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Maiers in Bontoc – ENDE

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Die Zeit der Maiers in Bontoc geht nun zu Ende. Wir sind auf dem Weg nach Deutschland und schließen dieses Kapitel nun ab. Es wird noch im Nachklapp den ein oder anderen Beitrag von uns geben, bevor wir dann Ende des Jahres diesen blog vom Netz nehmen. Wir bedanken uns bei allen, die diesem blog und viel mehr unserem Leben und Arbeiten gefolgt sind. Ab jetzt heißt es: Maiers auf dem Vauß-Hof!


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Abschied vom Vikariat

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Mit Bischof Valentin Dimoc waren wir hier im Apostolischen Vikariat Bontoc-Lagawe gemeinsam unterwegs. Dies ist eines der wenigen Bilder, wo er aussieht wie ein Bischof im Bilderbuch. Wir mögen ihn aber auch mit Flipflops, T-Shirt und kurzer Hose – und für uns wird er so manchmal noch mehr erkennbar als Bischof: Wenn er selber hinterm Steuer sitzt, um Gemeinden aufzusuchen; wenn er sich Zeit nimmt für die Leute an der Basis und von ihren Herausforderungen zwischen Nebelwald, Reisfeld und biologischem Gemüseanbau hört; wenn er sich mit seinem Laptop einfach so bei einer Kollegin ins Büro setzt und dort neben ihr home office macht oder spontan die Verwaltungsangestellten zum Essen einlädt. Das schätzen wir an „unserem“ Bischof – und klar sind wir mit unseren KollegInnen herausgefordert, wenn er mal wieder eine visionäre Planung gut für 20 Jahre und ein halbes Duzend Personal als Jahresziel für eine handvoll Leute erklärt oder nur so von Ideen und Projekten sprudelt und wir alle nur so mit den Ohren schlackern. So ist er eben auch und wir haben gelernt, dass so wohl auch andere Bischöfe in den Philippinen unterwegs sind. Und wir haben gelernt, dass die kleinen Schritte dazwischen eben mit dem Pastoralteam gegangen wird. In kleinen Abschnitten und manchmal im Kreis oder wieder von vorne – vor allem aber geduldig und mit den KollegInnen. Heute verabschieden wir uns von ihnen – sie gehen ihren Weg hier weiter und wir machen uns auf zu neuen Wegen…


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25 Jahre Apostolisches Vikariat Bontoc-Lagawe

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Das Apostolische Vikariat Bontoc-Lagawe ist 25 Jahre jung und das Silberjubiläum wurde beim Tongtongan (Pastoralversammlung) vom 1. bis 4. August gefeiert. Vertreter aus allen Gemeinden kamen zusammen: Priester, Ordensleute und Ehrenamtliche, zusammen mit allen Pastoralen Mitarbeitern (mehr als 300 Teilnehmer). Hier wäre ein Gruppenbild und vielleicht gibt es auch bekannte Gesichter trotz schlechter Auflösung.

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Wie klein die Welt ist und wie sich Vergangenheit und Gegenwart verbinden ist auf diesem Bild zu sehen: Fr. Vani und Fr. Judy von den SVDs und Sr. Bea SIHM. Ein Schnappschuss von so vielen in dieser Woche und ja, die Mädels sind es leid, mit auf ein Bild zu gehen – der Rafael hat da noch nicht so viel Mitsprache und findet es eher lustig, wenn ein Fotograf Faxen mit ihm macht. Und wir tragen es mit Fassung; manche der Schnappschüsse sind auch nette Erinnerungen für uns und bei anderen Bildern denken wir uns, dass es eben einen besonderen Wert hat für die anderen auf dem Bild…

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Wenn wir etwas in den vergangenen Jahren erreicht haben, dann sicherlich, dass das Thema Familie im Vikariat bei vielen im Blick ist. Und Bischof hat nun die „Holy Family“ ins Teng-Ab geholt. Sie wurde feierlich eingeweiht und ist jetzt Teil der „Open Chapel“. Als die Bauarbeiten dazu anfingen, haben Grace und Christian noch schnell ein kleines Familiengebetsbuch zusammengestellt und in Druck gegeben. Das wurde auch beim Bücherverkauf gerne genommen und das freut Magda. Denn mittlerweile fragen Katecheten nicht mehr nur nach Gebetsbüchern für Krankenbesuche sondern eben auch für Familienbesuche…

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Und als Familie waren wir auch diesmal im Einsatz – diesmal sollten wir etwas zu unserem Einsatz erzählen. Nicola hat die „give and receive“ Übung angeleitet, darin fasst sich wohl unser Einsatz anschaulich zusammen: Erstmal das Vikariat in kleinen Gruppen organisieren, dann einen kleinen Input geben (in diesem Fall ein Bonbon), eine einfache Technik zum Teilen einführen und los gehts: Geteilt wird in den kleinen Gruppen immer nach dem gleichen Prinzip. Während Nicola die Bewegungen angeleitet hat, haben die Mädels sich schnell mal auf der Bühne organisiert und es im Kleinen demonstriert – großartig, das klappt bei denen auch ohne Absprache und spontan. Allerdings hat es nicht bei allen Gruppen geklappt: Die einen haben nicht zugehört, die anderen waren eher mit Nehmen statt Geben beschäftigt, die Nächsten waren auch mit einfachen partizipativen Anweisungen überfordert, die anderen hatten ihr Bonbon gegessen bevor sie es mit anderen geteilt haben… und so lässt sich diese Metapher sicherlich auch auf unseren Einsatz und auf das BEC Konzept des Vikariates übertragen. Ja, es braucht weiterhin noch Trainings und Begleitung!

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Auch wenn die Gemeinden noch Bedarf anmelden – wir waren zum letzten Mal im Vikariat aktiv. Jetzt liegt es an ihnen, das was wir geteilt haben, weiter zu geben bzw. mit anderen zusammen zu arbeiten… Das Vikariat ist jung mit seinen 25 Jahren und da wird sich noch mehr entwickeln!


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Ein Jahr Kinderpastoralprogramm

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Das Kinderpastoralprogramm läuft nun seit einem guten Jahr und wir haben zur Feier des Tages mit den Ehrenamtichen und Vertreten von nationaler Ebene gefeiert. Es gab auch allen Grund, denn mehr als 50 Ehrenamtliche sind nun mit dabei und sie besuchen monatlich fast 400 Familien. Es waren auch Interessierte aus anderen Gemeinden mit dabei und wir werden sehen wie und wo sich das Programm weiter ausbauen lässt.

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Es ist großartig, dass nicht wir den Redeanteil bei einer solchen Veranstaltung haben. Die Ehrenamtlichen haben sich gegenseitig informiert, wie beispielsweise so eine Celebration of Life abläuft.

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Und weil wir als Familie mit dabei waren, durften die Ehrenamtlichen auch gleich mal mit uns einen Hausbesuch üben – und die Entwicklungsstufen unserer Kinder prüfen. Das war vor allem auch lustig – und für uns interessant zu sehen, wie wenig die Ehrenamtlichen davon wissen. Die meisten haben ihre Kinder erzogen und teilweise auch noch ihre Enkel, aber sie tun sich schwer beispielsweise das unterschiedliche Verhalten von Kindern entspannt einzuordnen. Das war definitiv erst der Anfang in Sachen Entwicklungsstufen von Kindern…

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Auch das Ausgleichen von Kinderrechten und Pflichten von Kindern war ein interessanter Zugang. Manchmal hören wir Kommentare, wenn wir Kinderrechte ins Spiel bringen wie „Ja, heute dürfen Kinder alles…“ Und wir versuchen immer wieder zu erklären, dass es sich da um ein Missverständnis von Kinderrechten handelt. Es geht nicht darum alles zu erlauben, aber eben Kindern Räume und Zugänge zu ermöglichen – und sie eben zu ermutigen auch ihren Teil beizutragen, geschützt und eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten…

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Ein high light war sicherlich das soap making. Aus der grünen Masse (Basis war ein Kräuterblätter-Sud) wurde über Nacht helle Seife und die Ehrenamtlichen aus Butigue wollen unbedingt selber Seife aus ihren vielen Kokosnüssen herstellen. Wir sind ja mal gespannt auf die erste Bontoc-Lagawe Seife!

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Mit Interesse waren die Ehrenamtlichen auch dabei, als ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel hergestellt wurde: Mehl von Soja und Reis und Mung-Bohnen und…. und wir dürfen gespannt sein, welche Gruppe sich für dieses Projekt begeistern lässt. Die Zutaten gibt es alle lokal, es ist nur die Frage wer sich dessen annimmt…

Für uns war es ein besonderes Wochenende, weil wir uns von den vielen Freiwilligen, die wir im vergangenen Jahr organisiert, ausgebildet und begleitet haben, nun verabschieden mussten. Es ist aber auch schön zu sehen, dass es dort weiter geht – mit Unterstützung vom Nationalbüro. Magda würde gerne das Programm auf alle Gemeinden ausdehnen, aber das funktioniert nur, wenn sich Ehrenamtliche organisieren und ausbilden lassen. So weit sind noch nicht alle Gemeinden – aber sie bleibt da dran und schafft auch nur eine Gemeinde nach der anderen – weil es mega begleitintensiv ist…


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letztes Training

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Das Family and Life Core Team training geht weiter; aber für uns war es das Letzte. Unsere Kollegen aus Baguio waren zu Gast und haben uns und die Ehrenamtlichen über die nationalen Entwicklungen informiert. Baguio ist auf dem Level immer etwas besser angebunden und fungiert als regionale Größe. Wir haben aber auch gemerkt, dass wir mit unseren Teams auch auf einem ganz guten Weg sind – und noch eine ganz schöne Strecke zu bewältigen ist. Zumindest haben sich über die letzten Jahre die Kontakte nach Baguio hin verdichtet und das ist eine super Entwicklung.

Noch eine Anekdote: Das Training fand in Hingyon / Ifugao statt und nachdem wir erst mit Stromschwankungen zu kämpfen hatten (es hatten alle glücklicherweise relativ kräftige Stimmen und es ging dann auch ohne Mikro), hat dann auch noch Starkregen eingesetzt. Und wenn der dann auf ein Blechdach prasselt, da geht dann gar nix mehr. Das Team aus Baguio hat dann kurzer Hand mit allen einen Rosenkranz gebetet – und wir dachten uns: Das geht auch nur hier mit den Teilnehmern…


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train the trainer team building

 

07.11.2017teamBuildingLoops.JPGZum Abschluss unseres Einsatzes haben wir noch mal einen ganzen Tag mit dem YEAST Team „train the trainer“ gehabt. Es war ein großer Spaß; hat nochmal deutlich gemacht wer welche Stärken mitbringt und alle waren ganz schön platt am Nachmittag. Gearbeitet wurde auf zwei Leveln: Selber das team building durchstehen und auf der Meta-Ebene den Einsatz von Aktivitäten und Methoden reflektieren.

07.11.2017teamBuildingString.JPGEinige Kollegen werden wohl in Zukunft öfter starre Lernsettings aufbrechen und Wege von Erfahrungslernen öffnen. Andere sind nicht so weit, dass sie ihre sichere Lehrerposition und ihre Lehrinhalte beiseite legen und der Gruppe mit ihren Prozessen Raum geben. Und das YEAST team an sich wird auch weiter an sich arbeiten können – auch diese Gruppe ist im Fluss…


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unberechenbar

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Wenn wir auf unseren Einsatz in der personellen Entwicklungszusammenarbeit zurück blicken, dann können wir wohl sagen: Das Wort „unberechenbar“ trifft auf viele Lebens- und Arbeitsbereiche zu. Da gab es eine Projektbeschreibung vor 5 Jahren in einem bestimmten Kontext mit namentlich erwähnten Menschen eingebettet in eine gewisse Organisationsstruktur mit Programmen und formulierten Projektzielen. Und wir sollten die Prozesse begleiten und scheinbar haben wir eine gewisse Resilienz, dass wir nach den 5 Jahren und all den Umbrüchen, Veränderungen, Überraschungen… noch immer da sind – oder vielleicht sind wir auch genau deshalb noch immer hier. Wäre hier alles in ruhigen Fahrwassern und lässig planbar, dann hätte es ja auch niemanden aus der personellen Entwicklungszusammenarbeit gebraucht.

Mit vielem haben wir so jedenfalls vorab nicht gerechnet und in Zahlen und Namen liest es sich gleich noch krasser:

Wir haben die Vikariatsleitung unter Bischof Betran, Admitstrator Fr. Joe und jetzt Bischof Val erlebt.

In der Finanzabteilung wurde Fr. John von Fr. Manny abgelöst, der dann gestorben ist und vorübergehend hatte Fr. Bento die Leitung bis nun Fr. Rick übernommen hat.

In unserem Pastoralteam haben wir bei Youth Russel gehen und Ela kommen sehen, in Education ist Sharon gegangen und nach ihr Angie dafür ist jetzt Bal dabei und die Leitung hat neu Sr. Emy. Regina ist von Altar ins Emergency Response Team gewechselt und Santos ist neu mit im Team. Bei SADC sind Regina und Modesto gegangen und Byrian und Sendang sind nach wie vor mit Weng und neuerdings mit Vicky unterwegs. Und bei Temporalities ist Sitas die treue Seele und Stella und Steph sind weg und dafür sind Debora und Robert mit dabei plus Karen.

Kurz: In den letzten 5 Jahren wurden fast alle Bereiche mindestens einmal neu besetzt – nur wir waren kontinuierlich mit Magda unterwegs und mit dabei ist nun Grace. Und wir sind froh um Sr. Bea, die nun Personalchefin ist und versucht den Laden so aufzustellen, dass das Personalkarussell mal zur Ruhe kommt.

Eine ähnlich beeindruckende Zahl an Personalwechseln gab es bei COMUNDO. Manchmal hatten wir das Gefühl, dass wir mal hier und mal dort unsere Themen zu Zusammenarbeit, Netzwerken, Fundraising, Kommunikation… immer wieder neu auflegen müssen. Aber über die Jahre haben wir festgestellt, dass einige Themen ein Dauerbrenner bleiben und wir manche Themen nicht nur wiederholen sondern mittlerweile so gekürzt, ergänzt, perfektioniert haben, dass wir sie wesentlich schneller an neue Kollegen herantragen können. Christian kam erst letzte Woche aus einem Team-Meeting, wo er die Inhalte von einem Project-Proposal, eine Fortbildung zu Reporting, einen Einblick ins Budget und Anmerkungen zu Kommunikation und Teamwork in nur einem Nachmittag verpackt hatte. Und solche Team-Meetings hat Christian schon so oft mit Magda geführt, dass sie sich mittlerweile die Bälle ohne Vorabsprachen inklusive einiger Praxisbeispiele zuspielen können. Nein, damit haben die neuen Kollegen nicht ihre Einarbeitung abgeschlossen, aber zumindest mal eine gute Grundlage, auf die nun kontinuierlich aufgebaut werden muss – weil bereits klar ist, dass einige der oben erwähnten Personen in absehbarer Zeit gehen und neue hinzukommen werden.

Wenn man sich Organsiationen wie ein Mobile vorstellt, dann gab es in den vergangenen Jahren verschiedene Aufhänger, Teilchen wurden ausgetauscht und umgehängt und ordentlich viel Wind hat alles durcheinander gewirbelt und irgendwo ganz unten da hängen noch immer Magda und wir. Und weil es bei uns das „Nachwuchs-Thema“ gab, waren wir nicht immer ein Ruhepol, sondern haben zusätzlich als Familie noch für Wirbel gesorgt. Ehrlich gesagt hätten wir nicht damit gerechnet, dass der Rafael uns nochmal so gewaltig den Alltag und die Arbeit umstellt.

Bei allen anhaltenden Unberechenbarkeiten ist aber nun eins klar: Das Abflugdatum steht fest, die Tage sind gezählt – mit uns kann das Vikariat ab Mitte August nicht mehr rechnen. Und wir begreifen unsere Resilienz im gemeinsamen Unterwegs-Sein mit Magda für die Familien im Vikariat. Denn letzten Endes zählen sie…