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Goldfisch oder Koi

Ein Kommentar

10.20.2013GoldfischKoiNein, hier geht es nicht um die kleinen oder großen Fische – vielleicht eher um die Menschenfischer Frage (Bibel: Evangelium nach Lukas Kapitel 5 Verse 1 – 11). Wir waren in der letzten Woche mit Priestern und Pastoralen Mitarbeitern aus dem Bistum Limburg und dem Erzbistum Paderborn im Gespräch. Nicht per skype sondern ganz real in Manila in Bukal ng Tipan. Das ist ein Zentrum für Diozesen in den Philippinen und sie arbeiten mit Bischöfen, Priestern und Laien und den Gemeinden: für ein besseres Miteinander und für eine Kirche an der Basis. Diese Arbeit ist so interessant, dass MISSIO Aachen immer wieder mit Verantwortlichen aus deutschen Bistümern zu Gast ist. Das klappt so international, weil wir die gleiche Grundlage haben: die Bibel. Und das irritiert selbstverständlich auch und tut auch mal ganz gut, zu erleben wie das Wort Gottes in der Kirche in unterschiedlichem Umfeld und mit anderen Gegebenheiten ganz anders gelebt wird. Auch in Bukal glitzert es nicht nur in Sachen Kirchenentwicklung, sie haben viel Erfahrung und können ganz unterschiedliche Geschichten erzählen – eben auch Erfolgsgeschichten: Bischof, Priester, pastorale Mitarbeiter und Laien gestalten miteinander eine Kirche, die auf die Fragen der Zeit eine Antwort sucht.

Unser Vikariat hat ja gerade keinen Bischof und wir haben mit Bukal vereinbart, dass wir mit einem neunen Bischof sie nochmal ins Gespräch bringen. Denn unsere Kolleginnen wollen sich weiter entwickeln und auch die Direktoren der Pastoralen Abteilungen haben Entwicklungsbedarf angemeldet. Bukal sagt: das braucht Zeit. Wir Deutschen hätten es gerne schneller. Sehen aber auch ein: es braucht Zeit, es braucht dazu alle in der Kirche, eben auch einen neuen Bischof und dann die Beteiligung aller. Vielleicht gelingt es uns, diese Idee, diese Entwicklungsmöglichkeit weiter wach und im Gespräch zu halten. Hoffentlich haben wir die Geduld mit uns und allen anderen…

Wenn wir unsere deutschen Freunde aus der Kirche erzählen hören, dann hören wir auch von Goldfisch oder Koi Fragen. Im Hessischen würde man sagen: Jetzt muss ma Butter bei de Fisch. Also wir hoffen und wünschen euch, dass es gelingt, in der Kirche Klartext zu reden, aber auch wieder zur eigentlichen Menschenfischer-Frage zurück zu kommen. Goldfisch oder Koi sind ja nur zum Anschauen da – so wie diese auf dem Foto, die wir in Bukal bestaunt haben. So wie es in Deutschland Forellenteiche gibt, gibt es hier in den Reisfeldern Mudfisch (sehen aus wie Regenwürme, sind aber Fische) – das ist das Essen der einfachen Leute auf dem Land: schmeckt und macht satt. Da haben wir uns wieder eingefunden: zwischen den Reisterassen in Bontoc – und ich hoffe, dass sich das Bistum Limburg bald auch nicht mehr in den Medien (das haben jetzt wohl alle satt) sondern irgendwo zwischen Westerwald, Rheingau und Hochtaunus wieder findet…

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

Ein Kommentar zu “Goldfisch oder Koi

  1. Hallo liebe Familie Maiers. Mit viel Interesse habe ich Euren Blog gelesen. Ich heiße Rosa und wohne gemeinsam mit meinem Mann Jakob und unseren 2 Töchtern Sanuye (3) und Zoe (2) in Leipzig. Im Rahmen meiner Master-Abschlussarbeit beabsichtige ich nach Banaue zu reisen. Da noch offen ist, ob ich die Kinder mitnehme, war es sehr hilfreich zu sehen, wie ein Leben für eine ausländische Familie in dieser Gegend aussehen kann.
    Ich danke Euch für den offenen Blog!

    Herzliche Grüße
    Rosa

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