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[7] Weihnachtsmarkt

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07Weihnachtsmarkt

Einen Weihnachtsmarkt gibt es in Bontoc nicht. Hier ist einfach jeden Tag Markt und so sieht das aus, wenn wir am Sonntag nach dem Gottesdienst auf den Markt gehen. Sonntags kommen dann auch die Wagwagan (Second Hand Kleider) Händler und Bauern aus den umliegenden Orten. Am ersten Sonntag im Monat ist die Auswahl immer extra groß und wir machen einen Wocheneinkauf. Das ist eher deutsch – denn unsere Nachbarn machen das nicht. Zum Vorrat wird Reis und Zucker, Salz und Öl gehalten. Vielleicht ein paar Fischkonserven. Das sieht bei uns im Küchenschrank anders aus. Da gibt es auch noch ein paar Bonbons, Tee und Kaffee, Gemüsekonserven, getrocknete Bohnen. Und dann haben wir noch einen Kühlschrank – so etwas haben auch nicht alle Nachbarn. Dort können wir frisches Blattgemüse für ein paar Tage aufheben oder auch das Fleisch mal einen Tag lagern – oder einfrieren. Neben den Eiern gibt es manchmal einen geräucherten Schinken aus Sagada, Beerenwein aus Sabangan oder San Miguell Bier. Und dann haben wir noch einen Obstkorb. Den können sich nicht alle leisten. Unsere Nachbarn essen das Obst was sie im Garten haben. Aber da unser Garten einen Kahlschlag erlitten hat, müssen wir eben auch lokales Obst vom Markt kaufen.

Zurück zum Weihnachtsmarkt. Nein, vermissen tun wir ihn nicht. Vielleicht eher noch in Gesellschaft mit Freunden einen Glühwein trinken – ja das vermissen wir. Die wirklich wertvollen Dinge sind eben doch nicht käuflich… In manchen Läden kann man auch hier kitschige Weihnachtsdeko kaufen und unsere Mädels sind völlig begeistert von vereinzelter Blink-Licht-Beleuchtung. Wir haben jetzt mal einen Adventskranz aus Kiefernnadeln gebunden – die wachsen hier in den Bergen. Und mit Stern-Mandarinenschalen und halbierten Kalamansi (Mini-Limetten) dekoriert – also die Lokalprodukte-Komposition und voll kompostierbar im Anschluss. Und wir haben Kerzen drauf gestellt – die haben sich die Mädels in bunt und mit Duft gewünscht – ok. dazu haben wir uns überreden lassen. Und dann basteln wir die Weihnachtsdeko selber. Nein – keine Strohsterne aus Reisstroh – das gäbe es auch. Wir haben hier nach wie vor unser Müll-Problem und müssen kreative Lösungen für unsere Abfälle finden. Also werden gerade Silbersterne aus Milchpackungen geschnitten (Milch – die es hier nur als Import gibt – ganz zu vermeiden wäre halt noch idealer, aber das schaffen wir auch nicht) und Aufhänger aus bunten Folien gebastelt. Wer noch weitere Ideen hat: wir sind immer dankbar für Hinweise, wie wir unseren ökologischen Fußabdruck verringern können.

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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