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Zeitreise

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10.12.2013ZeitreiseBusWir begeben uns nun wieder auf eine Zeitreise – so könnten wir unsere Arbeitseinsätze zu den Family Cross Roads in Hapao beschreiben. Bisher war der Freitag immer Anreisetag: 2 Stunden mit dem Kleinbus, kurz in Banaue auf den Anschluss warten und dann mit dem Jeepney oder Bus nochmal 2 Stunden bis Hapao. Kleinere Erdrutsche oder Pannen bereits inbegriffen in dieser Anreisezeit. Letztes Mal war der Wind schneller als wir und hatte sich bis zu unserer Ankunft auch schon zu einem kleinen Typhoon mit Warnsignal 1 entwickelt, später ist er dann sogar mit Signal 2 weitergezogen. Auch diesmal ist wieder ein Strum angekündigt, aber wir hoffen mal, dass die Stärke nicht zunimmt und wir auch von dem ausgiebigen Regen verschont bleiben.

10.12.2013ZeitreiseKulturWorauf wir uns wieder einstellen ist eine Zeitreise in eine andere Kultur. In Ifugao wird Moma (Betelnuss) gekaut. So ein kleines Vorratspäckchen hängt vor dem Haus von Estella und ihrer Familie an einem Pfosten. Nicht nur zur Dekoration, denn es ist immer viel Wartezeit mit inbegriffen und somit viel Zeit zum geselligen Moma-Kauen. Unsere Kollegin Magda (rechts) und Cathalina warten hier einfach nur mal so und erzählen von ihren Erfahrungen in Kirche, bis dann unser Familien-Treffen im Haus ein paar Stunden später beginnt. Nur eine kleine Idee was Wartezeit heißt: Vereinbart war 2 Uhr als Workshopbeginn und los ging es letztes Mal so gegen 5 Uhr. Also drei Stunden lang nicht wissen, wer denn nun kommt oder ob überhaupt jemand noch dazu kommt. Wann es denn nun los geht oder ob wir überhaupt starten…

10.12.2013ZeitreiseSeminarUnd dann war das Thema letztes Mal auch noch Zeit. Also auch das Seminar hatte eine kleine Zeitreise in den Familienalltag inbegriffen. In einem Zeitkuchen haben die Familien festgehalten wofür sie so Zeit brauchen: Schule, Ferien, Feldarbeit, Festtage, Spielen, Kochen, Gottesdienst… Diese Arbeitszeit war für uns besonders stimmungsvoll, denn der vorbeiziehende Typhoon hatte einen Stromausfall für den ganzen Abend verursacht. Und so saßen wir bei Kerzenschein mit den Familien zusammen, die auch diese besondere Auszeit in ihrem Alltag mit Lachen, Austausch, in der Bibel lesen und Beten verbracht haben…

Dieses Wochenende geht es also wieder auf Reisen, wieder nach Hapao und wir sind gespannt was uns erwartet. Es wird uns die Bibelstelle von den zwei Fischen und fünf Broten begleiten, von dem was wir und viele andere brauchen: um satt zu werden, um in Verbindung zu Sein mit anderen, um bedeutungsvolle Erfahrungen zu machen, um Echt und Ehrlich zu sein, um Frieden zu haben… Diese Grundbedürfnisse verbinden uns immer wieder mit so vielen Menschen weltweit. Hier wie dort bleiben unsere Grundbedürfnisse aber auch unerfüllt: bei uns, in den Familien, in den Gemeinden, in der Kirche – da ist es gut, zusammen zu kommen, sich darüber auszutauschen und zu überlegen, mit welchen Strategien wir weiter kommen können…

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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