maiersinbontoc

[störungsfrei]

Ein Kommentar

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Wir sind immer wieder beeindruckt wie störungsfrei Veranstaltungen hier veraufen. Das heißt nicht, dass Veranstaltungen hier nach Plan verlaufen. Zum einen gibt es ja oft nur einen vagen Plan und selbst diese Absprachen verändern sich im Prozess. Deshalb kann eigentlich auch fast nix und niemand eine Veranstaltung stören. Es wird halt alles und jeder irgendwie integriert. Auf dem Bild sieht man unsere junge Kollegin Ela, die gerade eine deutsche Delegation in ihrer Heimatgemeinde Talubin willkommen heißt. Die Kinder die hin und herlaufen stören nicht. Die Hunde, die mal auftauchen und wieder verschwinden stören nicht. Sie alten Frauen aus der Gemeinde, denen spontan eingefallen ist, dass sie zu dem Jugendprogramm auch einen zeitintensiven Beitrag mit ihrer Bitte zur Kirchenrenovierung platzieren stören nicht. Nur die Übersetzung hat Ela etwas angepasst, denn die Delegation war ja nicht da, um für einen Kirchbau zu spenden, sondern im weitesten Sinne Kirchenentwicklung durch Jugendarbeit zu ermöglichen. Was nicht passt, wird eben passend gemacht, damit es am Ende nicht peinlich oder unangenehm für die Seniorinnen, die Jugend oder die Delegation wird.

In deutscher Seminarkultur gibt es auch einen Fachbegriff dafür: Sörungen nehmen sich Vorrang. Aber das Interessante hier ist, dass solche Begebenheiten eben gar nicht als Störung wahrgenommen werden. Es passieren eben Dinge, die sich so nicht planen oder verhindern lassen und die müssen eben situativ behandelt werden – dafür haben auch Berufseinsteiger wie Ela bereits ein sensibles Händchen. Wer mit ihr hier die Arbeit mit jungen Menschen weiter gestalten möchte, kann sich übrigens bei COMUNDO bewerben.

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

Ein Kommentar zu “[störungsfrei]

  1. Ihr Lieben,
    das erinnert mich an letzten Montag in der Stabilisierungsgruppe, die ich mit afghanischen Frauen begleite: Da kommt unverhofft mal eine Freundin mit, weil sie einen wichtigen Brief hat, und eine andere kommt kurz mit ihrem Mann vorbei um gleich wieder zu gehen,weil sie einen wichtigen Termin in München hat. Auch wenn ich diese Länder nicht bereist habe, kommt doch so viel von dieser Einstellung und Kultur rüber, dass man in der Arbeit mit den Flüchtlingen gar nicht anders kann, als „sich locker zu machen“ 😉 … also erstmal frei von den deutschen Vorstellungen von Ordnung und Struktur… man kann sich ja dann von beiden Seiten annähern …
    Ich würd gern viel öfter mal kommentieren, aber es ist oft zu wenig Zeit. Gerade hab ich eine geschenkte Stunde, da ich erst um 10 zur Arbeit muss.
    Liebe Grüße,
    Carina

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