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Salasa

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02.26.2014SalasaPangasinanHört sich fast nach Salsa an und sieht fast wie Karneval in Rio aus. Es handelt sich aber hier um den Ort Salasa in der Provinz Pangasinan (auch hier auf der Insel im Norden von Luzon). Und die bunten Kostüme drücken die Freude beim Gemeindejubiläum aus. Christian hat dort das 300 jährige Bestehen der Kirchengemeinde mitgefeiert. Da wurde uns nocheinmal bewusst, was es für Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Tiefland und der Cordillera, zwischen den Bistümern und Vikariaten gibt. Hier wie dort wird gerne und ausdrucksstark gefeiert. Die Kleider und Tänze sind festlich und begeisternd. Soviel wohl zu den Gemeinsamkeiten. Und dann spielen die geographischen, die historischen und die traditionellen Gegebenheiten mit rein.

In Salasa tauchten vor mehr als 300 Jahren die Spanier auf und aufgrund der Meeresnähe waren das weder die Ersten noch die Letzten, die Menschen, Kleider, Musik und Tänze mit beeinflusst haben. Der Satz: das kommt mir spanisch vor hat dort nochmal eine ganz andere Bedeutung.

In der Cordillera sind vor gut 100 Jahren Belgier, Amerikaner, Japaner usw. in nennenswerten Größen aufgetaucht, welche einen Einfluss auf die Igorot haben. Da viele Igorot erstmal abwarten und abwägen, was sie nun von anderen annehmen oder besser ablehnen, haben sie sich viel von ihrem Igorot-Sein bewahrt. Heute sind es eher Touristen, die sich wegen der traditionellen Besonderheiten und wegen des Kulturlandes (der Reisanbau in den Terrassen an mehreren Orten ist als Weltkulturerbe anerkannt) in diese Region wagen. Aufgrund dieser neueren Touristenströme fließt auch in vielleicht 5 Missionsstationen etwas mehr Bargeld. In den 18 anderen Missionsstationen gibt es kaum einkommensschaffende Tätigkeiten, d.h. diese Gemeinden können sich selber auch nicht finanziell über Wasser halten. Die Familien erhalten finanzielle Unterstützung von anderen Familienangehörigen im Ausland. Und das Vikariat, wird finanziell von Rom (Spenden aus der Weltkirche) unterstützt. Ob dieses Vikariat irgendwann mal finanziell selbständig sein kann hängt von vielen Faktoren ab, die es selber nicht so wirklich beeinflussen kann. Wir sind gespannt wie es sich weiter entwickelt – wir können heute sicherlich nicht vorhersagen wie es in 300 Jahren hier aussehen wird, aber mit dem neuen Pastoralprogramm „Hören auf und unterwegs sein mit Jungen Menschen für nachhaltige und lebendige Gemeinden“ haben wir mal die Richtung für die nächsten 3 bzw. 6 Jahre festgeschrieben. Und solche lebendigen Feste und Freude am Glauben wie in Salasa wünschen wir unseren Gemeinden hier und überall auf der Welt – heute und in Zukunft!

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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