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Papal Visit 2015

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01.16.2015PopeFamilyDelegationDer Papst ist in den Philippinen und bewegt die Menschen – auch uns. Statt vieler Worte wollen wir ein paar Bilder sprechen lassen.

01.16.2015PopeSendingMassMit einer Familien Delegation aus Bontoc und Lagawe sind wir bereits am 15 Januar aufgebrochen. Nach einer Aussendungsfeier ging es mit zwei Bussen und 30 Familien über Nacht Richtung Manila.

01.16.2015PopeIPVor der MOA Arena sammelten sich im Laufe des Vormittags unzählige Familien aus allen Bistümern und Vikariaten ein. Und auch unsere Indiginous People mit unterschiedlichen Traditionen reihten sich in die langen Warteschlangen ein (hier sichtbar mit unterschiedlichen Webmustern: Kankanay, Ifontoc, Tuali, Ayangan). Weil kein handy netz funktionierte, waren die Kleider nicht nur ein Hingucker, sondern auch eine echte Orientierungshilfe: die Tochter einer Familie aus Sagada hat so ihre Eltern in den Massen erkannt, unsere Kolleginnen haben so die Gruppe wieder gefunden, ein Sicherheitspolizist aus Sabangan hat das Gespräch mit Christian gesucht… Das ist „der Stoff“ aus dem identitätsstiftende Geschichten fürs Leben geschrieben werden!

01.16.2015PopeKids

Unsere Mädels waren mit Freunden unterwegs – und es war eine gute Entscheidung nicht nur Eltern oder Paare sondern wirklich Familien mit ihren Kindern mitzunehmen. Unsere Familien waren so vielfältig: Lehrer und Bauern, Eltern mit fast schon erwachsenen Kindern, mit Teenagern, mit Grundschulkindern und auch Babies, es waren Kinder mit speziellen Bedürfnissen oder Behinderung mit dabei… und trotz all ihrer Unterschiedlichkeit haben sie nun eins gemeinsam: eine Erfahrung als Familie mit anderen Familien. Und wir sind den Organisatoren dieses Mega-Events und all den Teilnehmern und Sicherheitsleuten so dankbar, dass es eine gut organisierte und disziplinierte Veranstaltung war und wir zu keinem Zeitpunkt ernsthaft im Stress um die Sicherheit unserer Familien kamen.

01.16.2015PopeLights

In den Massen von der MOA Arena wurden unsere IPs mit dem traditionellen Männerkopfschmuck der Ifugao von der Kamera eingefangen und auch über das Fernsehen übertragen. Einzelne der Delegation haben daraufhin viele sms bekommen – und noch mehr  indigenous people werden sich mit ihnen identifiziert haben: in der Masse haben sie einer Minderheit Gesicht gegeben. Da können wir viele Seminare halten und erklären: ihr seid eine kleine Minderheit aber ihr seid wichtig in dieser großen „römischen Kirche“. Allein durch ihre mediale Präsenz für ein paar Sekunden haben sie mehr transportiert als wir während unseres ganzen Einsatzes vermitteln könne. Das war der ganze Stress an Vorbereitung und Durchführung wert!

01.16.2015PopeTabea

Zwei Sprüche von Tabea:

„Mama, können wir gleich auch noch runter zum Papst gehen und Bless machen“ (im Anschluss an den Gottesdienst gehen alle Kinder immer zum Pfarrer um sich den Segen abzuholen: sie drücken die Hand des Pfarrers an ihre Stirn)

„Papa, können wir morgen nochmal auf die Straße gehen, dann kann ich den Papst vieleicht nochmal näher sehen?“

01.16.2015PopeDreams

Und zum Papst gibt es schon so viele Bilder – deshalb möchten wir hier einen Gedanken teilen, der unsere Leute bewegt hat: Verliert nicht die Gabe zu träumen von einer besseren Zukunft für eure Familien. So ähnlich würden wir es in unserer Arbeit wohl auch formulieren: keine Erwartungen aber doch eine Vision als Paar / als Familie zu haben – das ist eine Kraft für Veränderung und Entwicklung.

Und was wir sonst noch so in diesen Tagen gelernt haben:

In einem Vikariat arbeiten heißt oft kein Geld zu haben und so sind wir dankbar, dass es Hilfswerke und Bistümer gibt, die eine solche Erfahrung für Familien finanziell ermöglichen.

In einem Vikariat arbeiten heißt oft Ideen, Energie, Erfahrung, Struktur und Kraft zu geben. An all dem mangelt es auch und das macht eine solche Veranstaltung um sooo viel anstrengender – und nun ist das Vikariat eben um all das ein bisschen reicher – so hoffen wir.

Und wir werden nun ein paar Tage als Familie ausruhen und auftanken, bevor es zurück in unser Leben und Arbeiten in Bontoc geht. Das ist eine unserer Strategien um mit dem anhaltenden Kulturschock umzugehen: mal zusammen dem Alltag entfliehen und Distanz gewinnen von den sich einschleichenden Stereotypen und der lähmenden Haltung.

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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