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ernüchternde „x-mas party“ Aussichten

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12.16.2016x-masparty.JPG

Philippinische x-mas parties sind anders als eine deutsche Adventsfeier – mit all dem was eben so dazu gehört. Unsere Mädels hatten heute Morgen am letzten Schultag vor den Ferien ihre x-mas party und waren heute Abend völlig schockiert, als sie erfahren haben wie denn so eine deutsche Adventsfeier in der Schule ablaufen kann.

Salome: Wie da gibt es keine Spagetti mit fried chicken?!?! Noch nicht mal Maccaroni-Salad (ein Nudelsalat mit Condensa, Konservendosenfrüchten, Wackelpuddingstückchen und Eden-Cheese oben drauf – wer damit nicht aufgewachsen ist, hat Mühe es zu mögen)?!?!

Tabea: Und auch keinen Kuchen mit Buttercreme drauf – das ist doch keine Weihnachtsfeier!

Debora: Aber stop-dance machen die doch oder?!?

Tabea: Wie da bringt jeder seine eigenen Plätzchen mit, bei uns gibt es für alle ganz viel und alle bekommen von allem was ab und das ist mehr als man selber essen kann! (deshalb erinnern auch die Lehrer vorab, dass die Kinder Dosen mitbringen sollen, um die üppigen Reste darauf zu verteilen)

Also heute Abend waren die Mädels fast so weit zu sagen, dass sie unter den Umständen unmöglich nach Deutschland zurück gehen können. Christian konnte beschwichtigen: „Da gibt es auch philippinische Gemeinden und dort könnt ihr dann eure x-mas party im nächsten Jahr haben.“ Die Kinder kennen halt nur Weihnachtsfeiern, wo es laut und lustig und mit viel Essen zu geht: es gibt Kinderspiele, die Kinder bekommen viele Süßigkeiten und auch kleine Geschenke wie Tröten, die Debora heute abend ausgiebig und lautstark ausprobiert hat. Die Mädels sind weit entfernt von so etwas wie einer „Stillen Berg-Weihnacht“ – und die Vorstellung daran finden sie nicht sonderlich attraktiv…

Anders unsere Kolleginnen oben im Bild. Mit denen haben wir vor zwei Tagen Plätzchen produziert: mit Schokolade am Herd angerührt oder eben gebacken. Beide Varianten, weil nicht alle Kolleginnen daheim einen Ofen haben. Das war das beste Team-Building seit langem! Und die Kolleginnen wollen mit den Kindern in ihrer Gemeinde auch Plätzchen machen – mit etwas angepassten Zutaten: statt Haferflocken gibt es nämlich hier auch gepressten grünen Reis (Pinipig). Und weil es in den Döfern of auch keinen Kühlschrank gibt, wird das Rezept so angepasst, dass abgekühlte Molasse dann die Plätzchen erstarren lässt. Die waren von dieser deutschen Adventstradition total begeistert – aber verspeist wurden die Plätzchen dann abends in Mainit bei den heißen Quellen, was eher ein Pool-Party glich – mit gegrilltem Fisch und Chicken Tinola und Reis und Salt and Vinigar Chips und Früchte -Punsch… und die Mädels hatten viel Spaß mit unseren Kollegen, die irgendwie auch wie ihre erweiterte Familie sind – und sie teilen ein ähnliches Verständnis von einer richtigen x-mas-party!

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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