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Kirchen Entwicklung

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11.17.2013KirchenentwicklungMancherorts bereiten sich Kirchen in den Philippinen auf ihr 500 jähriges Bestehen vor. Hier in der Bergregion haben vor etwa 100 Jahren belgische Missionare (CICM) Kontakt zu den Menschen gesucht. Bald bekamen sie Unterstützung von einer lokalen Schwesterngemeinschaft (SHIM). Unser Vikariat feierte erst kürzlich ihr 20 jähriges Bestehen. Die BMI entsendet seit mehr als 10 Jahren Fachkräfte in dieses Viakriat. Und wir sind in dieser jungen Kirchen-Geschichte mit offenen Augen und Ohren unterwegs.

An diesem Wochenende waren wir in Bana-ao, das gehört zur Kayan Missionsstation in der Mountain Province. Dort steht der Versammlungsraum, der vor etwa 80 Jahren als Kirche diente – heute lagert die Gemeinde dort ihre Küchen-Utensilien. Und eine kleine Kapelle, gebaut etwa 1960 ist der heutige Kirchen- und Versammlungsraum. Dort haben wir einen Tag lang mit jungen und erfahrenen Paaren / Eltern gearbeitet: zu ihrem Lebensweg zu zweit und später als Familie, zu den Herausforderungen die ihrem Eheversprechen so gefolgt sind und zu dem, was sie als christliche Familie machen und an ihre Kinder weiter geben.

In Bana-ao erzählen nicht nur die Kirchengebäude von der Kirchen-Entwicklung – vor allem die Menschen erzählen. Hier ist Christian mit einem Mann unterwegs, der sich noch an die belgischen Priester erinnern kann. „Sie haben sich gelangweilt bei uns und ich war oft bei ihnen und habe sie als Kind unterhalten“. Wir haben daraus gehört: die Missionare kamen und hatten Zeit, dort konnte ich jederzeit hingehen und so sein wie ich bin. Weil ich wertgeschätzt wurde, war ich oft dort. Vielleicht Interpretation – vielleicht ist da auch etwas Wahres dran. Nicola hatte am späten Abend ein Gespräch mit unserer Gastgeberin: „Bei uns haben schon immer die Missionare im Haus übernachtet: früher waren es die Priester, dann kamen Schwestern – heute sind es Familien“. Wir waren eine Nacht zu Gast in diesem Haus. Mittlerweile hat es einen Anbau für die Küche und einen weiteren Anbau für die Toilette. Im Wohnzimmer steht ein Fernseher und der Reis lagert in blauen Fässern. Die Zeit steht nicht still – aber die Mutter unserer Gastgeberin hat sicherlich damals schon erzählt, dass sie die meiste Zeit vom Tag auf dem Feld, es wurde sicherlich auch zu dem Reis Mudfisch und Schnecken als lokale Spezialität serviert und sicherlich haben auch sie im ersten Stock auf einfachen Bodenmatten geschlafen.

Jetzt sind wir zurück in Bontoc und nach diesem Wochenende fragen wir uns: wie stehen wir denn in dieser Kirchen-Geschichte oder Entwicklung? Sind wir heute nicht etwas zu schnell unterwegs? Braucht es nicht einfach etwas mehr Zeit mit den Menschen vor Ort? Wieviel bleibt von den Programmen und wie viel mehr bleibt vielleicht von großzügigen Zeitfenstern und Begegnungsmöglichkeiten…

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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