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TTT

09-2016tttimmensee

Bischof Valentin Dimoc war sichtlich bewegt, dass er in der Schweiz so viel TTT erfahren darf. Die Menschen in den Philippinen lieben Abkürzungen und TTT steht für Time (Zeit) Treasure (Geld- oder Sachwerte) und Talent (Begabungen). Und wenn man etwas gemeinschaftlich bewegen möchte, dann braucht es eben TTT.

TIME: Nach TTT haben all die Familien auf dem Foto oben gelebt und gearbeitet. Sie waren alle für einige Jahre in den Philippinen und haben mit Father Valentin ihren Beitrag in der Cordillera geleistet. Sie haben sich die Zeit genommen um nun Bischof Valentin in der Schweiz willkommen zu heißen. Und wir fanden es bemerkenswert, wie wertvoll ihnen diese Begegnungen waren. Manche Familien haben jeden Tag etwas Zeit mit ihm verbracht, manche Familien haben es möglich gemacht zweimal aus dem Wallis anzureisen. Das, was sie für drei oder mehr Jahre in der Cordillera gelebt haben, haben sie für drei Tage nochmal zum Ausdruck gebracht: Das Apostolat der Präsenz (das da sein oder miteinander unterwegs sein) ist das Mindeste was wir tun können und das Wichtigste um Beziehung zu leben. Bischof Valentin hat sich an viele besondere Erlebnisse aus vergangenen Tagen mit Fachpersonen erinnert und er hofft sehr auf weitere Fachpersonen, die ihm in seinem Dienst im Vikariat unterstützen.

09-2016tttsmb

TREASURE: Bischof Valentin hat die offene und bedingungslose Großzügigkeit der SMB (Bethlehem Missionare) in Immensee geschätzt. Fr. Martin Jäggi war sein Begleiter für viele Jahre in Bontoc und ihn wollte er besuchen. So wurde Bischof von Fr. Martin nach Immensee eingeladen und viele Begegnungen wurden möglich gemacht. Dieses Erinnerungsfoto mussten wir vor unserem Aufbruch noch machen inklusive all der Schilder im Vorder- und Hintergrund. Wohl ein Ausdruck für seine Dankbarkeit, dass die SMB es ihm durch die jahrelange Begleitung möglich gemacht hat, nun so weltkirchlich unterwegs sein zu dürfen. Später hat er noch die CICM Fathers in Belgien besucht und ist seinem ehemaligen Gemeindepfarrer begegnet, der ihn getauft hat und nun als Bischof wiedergesehen hat.

09-2016tttluzern

TALENT: Die ehemaligen Fachpersonen haben nicht nur ihre Zeit gegeben, sondern vor allem ihre Begabungen eingesetzt, um Leute zu mobilisieren und um Bischof ihren schweizer Kontext zu erklären. Daniel hat uns einen ganzen Vormittag durch Luzern geführt und versucht Stadt- und Kirchengeschichte zu erklären. Seine Frau hat am nächsten Tag die gegenwärtigen Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft über eine verlängerte Mittagspause beschrieben. Während für uns vieles vertraut war, war der Bischof eher irritiert: Die Uhr-Zeit lässt Menschen in Luzern Geld verdienen, aber die Menschen scheinen keine Zeit füreinander zu finden und es braucht dafür extra Begegnungsorte? Gibt hier etwa die Kirche die Jugend auf? Warum erreichen die Programme der Kirche nicht mehr Famillien? Ist es leichter Kirchengebäude zu erhalten als Gemeinschaften aufzubauen  – wie lässt sich sinnvoll in Letzteres investieren? Sind die Menschen denn nicht an den Erfahrungen und Diensten der alten SMB interessiert oder warum sind sie so viel in Immensee und nicht mehr in Luzern?

Wir merken: Wir begleiten gerade einen Bischof mit vielen Fragen und Irritationen – und wir halten ihm die Fragen wach, denn die sind wichtiger als einfach platte Antworten.


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Bistum Alaminos

 

05.23.2016Alaminos.JPGDa sind wir auf einem ganz philippinischen Schnappschuss gelandet: Gruppenfoto mit Bischof Baccay in Alaminos. Christian ist mit Menschen aus dem Bistum Alaminos seit nun mehr 10 Jahren unterwegs – und zur Bischofseinführung haben wir uns als Familie ein paar Tage Zeit genommen und sind nach Alaminos gefahren. Ein solcher Anlass bringt Menschen aus allen Ecken der Welt zusammen: Menschen aus Alaminos, Menschen aus Tugegerao (dem Heimatbistum des neuen Bischofs), Vertreter aus verschiedenen Bistümern in Nord-Luzon (auch unser Bischof Val und unsere Kollegin Magda waren dort), eine Delegation aus dem Partnerbistum Limburg – und eben COMUNDO Mitarbeiter.

Wir haben unsere Kollegen aus Mangaterem vermisst. Aber ihr Einsatz endete leider schon vor der Einführung des neuen Bischofs – schon etwas ungewohnt in Pangasinan zu sein und vertrauten Menschen eben nicht über den Weg zu laufen…

Unsere These ging an diesen Tagen wieder einmal auf: Internationale Partnerschaftsbeziehungen müssen zu bestimmten Anlässen unmittelbar gelebt werden. Da hätten die zwei Bistümer Limburg und Alaminos noch so viel Papier produzieren können – eine Partnerschaft begreift sich einfach viel leichter über direkte Begegnungen und eine dazugehörige Portion Zeit. Die interessanten Gespräche, die über die Tagesordnung hinaus gehen, ergeben sich selten in Seminarräumen sondern eher am Esstisch. Fachlich heißt das ja „World Cafe“, aber viel zu oft wird es als eine Methode missverstanden und in Seminarräume und Zeitabläufe gequetscht – und nicht als ein großzügiges Zeitangebot zu besonderen Anlässen verstanden…

Durch unsere Präsenz wollten wir unser Anliegen nicht lange erklären, sondern schlicht „leben“. Limburg hat sich für den neuen Bischof durch die Delegation begreifbar gemacht. Wir haben die Möglichkeit für einen weiteren COMUNDO Einsatz in Alaminos durch unser Vor-Ort-Sein erfahrbar gemacht: Durch den Trubel der Mädels im Bischofshaus, durch die kleinen Gespräche mit unterschiedlichen Menschen aus Alaminos (so langsam kennen wir zahlreiche Gesichter auch von nationalen Veranstaltungen), durch das gemeinsame Essen und den informellen aber guten Austausch am Abend.

Alle weiteren Gespräche und Verhandlungen bezüglich zukünftiger Personaleinsätze im Bistum Alaminos müssen jetzt andere führen – aber Bischof Baccay konnte in seinen ersten Tagen in Alaminos durch uns ein bisschen COMUNDO begreifen….


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Bischof Valentin C. Dimoc

08.04.2015BishopOrdinationCOMUNDODas Apostolische Vicariat Bontoc-Lagawe hat seit heute neuen Schwung von Bischof Valentin C. Dimoc. Er ist nicht nur Bischof sondern ein „Ifugao“ und das haben wir heute immer wieder gehört, gesehen und gemerkt durch die besondere Stimmung in Bontoc. Ein paar Eindrücke werden wir auf vimeo einstellen, sobald das Internet wieder besser funktioniert.

08.04.2015CatholicBishopEin paar besondere Hingucker:

Bischofs-Kreuz: aus Holz geschnitzt in Ifugao

Bischofs-Stab: übernommen von Bischof Cornelio, nun mit neuem Rattan-Geflecht

Bischofs-Ring: um den kam er nicht drum herum

Bischofs-Mitra: mit lokalem Webstoff

… und weil es uns auffällt: Er trägt tatsächlich geschlossene Schuhe – und warum wir das alles so erwähnen: Weil es ihm wichtig ist ein einfacher Bischof für seine einfachen Leute zu sein und wir es bemerkenswert finden, dass er dies in seiner Person authentisch zum Ausdruck bringt.

08.04.2015IfugaoBishopCOMUNDO arbeitet seit einigen Jahren eng mit ihm zusammen, denn zuvor war er Leiter des Social Action and Development Centers (SADC). Nun sind wir gespannt auf die neuen Anstöße und Impulse von ihm und freuen uns auf eine engere Zusammenarbeit mit ihm und untereinander.


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von wegen

04.26.2015vonwegenDa wir unseren Einsatz mit COMUNDO in der personellen Entwicklungszusammenarbeit bis April 2017 verlängern, ist jetzt eine Deutschlandreise vorgesehen. Wir kommen zum 1. Mai in Deutschland an, verbringen Zeit mit Familie und Freunden, versuchen aber auch die Netzwerke des Apostolischen Vikariates zu stärken.

von wegen“ unter diesem Motto steht das diesjährige Eine Welt Camp vom 14.-17. Mai auf dem Kloster Jakobsberg – dort werden wir mit der Familie teilnehmen und können von unseren und den Wegen ethnischer Minderheiten in der Cordillera berichten.

Ehemaligen Treffen“ sind in den Philippinen sehr beliebt – wir werden nun auch zu unserem ersten Ehemaligentreffen am 30. Mai an die Katholische Stiftungsfachhochschule nach Benediktbeuern gehen. Wir sind schon sehr gespannt, was und wer uns noch nach so vielen Jahren bekannt ist und was sich so verändert hat.

Gipfel der Alternativen“ findet in München vom 3. – 4. Juni statt. Dort werden wir uns informieren und vielleichte die Erfahrungen der Menschen in der Cordillera mit den Erfahrungen anderer in Verbindung bringen.

Zu diesen Veranstaltungen kann man sich noch anmelden – und der Bonus wäre, dass wir ins Gespräch kommen könnten!

Ach ja, dieses Schuh-Rätsel beschäftigt uns gerade:

Debora: Ich brauche keine Schuhe! (Anmerkung der Eltern: dieser Fakt hat sie schon mehrere paar Schuhe vergessen lassen: das Meer hat sie verschluckt, im Bus sind sie weiter gefahren, auf dem Spielplatz haben sie Besitzer gewechselt…)

Tabea: Ich brauche auch gute Schuhe für meine Kleider! (Anmerkung der Eltern: wir treffen besser keine Vorhersagen, wo uns das in der Pubertät noch hinführt…)

Salome: Aber keine geschlossenen Schuhe! (Anmerkung der Eltern: wir setzen auf Erfahrungslernen und hoffen dass die Temperaturen sie eines Besseren belehren…)

Christian: Ich habe genug Socken, aber keine Alltagsschuhe! (die Temperaturen und der Staub machen dem festen Schuhwerk hier zu schaffen und so sind uns [fast] alle festen Schuhe in den letzten zwei Jahren kaputt gegangen…)

Nicola: Eigentlich sind alle mit neuen Flip-Flops für Bontoc bestens ausgestattet, aber was soll jetzt in den Rucksack für Deutschland?!?


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Personelle Entwicklungszusammenarbeit

headermai2015Nicht nur wir unterstützen lokale Partner in den Philippinen – das machen auch noch andere COMUNDO Familien. Hier kommt ein kleines Quiz: who-is-who. Wer mehr zu uns und den anderen Familien lesen will, kann das auf der Seite von COMUNDO, wo sich auch die Rundbriefe unserer Kollegen finden.

Wenn man den Grad der Inkulturation auf dem grassroot-level an der Fußkleidung festmachen möchte, könnte man zu dem Urteil kommen: alle samt sehr inkulturiert. Kinder alle barfuß und Erwachsene alle in Flip-Flops.


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Frauen Stärken

03.31.2015FrauenStärkenIm März wurde der internationale Weltfrauentag gefeiert: in Bontoc, in London, in Kampala, in Lubumbashi, in…

Hier in Bontoc ist zu Salome’s Schulabschluss dieses „Frauenfoto“ entstanden. Heute haben wir leider verpasst ein Chocolate-House-Frauen-Foto zu machen, dazu zählen nämlich noch die fünf Mädchen aus dem blue house (2-11Jahre)- in den Ferien tauchen sie bei uns mehrmals täglich auf und dann wandert hier eine Gruppe von mind 8 Mädels die Treppen im und vorm Haus auf und ab…

In der Kirchenzeitung „Der Sonntag“ ist von Nicola ein Beitrag zur Serie „Frauen Stärken“ erschienen. Andere Artikel finden sich unter der Rubrik „Rundbriefe“.

Die BMI hat einen Fokus auf Müttergesundheit.

Und Christian freut sich auf einen Väter-Kinder-Ausflug zum Ostermontag in Kayan – mehr dazu dann später…


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WorldMissionSunday

10.19.2014WMSHeute hat die Kirche in den Philippinen Word Mission Sunday gefeiert. Wir freuen uns, dass MISSIO Schweiz dieses Jahr zum Monat der Weltmission die Philippinen in den Blick nimmt. Und unsere Kollegin Magdalena Bagyan grüßt mit einem Pastoralbrief zum Thema: Freude am Leben. Freude im Glauben.

 

Liebe Gläubige in der Schweiz!

Freu dich über den Herrn, und er wird dir geben, was du dir von Herzen wünschst. Ps 37,4
Diesen Bibelspruch habe ich gleich zweimal zum Geburtstag erhalten! Das hat mich zum Nachdenken
angeregt. Er erinnert mich daran, dass das Leben Sinn und Bestimmung hat.
Ich freue mich und danke Gott für meine Familie, der ich mein Leben verdanke und die mich immer
begleitet. Ich freue mich und danke Gott für die Bekannten, mit denen ich durch verschiedene Lebensabschnitte
gegangen bin. In Freude, Schmerz und Trauer sind sie da. Ihre Präsenz gibt mir Kraft, weiter zu gehen.

Das Geschenk des Glaubens

Ich danke Gott auch für das Geschenk des Glaubens. Dieser hilft mir, die Bestimmung für mein Leben zu verstehen.
Ich nehme das Leben in unserer von Armut geprägten Wirklichkeit an und
halte mich an meinem Glauben fest – in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Ich bin überzeugt, dass der Erwerb einer weiterführenden Schulausbildung
eine gute Möglichkeit ist, aus der prekären Lebenssituation auszubrechen – aber eine Garantie
gibt es leider nicht. Im Tanz mit den verschiedenen Lebensumständen halte ich durch meine pastorale
Aus- und Weiterbildung stets den Bodenkontakt und erfreue mich am Leben und am Glauben.

Freude am missionarischen Einsatz
Freude im Glauben

Seit 2005 bin ich zuständig für den Bereich Bildung in der Familienpastoral im Apostolischen
Vikariat von Bontoc-Lagawe. Meine Arbeit macht mir Freude. Ich stehe im Dienst unserer Gemeinden,
biete geistliche Angebote und Weiterbildungen für junge Menschen und Paare an, stärke sie im Glauben
und befähige sie, sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.
Meine Aufgabe in der Kirche als beauftragte Laiin macht mir Freude. Oft reise ich in öffentlichen
Verkehrsmitteln auf holprigen Strassen, um die Gemeinschaften im Vikariat zu besuchen. Ich gehe
hinaus zu den Menschen, dort, wo sie zuhause sind.

Das bedeutet für mich Freude am Leben und Freude im Glauben.
Als Team sind wir unterwegs mit den Familien. So tragen wir dazu bei, dass sich in unserer Region
kirchliche Basisgemeinden (BECs) tragfähig und lebendig weiterentwickeln. Wir versuchen, alle Familien
zu ermutigen, ihre Berufung wahrzunehmen, Hauskirche zu sein: Die Freude am Leben und im
Glauben in ihren Gemeinschaften zu teilen.
Wir sind dankbar für die finanzielle Unterstützung von Missio im Apostolischen Vikariat und sind
sehr froh über die Präsenz von Fachpersonen der Bethlehem Mission Immensee, die unsere Arbeit in
der Familienpastoral begleiten.
Wir alle, mein Team, die Familien und ich freuen uns, wenn Sie uns Ihre eigenen Gedanken zur Freude
am Leben und im Glauben mitteilen!
Magdalena Bagyan

Magdalena Bagyan ist verantwortlich für den Bereich Bildung der Familienpastoral im Apostolischen Vikariat Bontoc-
Lagawe. Dieses befi ndet sich im nördlichen Teil der grössten Insel der Philippinen, Luzon. Die Mountain-Province
und die Provinz Ifugao, die dazu gehören, befinden sich in der Cordillera, einer eindrücklichen Bergregion. Dort
befi nden sich auch die weltbekannten Reisterrassen von Banaue (Unesco-Weltkulturerbe).

Auszug aus dem MISSIO Informationsheft