maiersinbontoc

Kar- und Ostertage

Ein Kommentar

4.1.2013Osterfrühstück

„Wie habt ihr eigentlich die Kar- und Ostertage gefeiert?“ – diese Frage lesen wir immer wieder in vielen Mails und Blog-Mitteilungen. Danke für euer Interesse und gerne berichten wir davon.

Wir haben am Gründonnerstag vor allem an viele Freunde in Ahlbach gedacht. Letztes Jahr haben wir mit euch den Gründonnerstag ganz besonders erlebt und wir freuen uns, dass auch dieses Jahr viele Familien mit ihren Kindern ins neue Pfarrzentrum kamen. Durch euch waren wir motiviert, auch hier den Gründonnerstag mit den Kindern zu feiern. So haben wir kurzentschlossen ein paar Nachbarn mit ihren Kindern eingeladen. Wir haben uns zusammen ein Oster-Bilderbuch angeschaut und festgestellt, dass auf dem Tisch vom letzten Abendmahl gar nicht so viel stand, ein bisschen Brot und etwas zu Trinken. So haben auch wir mit den Gästen Brot geteilt und ein bisschen Saft getrunken. Dann hat uns ein Regen überrascht, der uns unverhofft länger als erwartet unter dem Vordach zusammen sitzen ließ. Richtig viel stand dann am Ostersonntag auf dem Frühstückstisch: gefärbte Ostereier, Schoko-Brotaufstrich (Danke an Hanna und Klara), lokaler Honig und Erdnussbutter. Statt einem Hefezopf gab es Pfannkuchen aus Reismehl, was die Mädels sehr gerne mögen. Genauso wie die Schokoeier, die zu unserer Überraschung trotz Postversand nur ein bisschen angeschmolzen waren…

Am Abend vom Gründonnerstag sind wir zu dem ausgeschriebenen 5 Uhr Gottesdienst aufgebrochen. Der war aber eine Stunde nach hinten verlegt worden, so haben wir in der Stadt bei unserer Ilokano-Lehrerin spontan eine Pizza gegessen. Der Gründonnerstagsgottesdienst hatte einen langen Predigtteil, denn unser Jungpriester Fr. Rick hat zum ersten Mal die Karwoche als Priester gefeiert und hatte besonders viel mitzuteilen. Von der Ilokano-English-Mix-Predigt haben wir nicht alles verstanden, aber doch soviel, dass wir heute keine Eile haben und mit viel Zeit diesen Gottesdienst feiern können… Zu diesem Zeitpunkt haben schon unsere zwei kleinen Mädels auf der Kirchenbank geschlafen. Dann kam die Fußwaschung. Fr. Rick hat 12 Kommunionhelfern die Füße gewaschen und wir mussten an die Diskussionen bei so manchem Vorbereitungstreffen denken: Wie vielen Personen werden beispielhaft die Füße gewaschen…? Da mussten wir wieder an Freunde und Kollegen im Bistum Limburg denken – wie sie wohl die Kar- und Ostertage mit den vielen Familien feiern? Und dann gab es die Superüberraschung für uns: die 12 Kommunionhelfer haben allen Gemeindemitgliedern die Füße gewaschen. Also unser Kirche fasst so vielleicht 400 Personen oder ein bisschen mehr und alle waren eingeladen vor zu kommen, viele sind gegangen. Nebenzu wurden Lieder gesungen und natürlich wurden auch Blicke ausgetauscht: geh’s du – soll ich auch gehen – wie war’s – ach du gehst jetzt schon – gehst Du nicht… Also auch nicht anders wie bei uns. Fußwaschung gehört hier mit dazu, aber irgendwie ist es besonders und eben auch irritierend. Wer sich mehr Gedanken dazu machen möchte kann ja mal auf das neue Misereor Hungertuch schauen. Da gibt es auch eine Darstellung vom letzten Abendmahl und der Fußwaschung: Das Brot teilen und sich erinnern gehört mit dem Füße waschen und im Dienst des Nächsten sein ganz unmittelbar zusammen.

4.1.2013Osternester

Karfreitag sind wir morgens den Kreuzweg mitgegangen. Die verschiedenen Stadtteile haben Stationen quer durch Bontoc vorbereitet und so haben wir auch noch etwas mehr von unserer Nachbarschaft gesehen. Nachmittags wollten wir noch zur Kreuzerhöhung gehen, aber mehrere Regenschauer haben uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Karsamstag waren wir Einkaufen und Eierfärben und abends in der Osternacht. Die Kinder fanden das Osterfeuer super und waren stolz auf ihre selbstbemalte Kerze. Alle drei Mädels haben den größten Teil des Gottesdienstes verschlafen. Die Predigt von Fr. Marcs geht uns noch nach: wir können uns nicht nur auf die Missionsstation in Bontoc konzentrieren, sondern wir müssen auch raus zu den BECs in den Dörfern. Wir müssen noch sehen, wie wir dieses Anliegen mit unterstützen können. Wir hatten in der Gemeinde schon mal erzählt, dass wir in Ahlbach auch Kinderwortgottesdienste mit gestaltet haben. Das hat bei ihnen alte Erinnerungen an Sunday School mit der Ammann oder Hübscher Familie geweckt. Wir stehen da in einer BMI Tradition. Die Gemeinde hat sich erinnert, dass sie früher Sunday School hatten und das sehr gerne wieder beginnen möchten. Deshalb haben sie schonmal angefangen und sich am Ostermontag für eine erste Absprache getroffen – ohne uns. Und wir freuen uns, dass die Gemeinde das für sich selber wieder entdeckt hat und wir es einfach nur durch unser Dasein angestoßen haben.

4.1.2013osterüberraschung

Und Ostersonntag sind wir mit den Kindern wieder in den Gottesdienst – so macht man das hier halt und wir machen mit und es ist nett die Nachbarn und anderen bekannten Gesichter im Gottesdienst wieder zu treffen. Nach dem Gottesdienst gab es auch Ostereier für alle – schon lustig: erst gibt man ein paar gekochte Eier ab und dann bekommen die Kinder hinterher wieder eins. Die Kinder hat es alle voll gefreut und es ist so einfach gekochte Eier bei den Eltern oder anderen Gemeindemitgliedern einzusammeln…

Und eine Eiersuche gab es auch bei uns daheim im Chocolate House. Wir hatten keine Nester, aber die Mädels haben Sonnenhüte bekommen und darin ließen sich die Kleinigkeiten aus den vielen Import-Päckchen gut verstauen. Vielen Dank an alle Schokoladen, Kleinigkeiten, Bastelideen und Süßigkeiten Versender!!!

4.1.2013Osterfeuer

Hier noch ein Bild von unserem ersten Grillen im Chocolate House – wir hatten kein Holz, sondern nur ein paar Äste, die Nicola am Tag zuvor aus dem halb abgestorbenen und von Ameisen zerfressenen Mangobaum gezogen hat. So gab es auch keine Kohle sondern eher Asche und viel Rauch. Also: das Schweinefleisch und die Gemüsespieße wurden anstängig geräuchert und mit der Zeit langsam auch gar… Wer schmackhaft grillen will sollte sich besser auf die Grilltipps von Tobias verlassen: bbq-county – den kann man übrigens auch für Feste oder Grillkurse buchen und wir können einfach nur sagen: wir vermissen deine Schweinshaxe, die Rippchen, den Zwiebelkuchen, die Kartoffeln….

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

Ein Kommentar zu “Kar- und Ostertage

  1. Solltet Ihr mal Heimaturlaub machen, steht Euch unser Haus immer offen und gegrillte Haxen gehen immer auch spontan.

    Nils hat heute morgen gefragt, ob die 3 Jahre bald um sind und er wieder mit Tabea speilen kann.

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