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letzter Rundbrief

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Wir sind zurück in Deutschland und haben im letzten Rundbrief unseren Abschied und Neubeginn zusammengefasst. Von vielen Seiten haben wir bereits gehört: „Ihr habt schon so lange keinen blog-Bericht mehr geschrieben?“, „Was macht ihr jetzt eigentlich?“ oder „Wie geht es euch denn jetzt?“ Der Rundbrief gibt da vielleicht einen kleinen Einblick und ansonsten freuen wir uns auf Begegnungen und Gespräche, die in den vergangenen Jahren über diesen digitalen Weg belebt wurden. Jetzt nutzen wir gerne analoge Zugänge: Qutaschen bei einer Tasse Kaffee, spontane Begegnungen im Zug, die Mädels planen Übernachtungsparties, wir beherbergen Wochenendbesucher und freuen uns auf viele Gäste beim Apfelfest am 21. Oktober auf dem Vauß-Hof.

Den Einsatz samt blog schließen wir hier nun ab, und die Geschichten die das Leben so schreibt gibt es weiter… Bis bald!

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Maiers in Bontoc – ENDE

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Die Zeit der Maiers in Bontoc geht nun zu Ende. Wir sind auf dem Weg nach Deutschland und schließen dieses Kapitel nun ab. Es wird noch im Nachklapp den ein oder anderen Beitrag von uns geben, bevor wir dann Ende des Jahres diesen blog vom Netz nehmen. Wir bedanken uns bei allen, die diesem blog und viel mehr unserem Leben und Arbeiten gefolgt sind. Ab jetzt heißt es: Maiers auf dem Vauß-Hof!


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Abschied vom Vikariat

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Mit Bischof Valentin Dimoc waren wir hier im Apostolischen Vikariat Bontoc-Lagawe gemeinsam unterwegs. Dies ist eines der wenigen Bilder, wo er aussieht wie ein Bischof im Bilderbuch. Wir mögen ihn aber auch mit Flipflops, T-Shirt und kurzer Hose – und für uns wird er so manchmal noch mehr erkennbar als Bischof: Wenn er selber hinterm Steuer sitzt, um Gemeinden aufzusuchen; wenn er sich Zeit nimmt für die Leute an der Basis und von ihren Herausforderungen zwischen Nebelwald, Reisfeld und biologischem Gemüseanbau hört; wenn er sich mit seinem Laptop einfach so bei einer Kollegin ins Büro setzt und dort neben ihr home office macht oder spontan die Verwaltungsangestellten zum Essen einlädt. Das schätzen wir an „unserem“ Bischof – und klar sind wir mit unseren KollegInnen herausgefordert, wenn er mal wieder eine visionäre Planung gut für 20 Jahre und ein halbes Duzend Personal als Jahresziel für eine handvoll Leute erklärt oder nur so von Ideen und Projekten sprudelt und wir alle nur so mit den Ohren schlackern. So ist er eben auch und wir haben gelernt, dass so wohl auch andere Bischöfe in den Philippinen unterwegs sind. Und wir haben gelernt, dass die kleinen Schritte dazwischen eben mit dem Pastoralteam gegangen wird. In kleinen Abschnitten und manchmal im Kreis oder wieder von vorne – vor allem aber geduldig und mit den KollegInnen. Heute verabschieden wir uns von ihnen – sie gehen ihren Weg hier weiter und wir machen uns auf zu neuen Wegen…


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25 Jahre Apostolisches Vikariat Bontoc-Lagawe

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Das Apostolische Vikariat Bontoc-Lagawe ist 25 Jahre jung und das Silberjubiläum wurde beim Tongtongan (Pastoralversammlung) vom 1. bis 4. August gefeiert. Vertreter aus allen Gemeinden kamen zusammen: Priester, Ordensleute und Ehrenamtliche, zusammen mit allen Pastoralen Mitarbeitern (mehr als 300 Teilnehmer). Hier wäre ein Gruppenbild und vielleicht gibt es auch bekannte Gesichter trotz schlechter Auflösung.

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Wie klein die Welt ist und wie sich Vergangenheit und Gegenwart verbinden ist auf diesem Bild zu sehen: Fr. Vani und Fr. Judy von den SVDs und Sr. Bea SIHM. Ein Schnappschuss von so vielen in dieser Woche und ja, die Mädels sind es leid, mit auf ein Bild zu gehen – der Rafael hat da noch nicht so viel Mitsprache und findet es eher lustig, wenn ein Fotograf Faxen mit ihm macht. Und wir tragen es mit Fassung; manche der Schnappschüsse sind auch nette Erinnerungen für uns und bei anderen Bildern denken wir uns, dass es eben einen besonderen Wert hat für die anderen auf dem Bild…

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Wenn wir etwas in den vergangenen Jahren erreicht haben, dann sicherlich, dass das Thema Familie im Vikariat bei vielen im Blick ist. Und Bischof hat nun die „Holy Family“ ins Teng-Ab geholt. Sie wurde feierlich eingeweiht und ist jetzt Teil der „Open Chapel“. Als die Bauarbeiten dazu anfingen, haben Grace und Christian noch schnell ein kleines Familiengebetsbuch zusammengestellt und in Druck gegeben. Das wurde auch beim Bücherverkauf gerne genommen und das freut Magda. Denn mittlerweile fragen Katecheten nicht mehr nur nach Gebetsbüchern für Krankenbesuche sondern eben auch für Familienbesuche…

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Und als Familie waren wir auch diesmal im Einsatz – diesmal sollten wir etwas zu unserem Einsatz erzählen. Nicola hat die „give and receive“ Übung angeleitet, darin fasst sich wohl unser Einsatz anschaulich zusammen: Erstmal das Vikariat in kleinen Gruppen organisieren, dann einen kleinen Input geben (in diesem Fall ein Bonbon), eine einfache Technik zum Teilen einführen und los gehts: Geteilt wird in den kleinen Gruppen immer nach dem gleichen Prinzip. Während Nicola die Bewegungen angeleitet hat, haben die Mädels sich schnell mal auf der Bühne organisiert und es im Kleinen demonstriert – großartig, das klappt bei denen auch ohne Absprache und spontan. Allerdings hat es nicht bei allen Gruppen geklappt: Die einen haben nicht zugehört, die anderen waren eher mit Nehmen statt Geben beschäftigt, die Nächsten waren auch mit einfachen partizipativen Anweisungen überfordert, die anderen hatten ihr Bonbon gegessen bevor sie es mit anderen geteilt haben… und so lässt sich diese Metapher sicherlich auch auf unseren Einsatz und auf das BEC Konzept des Vikariates übertragen. Ja, es braucht weiterhin noch Trainings und Begleitung!

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Auch wenn die Gemeinden noch Bedarf anmelden – wir waren zum letzten Mal im Vikariat aktiv. Jetzt liegt es an ihnen, das was wir geteilt haben, weiter zu geben bzw. mit anderen zusammen zu arbeiten… Das Vikariat ist jung mit seinen 25 Jahren und da wird sich noch mehr entwickeln!


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Ein Jahr Kinderpastoralprogramm

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Das Kinderpastoralprogramm läuft nun seit einem guten Jahr und wir haben zur Feier des Tages mit den Ehrenamtichen und Vertreten von nationaler Ebene gefeiert. Es gab auch allen Grund, denn mehr als 50 Ehrenamtliche sind nun mit dabei und sie besuchen monatlich fast 400 Familien. Es waren auch Interessierte aus anderen Gemeinden mit dabei und wir werden sehen wie und wo sich das Programm weiter ausbauen lässt.

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Es ist großartig, dass nicht wir den Redeanteil bei einer solchen Veranstaltung haben. Die Ehrenamtlichen haben sich gegenseitig informiert, wie beispielsweise so eine Celebration of Life abläuft.

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Und weil wir als Familie mit dabei waren, durften die Ehrenamtlichen auch gleich mal mit uns einen Hausbesuch üben – und die Entwicklungsstufen unserer Kinder prüfen. Das war vor allem auch lustig – und für uns interessant zu sehen, wie wenig die Ehrenamtlichen davon wissen. Die meisten haben ihre Kinder erzogen und teilweise auch noch ihre Enkel, aber sie tun sich schwer beispielsweise das unterschiedliche Verhalten von Kindern entspannt einzuordnen. Das war definitiv erst der Anfang in Sachen Entwicklungsstufen von Kindern…

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Auch das Ausgleichen von Kinderrechten und Pflichten von Kindern war ein interessanter Zugang. Manchmal hören wir Kommentare, wenn wir Kinderrechte ins Spiel bringen wie „Ja, heute dürfen Kinder alles…“ Und wir versuchen immer wieder zu erklären, dass es sich da um ein Missverständnis von Kinderrechten handelt. Es geht nicht darum alles zu erlauben, aber eben Kindern Räume und Zugänge zu ermöglichen – und sie eben zu ermutigen auch ihren Teil beizutragen, geschützt und eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten…

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Ein high light war sicherlich das soap making. Aus der grünen Masse (Basis war ein Kräuterblätter-Sud) wurde über Nacht helle Seife und die Ehrenamtlichen aus Butigue wollen unbedingt selber Seife aus ihren vielen Kokosnüssen herstellen. Wir sind ja mal gespannt auf die erste Bontoc-Lagawe Seife!

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Mit Interesse waren die Ehrenamtlichen auch dabei, als ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel hergestellt wurde: Mehl von Soja und Reis und Mung-Bohnen und…. und wir dürfen gespannt sein, welche Gruppe sich für dieses Projekt begeistern lässt. Die Zutaten gibt es alle lokal, es ist nur die Frage wer sich dessen annimmt…

Für uns war es ein besonderes Wochenende, weil wir uns von den vielen Freiwilligen, die wir im vergangenen Jahr organisiert, ausgebildet und begleitet haben, nun verabschieden mussten. Es ist aber auch schön zu sehen, dass es dort weiter geht – mit Unterstützung vom Nationalbüro. Magda würde gerne das Programm auf alle Gemeinden ausdehnen, aber das funktioniert nur, wenn sich Ehrenamtliche organisieren und ausbilden lassen. So weit sind noch nicht alle Gemeinden – aber sie bleibt da dran und schafft auch nur eine Gemeinde nach der anderen – weil es mega begleitintensiv ist…


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letztes Training

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Das Family and Life Core Team training geht weiter; aber für uns war es das Letzte. Unsere Kollegen aus Baguio waren zu Gast und haben uns und die Ehrenamtlichen über die nationalen Entwicklungen informiert. Baguio ist auf dem Level immer etwas besser angebunden und fungiert als regionale Größe. Wir haben aber auch gemerkt, dass wir mit unseren Teams auch auf einem ganz guten Weg sind – und noch eine ganz schöne Strecke zu bewältigen ist. Zumindest haben sich über die letzten Jahre die Kontakte nach Baguio hin verdichtet und das ist eine super Entwicklung.

Noch eine Anekdote: Das Training fand in Hingyon / Ifugao statt und nachdem wir erst mit Stromschwankungen zu kämpfen hatten (es hatten alle glücklicherweise relativ kräftige Stimmen und es ging dann auch ohne Mikro), hat dann auch noch Starkregen eingesetzt. Und wenn der dann auf ein Blechdach prasselt, da geht dann gar nix mehr. Das Team aus Baguio hat dann kurzer Hand mit allen einen Rosenkranz gebetet – und wir dachten uns: Das geht auch nur hier mit den Teilnehmern…


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train the trainer team building

 

07.11.2017teamBuildingLoops.JPGZum Abschluss unseres Einsatzes haben wir noch mal einen ganzen Tag mit dem YEAST Team „train the trainer“ gehabt. Es war ein großer Spaß; hat nochmal deutlich gemacht wer welche Stärken mitbringt und alle waren ganz schön platt am Nachmittag. Gearbeitet wurde auf zwei Leveln: Selber das team building durchstehen und auf der Meta-Ebene den Einsatz von Aktivitäten und Methoden reflektieren.

07.11.2017teamBuildingString.JPGEinige Kollegen werden wohl in Zukunft öfter starre Lernsettings aufbrechen und Wege von Erfahrungslernen öffnen. Andere sind nicht so weit, dass sie ihre sichere Lehrerposition und ihre Lehrinhalte beiseite legen und der Gruppe mit ihren Prozessen Raum geben. Und das YEAST team an sich wird auch weiter an sich arbeiten können – auch diese Gruppe ist im Fluss…