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Baum fällt

Ein Kommentar

26.08.2013BaumfälltAlso das war wohl das Motto vom letzten Sonntag. Heute sind wir nach einem Arbeitswochenende in der Nachbargemeinde zurück gekommen und nicht nur ein Baum war gefällt. Am Samstag sah das hier noch anders aus: der Stromversorger war bereit eine Baumfäll-Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, aber der Baumfäller aus Hapao war auf einer Beerdigung. Dann sollte ein Mitarbeiter vom Stromversorger den Baum fällen. Der hatte aber zu großen Respekt (so wie die drei anderen erfahrenen Teams, die uns zuvor abgesagt haben) – da kam es ihm gerade Recht, dass der Besitzer der Motorsäge ihm diese ohnehin nicht leihen wollte (die war im Stromversorger Paket nicht mit inbegriffen). Also sind wir dann nach einem kleinen Menschenauflauf von: Vermieterin, unseren zuständigen Arbeitskollegen und diversen Nachbarn doch zu unserem geplanten Arbeitswochenende nach Kilong aufgebrochen. Dort hatten wir eine super Zeit mit unserer Kollegin, Fr. Pablo und in zwei seiner BECs.

Als wir heute zurück kamen, war der große Baum neben unserem Küchenfenster gefällt – das war eine Überraschung und Erleichterung. Jetzt ist das Thema endlich vom Tisch – ging übrigens auch ohne Motorsäge sondern mit einer Axt. Und wir können uns der Frage zuwenden: wie reparieren wir das demolierte Geländer und wie stellen wir unseren Treppenaufgang samt Stützmauer wieder her.

Eine interkulturelle Herausforderung bleibt der Fakt: es wurde nicht nur dieser Baum gefällt, sondern auch wie vereinbart noch zwei weitere Bäume hinten im Garten. Leider fielen noch dazu zwei Mangobäume, eine Pomelo wurde umgehackt genauso wie die Guava. Mal zu Schweigen von ein paar Papayas die gelitten haben und zwei Bananen die sich hoffentlich wieder erholen können. Warum unser Obstgarten so einen Kahlschlag erleiden mussten verstehen wir nicht und daran haben wir zu knabbern, weil wir in den letzten Monaten viel daran gesetzt haben, unseren Garten mit Essbarem zu begrünen. Das hatten wir auch so bei allen Baum-Fäll-Vorgesprächen zum Ausdruck gebracht und sind ehrlich enttäuscht, dass unser Bemühen so radikal zu Nichte gemacht wurde. Klar, unsere Nachbarschaft wohnt hier halt für immer und denkt sich vielleicht: kann man doch alles wieder anpflanzen – aber wer hier eben nur drei Jahre lang mitlebt hat jetzt erstmal keine Mangos oder Guaven zum Selberernten und Teilen im Garten.

Ach ja, noch eine Ergänzung zum Thema Teilen: eine Nachbarin hat den fleißigen Helfern zum Mittagessen einen Hund spendiert. Das hatten wir auch noch nicht als Reisbeilage – nein, nicht dass wir das unbedingt bräuchten, aber immerhin können wir diesem Fakt auch etwas Positives abgewinnen: ein Hund weniger der die Nächte durchbellt… in diesem Sinne verabschieden wir uns nach einem aufräumreichen Tag (auch wir haben nur ein Bolo zum Kleinmachen von den Baumresten und -stämmen) ins Bett…

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

Ein Kommentar zu “Baum fällt

  1. Ach du meine Güte! Viel Kraft und Ausdauer beim Aufräumen. Sieht ja gewaltig aus, dieser riesige Stamm – gefällt mit der Axt. Wahnsinn!

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