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Autonome Region

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06.12.2014AutonomeRegionStell Dir vor: es ist philippinischer Unabhängigkeitstag und keiner geht hin?!? Die Leute bleiben zu Hause, die Parade fällt aus, keiner sitzt im Publikum und die Sprecher sprechen zu den wenigen üblichen Verdächtigen. So war das gestern – aber der Grund ist weniger revolutionär: Dauerregen.

Aber ein paar revoluntionäre Gedanken möchten wird doch teilen.

Hier in Nord-Luzon sind wir mit CAR unterwegs: kein Fahrzeug sondern die Abkürzung für Cordillera Administrative Region. Weil hier in den Bergen viele ethnische Minderheiten leben gibt es gesetzlich festgelegte Sonderregelungen. Diese Regelungen und Rechte sind bis heute nur teilumgesetzt und das macht Menschen unzufrieden. Manche fordern die komplette Umsetzung der gesetzlichen Regelungen, andere fordern mehr Information zu diesen bestehenden Gesetzen und Rechtsansprüchen und wieder andere wollen andere Gesetze einfordern, damit vielleicht aus dem admisitrativen A ein eher autonomes A in CAR wird.

Beim letzten Priestertreffen wurde kurz die „Autonomie der Cordillera“ diskutiert und die Frage aufgeworfen: wie nehmen denn  die Priester der Cordillera Stellung dazu? Manche Priester haben dazu etwas zu sagen, andere schweigen – zu einer Diskussion in der großen Runde kam es nicht. Es gibt nicht DIE eine Stimme der Priester von Bontoc-Lagawe – das war zu Bischof Claver-Zeiten sicherlich noch anders.

Anfang August ist eine Informationsveranstaltung für alle Priester, Ordensfrauen und Laien geplant. Die Rechte der ethnischen Minderheiten in CAR sollen beleuchtet werden, damit bei Fragen um Landrechte, Umweltschutz, Ressourcen etc. die Gemeinden des Vikariates informiert sind und für ihre indigenen Rechte eintreten können.

Wir merken, dass uns da selber die Hintergrund-Informationen fehlen, um entsprechend mitreden zu können. Und wir sind gespannt wie die Diskussionen sich weiter entwickeln – und wer in Zukunft dann auch beim Priestertreffen Stellung bezieht.

Ach ja, auch zu Hause haben wir gerade „Autonome Regionen“ so wie die Höhlen-Burg von den Kindern. Debora (hier in ihrem: Igorotak T-shirt – übersetzt: ich stamme aus den Bergen) hat mit ihren Schwestern den Regentag mit vielen Kissen und Decken im Wohnzimmer verbracht.

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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