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letzter Rundbrief

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Wir sind zurück in Deutschland und haben im letzten Rundbrief unseren Abschied und Neubeginn zusammengefasst. Von vielen Seiten haben wir bereits gehört: „Ihr habt schon so lange keinen blog-Bericht mehr geschrieben?“, „Was macht ihr jetzt eigentlich?“ oder „Wie geht es euch denn jetzt?“ Der Rundbrief gibt da vielleicht einen kleinen Einblick und ansonsten freuen wir uns auf Begegnungen und Gespräche, die in den vergangenen Jahren über diesen digitalen Weg belebt wurden. Jetzt nutzen wir gerne analoge Zugänge: Qutaschen bei einer Tasse Kaffee, spontane Begegnungen im Zug, die Mädels planen Übernachtungsparties, wir beherbergen Wochenendbesucher und freuen uns auf viele Gäste beim Apfelfest am 21. Oktober auf dem Vauß-Hof.

Den Einsatz samt blog schließen wir hier nun ab, und die Geschichten die das Leben so schreibt gibt es weiter… Bis bald!

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Maiers in Bontoc – ENDE

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Die Zeit der Maiers in Bontoc geht nun zu Ende. Wir sind auf dem Weg nach Deutschland und schließen dieses Kapitel nun ab. Es wird noch im Nachklapp den ein oder anderen Beitrag von uns geben, bevor wir dann Ende des Jahres diesen blog vom Netz nehmen. Wir bedanken uns bei allen, die diesem blog und viel mehr unserem Leben und Arbeiten gefolgt sind. Ab jetzt heißt es: Maiers auf dem Vauß-Hof!


Ein Kommentar

Balikbayan

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In den Philippinen gibt es ein spezielles Wort, das beschreibt den Versand nach Hause: Balikbayan. Viele Filipinos arbeiten als sogenannte OFW (Oversea Filipino Worker) im Ausland und schicken immer wieder ein Päckchen nach Hause in die Philippinen. Wir machen uns jetzt auch auf den Weg nach Hause – aber aus den Philippinen nach Deutschland. Unsere Sachen sind gepackt und wir sind startklar. Die Mädels freuen sich auch schon auf die anderen Dinge die in Deutschland die letzten Jahre eingelagert waren. Hier haben wir mit vergleichsweise wenig Zeug gelebt – wir waren dann aber doch erstaunt, wie viel sich auch hier über die 5 Jahre angesammelt hat. Manchmal wünschten wir, wir könnten einen reduzierten Lebenstil wahrmachen und dann merken wir doch wieder, wie viel Krams sich bei uns so ansammelt. Immerhin konnten wir unser Zeug in ein paar Taschen und Koffer verstauen – kein Container, kein Umzugswagen, keine Metallbox. Was wir mitnehmen werden, werden wir selber zum Flughafen befördern – wohl in einem Kleinbus… Und wir hoffen sehr, dass wir es dann auch in Deutschland immer mal wieder schaffen unsere Dinge zu reduzieren – bzw. sie erst gar nicht so anzuhäufen… Frei nach dem Motto: Weniger ist Mehr! Oder schlicht genügsam mit den Dingen zu sein…


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Dr. Ruth Pfau

Vor fast 20 Jahren hat sich Nicola von Dr. Ruth Pfau in Pakistan nach ihrem Freiwilligendienst verabschiedet. Jetzt ist Dr. Ruth Pfau im im Alter von 87 Jahren verstorben. Die vielen Berichte und Videos lassen viele Erinnerungen wach werden: Vom Freiwilligendienst in Manghopir, von Ehemaligenen-Treffen mit dem DAHW oder bei Katholikentagen. Dr. Ruth Pfau hat ein beeindruckendes Zeugnis der Nächstenliebe gelebt und Menschen geprägt – auch uns. Eine pakistanische Sozialarbeiterin aus einem ihrer Projekte war 2008 bei uns in Wiesbaden für ein paar Tage zu Gast. Aqsa meinte damals: „Die politische und wirtschaftliche Situation war schon immer eine große Herausforderung in Pakistan – aber seit kaum noch Freiwillige kommen, die unsere Wirklichkeit teilen und mit uns leben, ist es fast nicht mehr auszuhalten. Als ob uns die Welt vergessen möchte…“

Diese Sätze haben uns sehr beschäftigt und waren wohl auch mit ein Grund, warum wir nicht einfach unser bequemes Leben weiter leben wollten. Wir wollten zumindest versuchen mit den Menschen am Rand der Gesellschaft zu leben und das haben wir die letzten 5 Jahre gemacht. Jetzt ist der Einsatz in der personellen Entwicklungszusammenarbeit vorbei und es stellt sich die Frage einmal mehr: Richten wir uns ein Leben in Deutschland bequem ein oder wagen wir wieder mit denen am Rand der Gesellschaft unterwegs zu sein…

Das gelebte Zeugnis von Dr. Ruth Pfau ist nicht nur fürs Bücherregal – uns beschäftigt es in diesen Tagen sehr und rüttelt uns auf. Wir sind in Gedanken bei Freunden in Pakistan, deren Wegbegleiterin verstorben ist, aber ihr Vermächtnis wird in vielen Menschen weiter leben…

Ein Nachruf

my first meeting

Liebe kennt kein warum

Kondolenzbuch


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Abschied von Bontoc

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Seit letztem Wochenende verabschieden wir uns von Bontoc. Unsere Kinder haben den Bontoc-Schriftzug ein letztes Mal bespielt und so bespielen wir verschiedene Orte ein letztes Mal. Am Ende vom Sonntagsgottesdienst hat uns Fr. Allen eingeladen noch ein paar Worte an die Gemeinde zu richten. Ja, die Gemeinde weiß, dass wir regelmäßig zur Ilokano-Messe kommen – und sie wissen auch, dass wir fast immer zu spät dran sind (wie so viele andere Familien eben auch). Wir haben uns bedankt für die Offenheit der Ibontok, dass wir Teil ihrer Gemeinschaft sein durften – und dass sie das auch so oft auf dem Markt anderen Touristen oder Gästen erklärt haben („Die gehören hier her, das sind keine Americanos!“).

Nach dem Gottesdienst haben sich viele von uns persönlich verabschiedet – auch auf dem Weg zum Markt. Und als wir unseren Sonntagspfannkuchen und Kaffee zahlen wollten, hieß es, dass es heute aufs Haus geht. Am Nachmittag kam nochmal eine Nachbarin vorbei und hat den Kindern Mitbringsel vorbei gebracht und noch Geschichten aus der Gemeinde geteilt. Das Kindermädchen einer schweizer Familie, die vor 6 Jahren Sabangan verlassen hat, hat noch einen Brief gebracht (ihre Schwester war im Gottesdienst und hat ihr Bescheid gegeben, dass wir gehen). Weitere Briefe für ehemalige COMUNDO Fachpersonen trudelten in den letzten Tagen ein. Und immer wieder sms, ob wir nicht noch Zeit für einen Kaffee oder ein Abendessen hätten. Wir sind so froh, dass wir früh angefangen haben zu packen und jetzt am Ende tatsächlich Zeit haben für all diese Menschen, die rein schneien und noch mehr Jetzt mit uns haben wollen.

Und noch ein anderes Phänomen das uns gerade sehr glücklich macht: Es trudeln unerwartet E-mails aus aller Welt ein. Da begleiten uns Menschen in Gedanken und gerade jetzt auch mit ein paar Zeilen – von denen hören wir wochen- und monatelang nichts und sie erinnern sich, dass wir jetzt gehen. Wir staunen, wer da so mit uns gedanklich unterwegs ist und freuen uns total, dass mit einigen auch bald ein Wiedersehen möglich sein wird.


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Chocolate House Despedida

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Zum Einzug ins Chocolate House gab es ein House Warming und zum Auszug eine Despedida. Mit dem Unterschied, dass uns Haus und Nachbarschaft und Gemeinde so viel vertrauter geworden sind. Mit dabei waren unsere COMUNDO KollegInnen aus Lagawe, Tabuk und Baguio, die SIHM Sisters aus dem Convent beim Museum, Vertreter der Kirchengemeinde und unsere Nachbarschaft. Die Mädels hatten beim Vorbereiten geholfen und wir sind vorab das Szenario gedanklich durchgegangen. Doch kaum hatte sich das erste Dutzend Gäste mal versammelt, lagen Salomes Nerven völlig blank – aber nur für ein paar Minuten und dann hatte sie sich wieder gefangen (tief einatmen und mal ’ne Runde spazieren gehen fürs Abstand gewinnen hat geholfen).

Die SIHM Sisters (lustigerweise nach fast fünf Jahren und wiederholtem Reshuffle wieder die gleiche Besetzung wie damals mit Sr. Marcella und Sr. Monique) hatten ein kleines Gebet vorbereitet inklusive einem Teil: Zu diesem Lied könnt ihr die Familie umarmen. Zu lustig – sowas klappt gut im Familienkreis – aber auch nach 5 Jahren sind wir unseren Nachbarn nun nicht so vertraut, dass wir uns jetzt in die Arme fallen würden: Also erstmal etwas Irritation und dann waren da ja noch die Kinder, die sie ja gerne mal an sich drücken.

Ansonsten gab es voll nette Gespräche, mit Margret unserer Ilokano Lehrerin, mit Fr. Joe dem ehemaligen Administrator, mit Richard dem früheren Vikariats-Fahrer, mit Lester und Carla vom Habi-Collective, mit der COMUNDO Familie…

Überrascht waren wir von drei NachbarInnen, die sich sonst so auch nicht treffen und den ganzen Nachmittag noch bei uns im Anbau saßen, um sich auszutauschen. Manchmal ist es gut, eben nicht nur für sich, sondern auch für andere solche Anlässe zu schaffen.

Und zu unserer Überraschung haben unsere Mädels völlig frei (aber wohl bemerkt mehrfach schon angesprochen und rumüberlegt wie und was) ihre Spielsachen verschenkt: Der Christopher soll den Basketball samt Korb bekommen, nach Lagawe gingen Sandförmchen und Hopsepferd, die Nachbarskinder bekamen die anderen outdoor Spielsachen… Ja, wir waren überrascht wie gut das ging.

Ach ja, wer auch mal eine solche Despedida in diesem Kontext planen möchte, sollte diesen Tag früh ansetzen. Wir sind schon seit Wochen damit beschäftigt unsere Vorräte aufzuessen und haben nochmal viel davon zu dem Festtag verkocht. Uns war klar, dass manche Gäste auch etwas für das Buffett mitbringen – aber wir hatten nicht mit diesen Massen gerechnet – gut, dass wir jetzt noch ein paar Tage hatten um die Reste aufzuessen – wohl bemerkt, die Reste vom Rest, denn wir hatten extra Boxen aufgehoben, damit auch ja alle reichlich mit nach Hause bringen können. Und unsere Ilokano- und Kulturlehrerin meinte: Ja, ihr seid hier wirklich voll inkulturiert – ihr habt nicht nur Essen fürs Fest sondern eben auch zum anschließenden Teilen!


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Traumberuf

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Während wir uns mit dem beruflichen Wiedereinstieg beschäftigen, überlegen auch die Mädels was sie denn werden wollen. Auf dem Weg vom Teng-Ab nach Hause kam ihnen die Idee, sie könnten ja Geologen werden, weil es so schöne bunte Steine gibt. Zu Hause haben wir uns über die Berufe von unseren Freunden und Bekannten unterhalten und Salome meinte dann doch wieder, dass sie vielleicht lieber Meeresbiologin wird, dann kann sie den ganzen Tag schnorcheln, so wie Vanessa auf den Malediven. Und Tabea hätte gerne auch so tolle Kleider wie Gabi. Und Debora wundert sich, ob sie nicht auch mal auf dem Trapez wie der Tom turnen kann. Bei den Gesprächen haben wir gemerkt, wie sehr wir uns darauf freuen, bald wieder in Deutschland zu sein und an alte Bekanntschaften oder Freundschaften wieder anzuknüpfen…