar

[gemischt]

3backmischung.JPG

Auf die richtige Mischung kommt es wohl an – das signalisieren uns immer wieder die Mädels. Dieses Wochenende versuchen wir den Spagat zwischen Training, Schule, Arbeitsabsprachetreffen und Familienalltag. Das alles auf engstem Raum und in kurzer Zeit. Unser Plus: Die Mädels machen in der Regel gut mit und wollen helfen… beim Backen in der Küche, beim Gemüse schneiden oder Obst schälen, beim Einkaufen und Taschen Heim schleppen, beim Hühner füttern, bei der Anmeldeliste der Teilnehmer, beim Austeilen von handouts, selber mit dem Tricycle zum Teng-Ab fahren oder die vergessene Tasche der kleinen Schwester schnell noch von der Schule holen… vorausgesetzt die Stimmung ist gut, wenn die kippt geht gar nix…


Hinterlasse einen Kommentar

[international]

2Taize.JPG

Im letzten Jahr waren wir international auf ganz verschiedenen Wegen unterwegs. Die Zeit als Familie in Taize war schon besonders – und heute Abend wird es in Teng-Ab ein Taize Gebet geben. Christian und das Team vom Faith Formation Center werden den Abend mit den Teilnehmern von unserem Training (für Familienbegleiter) ruhig ausklingen lassen. Die Mädels haben morgen Samstagsunterricht (um noch ein paar Fehlstunden vom letzen Taifun aufzuholen), aber sie haben schon gesagt: Da sind wir aber trotzdem mit dabei…