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Pastoral Programm Entwicklung

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11.16.2013PastoralprogrammentwicklungAlso das Pastoral Programm ist so etwas wie ein Rezept oder eine Vereinbarung, nach der ein Bistum oder Vikariat versucht auf die Freuden und Sorgen der Menschen als Kirche zu begegnen. Und es ist gut, wenn man sich als Kirche gelegentlich die Arbeit rückblickend anschaut und überlegt, wie es denn gemeinsam weiter gehen kann. Bischof Claver hat dafür seinerzeit bevorzugt das jährliche Tongtongan (Synodalversammlung der Leitung, der Priester, der Ordensleute, der pastoralen Mitarbeiter und Laienvertreter) genutzt. Heute hat unser Vikariat keinen Bischof mehr und das Tongtongan ist irgendwie auch eher mit Vorträgen statt mit Austausch ausgestattet…

Was also tun, wenn man als BMI Fachkraft in seinem Arbeitsvertrag eine Formulierung findet die in etwa so lautet: zusammen mit den Mitarbeitern und den Direktoren der Pastoral die Finanzierung für das Pastoralprogramm nach 2014 sicher stellen. Gleichzeitig sind wir aber nicht mehr in der Koordinierungsposition, die uns irgendwo in die Kirchenhierarchie hinauf hebt – wir sind eher so etwas wie Berater, Prozessbegleiter, Kollegen auf Augenhöhe. Kurz: wir sind mit unseren pastoralen Kollegen im Vikariat unterwegs und unseren Direktoren und der Vikariatsleitung unterstellt. Und das in einem Land in dem Hierarchie qua Amt sehr hoch gestellt ist – vor allem in Kirche. Und da sitz man nun in dem Dilemma: Finanzierung sicher stellen setzt bei uns eben Programm-Entwicklung voraus. Aber die hatte von den Verantwortlichen erstmal keiner auf seiner Agenda – und so haben wir dann einfach mal dazu eingeladen. Denn wir können ja schlecht was entwickeln von dem wir so wenig Ahnung haben, bestenfalls seit 11 Monaten ein bisschen Einblick und Verständnis und es auch nur ein bisschen mit umsetzten können.

Auf der Einladungsliste standen also: Die Vikariatsleitung, die Direktoren, die pastoralen Mitarbeiterinnen und eben wir: Nicola als BMI Counterpart im Family and Life Office und Christian in der Funktion des Finanzierungs-Begleiters. Wie das so oft ist, drei von vier Verantwortlichen in der Leitung hatten eben noch andere Verpflichtungen, aber ansonsten waren wir komplett: zum ersten Mal haben wir gemeinsam gearbeitet. Das Treffen fand auch deshalb unter dem Thema: working in partnership / partnerschaftlich zusammen arbeiten statt. Das war neu für die meisten unserer jungen und frisch geweihten Direktoren: drei von vier sind erst vor zwei oder drei Jahren zu Priestern geweiht worden und haben seither ihre eigene Missionsstation oder andere Verantwortlichkeiten im Vikariat und quasi on top auch noch die Leitung von einem Pastoralen Bereich.

Es war eine arbeitsintensive Zeit, aber alle schienen erleichtert, dass es möglich war,  zusammen zu arbeiten, Erfahrungen auszutauschen und Neues zu planen. Wir haben versucht alle Stakeholder (Beteiligte) an einen Tisch zu bringen. An einen Esstisch, an einen Arbeitstisch, an Tische zum Autausch, an Planungstische – und um den Altartisch. Das Tischmotiv haben wir bei einem Morgeneinstieg durch das Hungertuch aufgegriffen. Auch wir haben unsere Interpretation dazu in einem Schnappschuss festgehalten (siehe Foto).

Offen bleibt: ob wir diese partnerschaftlichen Arbeitsanfänge auch in den Arbeitsalltag mitnehmen können. Wie arbeiten wir nun weiter zusammen? Wie setzen wir die Vereinbarungen weiter um? Natürlich gibt es Terminvereinbarungen und irgendwie haben wir uns auch schon innerlich auf die ersten Terminverschiebungen eingestellt. Das ist und bleibt für uns wohl hier eine der spannensten Fragen: wenn es eine Vereinbarung gibt: gilt die dann? Und wer hält sich daran? Und wie lange hält sie an? Oder gab es die Vereinbarung nur weil XY in dem Moment gerade da war?

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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