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[freundschaftlich]

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Dieses Jahr haben sich Freundschaftbesuche ergeben. Und weil sich unsere Familien seit Birmingham nur alle paar Jahre begegnen, ist es immer spannend zu sehen, was sich so in den Familien tut. Wir sind also für ein paar Stunden in malaysischen Familienalltag eingetaucht. Und am Ende vom Tag hat Tabea gemeint: „Also wenn wir hier gemeinsam unterwegs sind, dann brauche ich auch so ein Kopftuch.“ So kam sie also zu einem Kopftuch plus Kleid – und die Salome wurde auch gleich mit eingedeckt. Das kommt davon, wenn man mit einer Freundin unterwegs ist, die sieben Jungs hat – ihr konnten die Mädels keinen größeren Gefallen tun, als den Wunsch für gemeinsames shopping zu äußern.

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Und bei einer kleinen Stadtrundfahrt wurden auch immer mal wieder Gebetspausen eingelegt. So haben unsere Mädels ihre Eindrücke vom Tag am Abend in einem Rollenspiel verarbeitet.

Tabea: „Also jetzt bin ich ein muslimisches Mädchen und bevor wir spielen, geh ich noch schnell beten.“

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Die Väter hatten so ihre Gespräche, zwischen Arbeits- und Familienalltag, Politik und Wirtschaft. Etwas anders sah das bei den Müttern aus…

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Die zwei Bilder sprechen im Vergleich vielleicht auch schon für sich: Da waren auch immer noch die Interessen von dem ein oder anderen Kind – und beim nächsten Wiedersehen muss es dann auch mal ein Kinderfreies-Mütter-Austausch-Zeitfenster geben!

Beeindruckt waren wir übrigens, wie Eltern nicht nur acht Kinder / Teenager in Schach halten, sondern beide auch an der Uni berufstätig sind – wohl gemerkt in Leitung! So kam es auch, dass wir kurz in das bunte Studienabschlussschauspiel auf dem Campus eingetaucht sind. Es war ja nicht überraschend, dass wir uns in unterschiedlichen Konstellation auf dem Campus kurzfristig mal aus den Augen verloren haben, aber eine tolle Leistung von den Jungs, dass am Ende dann doch wieder alle im Familien-Kleinbus saßen. Schon erstaunlich wie sich eine große Familie untereinander im Blick behalten bzw. dann auch wiederfinden kann…

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Das waren wirklich ein paar bunte und eindrückliche Stunden in Malaysia. Tabea hat ihre neuen Kleider am nächsten Tag noch bis zum Abflug getragen und sich dann kurz vorm Flieger umgezogen. Sie meinte noch, ob sie ihr neues Kopftuch nicht auch mal in der Schule in Bontoc oder zum Beten in der Kirche anziehen könnte. Das hat sie dann doch nicht gemacht, aber wir waren überrascht wie offen, interessiert und experimentierfreudig sie sich in Malaysia bewegt hat. Wir hoffen, sie kann sich ihren wertschätzenden Blick für Äußerlichkeiten (Kleider) anderer Kulturen bewahren und ihr Verständnis für das was ganz verschiedene Menschen gleichermaßen bewegt (Gebet oder Spiritualität).

Ach ja, Tabea ist nach wie vor gut katholisch – heute feiert sie mit ihren Klassenkameraden ihre Erste Heilige Kommunion, war gestern beichten und wird auch am 3. Advent wieder mit uns als Familie in den Gottesdienst gehen. Unser Alltag ist hier doch sehr homogen und katholisch durchdrungen. Um so interessanter, dass die Kinder zu den wenigen Gelegenheiten, wo sie Menschen ganz anderer Kulturen und Religionen begegnen, so unterwegs sind wie oben beschrieben. Vielleicht braucht es gar nicht so viel Wissen um Verschiedenheit oder geübtes Umgehen mit Fremdheit – sondern einfach nur das Verständnis von Freundschaft über Kulturen, Religion, Distanz hinweg…

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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