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Menschenrechte

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07.10.2017Menschenrechte.JPG

Uns beschäftigt gerade das Thema Menschenrechte sehr – und zwar eher die persönliche Seite von diesem wichtigen und so zerbrechlichen Gut.

Marawi: Dort steht Kriegsrecht gegen Menschenrecht. Wir haben nach Ostern einen guten Freund in Bukidnon (dem ersten Einsatzort der BMI in den Philippinen) besucht. Dort haben wir auch einen Priester aus Marawi kennenlernen dürfen, der dort aktiv im christlich muslimischen Dialog ist. Soweit wir wissen, ist er nach wie vor in den Händen der Maute-Gruppe. Das beschäftigt die Mädels sehr und sie fragen immer wieder ob es Neuigkeiten gibt. Das Foto oben ist in Cagayan de Oro entstanden, wo es uns sehr gut ging und wir nette Begleitung aus dem Bischofshaus hatten. An die Großzügigkeit und das Wohlwollen der Menschen um uns herum erinnern wir uns sehr gerne – und genau diese Menschen sorgen sich jetzt um die Geflüchteten aus der ARMM (Autonomous Region Muslim Mindanao). Gestern Abend waren wir hier in Bontoc zu einem Friedensgebet für Marawi.

Türkei: Dort scheinen die Menschenrechte auch nicht mehr im Blick der Behörden zu sein. Wie verfolgen die Neugigkeiten auf humanrightsdefenders und den Mädels war es wichtig, dass sie auch die Menschen in türkischen Gefängnissen mit in ihr Friedensgebet gestern Abend nehmen. Wir sind überzeugt, dass es ein großes Unrecht ist, dass dort Freunde eingesperrt sind, denen die Sicherheit von Menschen so sehr am Herzen liegt.

Bontoc: Hier steht bald ein Abschied an und es beschäftigt die Mädels sehr, dass sie ihre Freunde bald nicht mehr sehen. So kam folgendes Gespräch zustande…

Salome: Was kann man eigentlich alles in Koffern mitnehmen?

Nicola: Kleider, Bücher, Spielsachen – was würdest Du denn gerne mitnehmen?

Tabea: Kann auch ein Mensch in einem Koffer reisen?

Nicola: Nein, Dinge gehen in Koffer, wir Menschen sitzen dann auf Plätzen.

Salome: Aber so einen Platz bekommt man nur mit einem Pass.

Tabea: Und unsere beste Freundin hat keinen Pass und wir würden sie so gerne mitnehmen.

Die Mädels genießen es, dass sie international reisen können; sie wissen aber auch, dass es nicht allen Menschen möglich ist. Für sie ist es gerade sehr schwer die Ungerechtigkeiten, die sie betreffen, auszuhalten. Und wir Eltern begleiten sie darin – nicht um die Ungerechtigkeiten kleiner zu reden, aber um deutlich zu machen, dass es Menschen braucht, die sich für Menschen einsetzen. Wir freuen uns jetzt schon auf das Sommertreffen von gewaltfrei handeln in Magdeburg, denn gerade jetzt braucht es Friedensfachkräfte, die sich gewaltfrei einsetzen!

 

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Autor: maiersinbontoc

Familie Maier in Bontoc

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