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07.28.2015FrMannyDiese Nachricht hat Fr. Manny noch einem Priester aufs Handy geschrieben, bevor er gestorben ist. Sein Kollege hatte ihn angefragt, ob es nach der Herz-OP eine gute Idee ist, so weit mit den Mitarbeitern aus dem Bildungshaus zu reisen und er meinte: Ich werde mich nur ausruhen. Keine lange Erklärung, wenige Worte haben seinen einfachen Lebensstil ausgezeichnet. Und so erinnern wir uns an ihn: Das Bild oben ist im Januar entstanden und er steht einem Gottesdienst mit dem Pastoralteam des Vikariates vor.

Die letzten Tage hat das Team bei ihm in Teng-Ab gewacht, denn die Menschen hier verabschieden sich über mehrere Tage von den Verstorbenen. Das war nicht unsere erste Totenwache, aber zum ersten Mal haben wir bei jemanden gewacht, mit dem wir Arbeit, Leben und Glauben so eng geteilt haben. Mit Fr. Manny haben wir unzählige Tassen Kaffee in der kleinen Küche vom Pastoralzentrum getrunken (dort werden die wichtigen Dinge besprochen und nicht in den meetings, von denen hatten wir auch zahlreiche…). Und dann gab es verschiedene Anknüpfungspunkte im Alltag: Er hat die Renovierungsarbeiten an unserem Haus voran geschoben. Dann die Erinnerung an die Karwoche, wo Fr. Manny und Nicola zufällig am gleichen Tag und aus unterschiedlichen Gründen als Notfall im kleinen Krankenhaus in Bontoc stationär aufgenommen wurden. Viele Sonntagsgottesdienste in der Gemeinde Sta. Rita in Bontoc haben wir mit ihm gefeiert und all diese Erinnerungen kamen uns während der Gespräche und Gesänge zur Totenwache in Teng-Ab.

07.28.2015FrMannyTengAb Wir haben oft gesagt, dass wir in Teng-Ab wie eine Familie sind und weil auch unsere Kinder mit zu dieser Familie gehören, haben auch sie sich von Fr. Manny verabschiedet. Sie waren in ihren Schuluniformen mit der Saint Vincent School Family im Teng-Ab. Sie sind mit den anderen Schülern und Lehrern um den Sarg gestanden – und haben natürlich viele Fragen gestellt: Warum so ein großer tapis (traditioneller Webstoff) auf seinem Sarg liegt – warum es kein einfacher Holzsarg sondern so ein besonderer Sarg ist – wann es denn endlich was zu Essen gibt – wann er „fertig“ gestorben ist und beigesetzt wird – warum er in der Hand einen Rosenkranz hält und ob man nicht noch einmal „bless“ bei ihm machen könnte…

Was die Kinder nicht verwundert hat, waren die vielen Leute die kamen und gingen, die Gesänge und Gebete, dass getanzt und gelacht wurde – das ist ihnen aus unterschiedlichen Anlässen vertraut und weil man sich das vielleicht etwas schwer vorstellen kann, haben wir davon ein kleines Video gemacht, dass auf vimeo zu finden ist – Das Suchwort „bontoc“ bringt einen im Zweifelsfall weiter.

07.28.2015FrMannysheduleDie SVS family war nur für eine Stunde da – dann kamen die verschiedenen Gemeinden und Gruppen. Und das geht so lange bis der Verstorbene beigesetzt ist, d.h. auch die ganze Nacht hindurch und deshalb ist ein Stundenplan wie dieser hilfreich. Die Nachtschicht haben die Teng-Ab Mitarbeiter und Priester gehalten und dementsprechend haben wir jetzt auch alle eine Erkältung und keine Stimme mehr – ganz abgesehen von dem Schlafentzug – dafür haben wir eine gemeinsame besondere Erinnerung, die ihren Abschluss in einem Gottesdienst heute Morgen fand, bevor Fr. Manny in seine Heimatgemeinde nach Sadsadan gebracht wurde, wo er am Freitag beigesetzt wird. Dies ist also noch nicht der Abschluss des Abschieds, lediglich eine Station auf dem Weg „nach Hause“.

07.28.2015FrMannyStaRita

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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