maiersinbontoc

SteinBruch

2 Kommentare

05.17.2013SteinBruchDas was heute fast so wie ein Steinbruch aussah, ist ein Erdrutsch. Und da es sich nicht nur um ein bisschen Erde sondern eher um eine halbe Felswand gehandelt hat, war das auch nicht mal schnell weggeschoben. Vor zwei Tagen war hier Starkregen und der bewegt hier öfter Erdmassen.

05.17.2013SteinBruchBusWir sind heute morgen mit dem 8.00 Uhr Bus nach Paracelis aufgebrochen. Das ist die Missionsstation, die mit der längsten Anreise verbunden ist: wir hatten uns auf eine 12 stündige Fahrt eingestellt. Nein, es ist nicht so weit weg, aber aufgrund der Straßen fährt man besser auf der Hauptstrecke einmal um die Bergkette drum herum. Das ist sicherer und auf der kürzeren Strecke würde es aufgrund der Straßenverhältnisse und des häufigen Umsteigens auch nicht schneller gehen. O.k. der Bus hat Bontoc schon mit etwas Verspätung verlassen. Und dann hatten wir noch nicht die BEC Talubin erreicht, da macht der Bus aufeinmal Halt. Also da waren wir noch keine halbe Stunde unterwegs und hatten noch nicht das Gebiet unserer Missionsstation Bontoc verlassen. An Heilig Drei König (Bericht vom 5. Januar 2013) waren wir in der BEC in Bayyo im Gottesdienst – daran waren wir noch nicht vorbei gefahren.

Wir haben uns dann erstmal den Grund für diesen ungeplanten Stopp mit unseren Mitreisenden angeschaut. Die Prognose zu dem Zeitpunkt war: ah vielleicht braucht der Bagger eine Stunde. Nach einer Stunde hieß es dann, der Bagger braucht noch eine Stunde und nach zwei Stunden wurden wir darauf hingewiesen, dass es vielleicht nochmal zwei Stunden dauert. Der Grund waren nachrutschende Geröllmassen, alles was der Bagger wegschob lag kurze Zeit später wieder auf der Straße.

05.17.2013SteinBruchWartenWas macht man in so einem Fall: warten. Außerdem: alle Vorräte im Rucksack aufessen und leertrinken und dann im Dorf Nachschub kaufen, den Kindern aus dem Dorf selbstgemachte Reissnacks abkaufen, mit den Leuten im Schatten smalltalk machen und über Gott und die Welt ins Gespräch kommen: eine Frau kannte uns vom Tongtongan im Teng Ab (Artikel vom 5. Mai 2013), ein anderer Mann war für eine Freikirche in der Gegend unterwegs, dann kam zufällig der Kollege aus dem Jugendbereich auf seinem Motorrad vorbei und das letzte meeting wurde am Straßenrand reflektiert…

05.17.2013SteinbruchRückfahrt

Einige Fahrzeuge sind umgedreht, andere Leute sind über den Hang gelaufen und auf der anderen Seite mit Fahrzeugen weiter gefahren, die dort umgedreht haben. Und wir sind dann mittags nach vier Stunden Warten mit unserem Bus zurück nach Bontoc. Die Debora findet es am Besten, dass beim Rückwärtsfahren immer jemand draußen gegen den Bus klopft. Sie übt das auch schon fleißig. Wir versuchen es morgen nochmal. Bis dahin dürfte die Straße an der Stelle frei sein und dann schauen wir mal wie weit wir kommen…

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

2 Kommentare zu “SteinBruch

  1. Liebe Nicola und lieber Christian,
    das ist ganz toll beschrieben und genauso ist es uns auch öfter ergangen. Es ist beeindruckend, wie Ihr euch auf diese Situation mit soviel Geduld einlasst und einfach – so wie wir es bei den Leuten auch oft erlebt haben – DA seid, mit dem Kontakt mit den Leuten und wen man alles zufällig trifft. Das lässt einen die ganze Situation gerade nachempfinden – hoffentlich seid Ihr dann trotzdem noch nach Paracelis gekommen…

    • Liebe Nicola, ja wir waren in Paracelis und sind wieder zurück in Bontoc – mehr im aktuellen Bericht zu Pfingsten ; ) euch auch viel Begeisterung und Geduld im Alltäglichen in diesen Pfingsttagen… nicola

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