maiersinbontoc

Typhoon Lando

Hinterlasse einen Kommentar

10.18.2015TyphoonLandoklein

Es stürmt und regnet! Wir sind gerade auf der Heimreise nach dem AGEH Asien-Fachkräfte-Treffen in Bali und ein Ankommen ist noch nicht in Sicht. Der Typhoon Lando macht gerade unserem Heimweg zur scheinbar „never ending story“ und es ist auch nicht mehr lustig…

Am Samstag haben wir gegen 10 Uhr frühs den Tagungsort verlassen. Der erste Flieger hatte schon Verspätung und so mussten wir auch nicht lange auf den Anschlussflug warten. In Manila hatte es abends um 21 Uhr schon Sturmwarnung und Signal #1 (die niedrigste Warnstufe). Der Kapitän ließ verlauten: „In wenigen Minuten setzen wir zur Landung an; falls es zu einer Evakuierung kommt, sollen alle Habseligkeiten vernachlässigt und nur den weiteren Anweisungen Folge geleistet werden.“ – Das haben wir so auch zum ersten Mal und hoffentlich letzten Mal gehört – verlief aber alles glimpflich. Das weitere Prozedere ist uns vertraut: Das Einreiseprozedere und dann als Letzte die Rucksäcke vom Band holen. Rein ins Taxi und zum Busbahnhof. Dort in den noch wartenden Überlandbus (los gings um 22:30 Uhr) und versuchen die Nachfahrt zu verschlafen. Bis dann auf dem letzten Stück immer wieder Baumschäden die Straße versperrt haben. Baguio hatte nämlich schon Sturmwarnung und Signal #2. Weil sich alles verzögerte, konnten wir in der Morgendämmerung auch gleich zum nächsten Busbahnhof und dort erstmal frühstücken. Glücklich haben wir um kurz nach 6 Uhr vier Tickets gekauft, die wir allerdings kurze Zeit später wieder zurück gegeben haben: „Sorry, mein Chef hat soeben alle Busse für den Tag gestrichen.“ Also haben wir unser Gepäck erstmal in einem Hotel abgestellt und haben den Kindern etwas Auslauf in einem Einkaufszentrum verschafft. Über Nacht hat die Regenintensität dann etwas zugenommen und die Sturmstärke ebenfalls. Da es in den Morgenstunden den Regen durch das geschlossene und leider etwas undichte Fenster in unser Zimmer gedrückt hat, sind wir innerhalb des Hotels nochmal umgezogen, denn in Baguio ist die Sturmwarnung von #3 auf #2 erst langsam im Laufe des Tages runtergestuft worden. Das Schild, das wir beim Frühstück noch schaukeln gesehen haben, ist bis zum Mittag halb heruntergefallen, die Fensterscheiben am Haus gegenüber hat der Wind zerschlagen, Hausverkleidungen liegen auf dem Gehweg, Bäume und Grünzeug liegen am Straßenrand… Mittlerweile unzählige SMS geschrieben und empfangen: Die einen sind verschont geblieben, die Nächsten sind samt Haus baden gegangen, andere stecken in einem Erdrutsch nach dem anderen, die Nächsten schaffen eine Halbtagestour doch noch bis zum Abend… Wir haben einen zweiten Tag in einem Einkaufszentrum verbracht (dort werden mittlerweile Aufwischer auf allen Ebenen und im Dauereinsatz beschäftigt – siehe Foto oben) und hoffen, dass morgen wieder ein Bus nach Hause fährt und wir unsere Heimfahrt vielleicht nach mehr als 72 Stunden beenden können – denn in Bontoc hat es nur etwas Nebel gehabt und es ist trocken, leider sind wir in Baguio stecken geblieben…

Advertisements

Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s