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Kindersegnung mit Huhn

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Viele Menschen begrüßen den Rafael: unsere Kolleginnen, die Priester, Ehrenamtliche in Bontoc und unsere Nachbarn. Und viele zeichnen ein Kreuz als Zeichen des Segens auf seine Stirn. Am Sonntag waren wir zur Fiesta in Kilong und die alte Katechetin hat dafür gesorgt, dass Christian mit Rafael einen Platz im schattigen Dap-ay (Feuerstelle mit Steinkreis) bekommt. Es gab ein paar nette und wie so oft wortkarge Begegnungen. Als wir dann zum Mittagesssen ins Pfarrhaus eingeladen wurden, fragte Christian noch, ob ein alter Mann denn auch den Rafael segnen wolle. „Ähm – wie segnen – das geht in Kilong nur mit Huhn – den Segen ohne Huhn gibts beim Pfarrer“ (zur Begrüßung eines Kindes wird traditionell mindestens ein Huhn rituell geschlachtet). Also das hatte Christian natürlich nicht zur Fiesta ins Dap-Ay mitgenommen. So hatten wir dann anschließend ein nettes Beieinandersein im Pfarrhaus mit Magda, unserem Kollegen Santos und Fr. Den – und eben Geschichten wie die Alten in den Gemeinden so ticken…

 


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home office

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Unser Home Office wurde nun endgültig von Baguio nach Bontoc verlegt. D.h. wir sind wieder im Büro im Teng-Ab anzutreffen. Wir waren ja zunächst skeptisch, ob wir mit den drei Mädels und dem Rafael überhaupt irgendetwas fürs Büro gemacht bekommen. Und das ging aber phasenweise erstaunlich gut und so sind wir zurück mit einem gedruckten Groß-Plakat, einem Marketing-Flyer, ein paar bestätigten Worshops, einer 2/3 fertigen Modulreihe inkl. Trainingsteil, etwas Korrespondenz zwischendrin und noch ein paar anderen Kleinigkeiten. Wohlgemerkt alles immer in Absprache mit Magda – und das bemerkenswerterweise trotz aller Kommunikationswidrigkeiten, die wir hier so haben. Also die Absprache über Distanz zwischen zwei Büros klappt doch – wenn man nur will…

Neben der Pflicht gab es noch die Kür mit der SIHM Gemeinschaft: Einer gecoachten Sister zur Arbeit mit Jungen Erwachsenen inkl. weiter geleiteten Veranstaltung und einer geplanten Wochenendveranstaltung. Dann ein Informationsaustausch zum internationalem Fundraising mit der Generaloberin und mal wieder etwas Hintergrundarbeit zu einer Fachkraft-Anfrage (da dürfte Christian mittlerweile entweder einen Orden bekommen oder Schmerzensgeld – zumindest macht ihm so schnell keiner was vor in Sachen Grundlagenarbeit in der personellen Entwicklungszusammenarbeit). Oben drauf haben wir noch unzählige Schwestern im Krankenhaus besucht – das gehört hier zur Beziehungsarbeit mit Kolleginnen im weiteren Sinne. Und weil wir uns das Auto der Schwestern für unsere Heimfahrt ausgeliehen haben, fährt Christian kommende Woche eine in die Jahre gekommene Schwester samt ihrer Siebensachen von Bontoc zu ihrem zukünftigen Altersruhesitz nach Tuding…

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Während wir unser Home Office von Baguio zurück nach Bontoc verlegt haben, haben die Mädels sich von ihrer Musikschule verabschiedet. Salome hat ein bisschen Piano gelernt und Tabea Gitarre – quasi als Schulersatz für die Zeit ihrer Abwesenheit in Bontoc. Jetzt kehrt aber auch für sie wieder Schulalltag ein – zumindest für die nächsten Wochen. Denn Ende März endet hier das Schuljahr mit Abschlussveranstaltungen und Prüfungen. Mal schauen, wie wir sie weiterhin in Sachen Lernen unterstützen können. Wenn wir etwas gelernt haben, dann folgendes: Home Office ist leichter zu organisieren als home schooling. Und doch merken wir, dass das Thema home schooling gerade für das kommende Schuljahr wohl unsere Herausforderung sein wird…


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Happy Chinese New Year

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Mit einem Gockel beginnt das Chinesische Neujahr! Alles Gute und viel Segen all denen, die dieses Fest feiern!

Zur Feier des Tages wurde heute in Bontoc einer unserer Gockel zum Mittagesen verspeist. Dieses Prachtexemplar darf allerdings weiterhin unserer Henne Gesellschaft leisten. Dran glauben musste der erste Hungrige, von den drei freilaufenden Gockeln. Tja, nicht immer gilt: The early bird catches the worm! Manchmal muss man ordentlich Federn lassen, wenn man unbedingt der Erste sein will…

Christian hat den Gockel zu einem Suppenhuhn verarbeitet – ganz ohne rituelle Schlachtung – die Kids hatten somit mal wieder Naturwissenschaften und Hauswirtschaftkunde als Sonntags-Exkurs daheim. Sie haben was erlebt, haben was dazu gelernt, aber wieder kein Plus auf dem Zeugnis… Wie dumm, dass in sience nie das abgefragt wird, was gerade gelernt wurde – ein Curriculum in der Schule hat definitiv seine Grenzen (neben all seinen dienlichen Aspekten, die wir auch aus Lehrerperspektive kennen…). Ja, Erfahrungslernen ist unser Thema: in der Familie und in der Arbeit. Nicola arbeitet gerade an alternativen Modulen zu konventionellen Trainings in Richtung Erfahrungslernen – nicht nur mit Kindern sondern eben mit Eltern bzw. der Ausbildung von (Beg-)Leitern solcher Einheiten. Das hat sich Magda so gedacht, weil sie das Kinderpastoralprogramm interaktiver und partizipativer an der Basis sehen will.

In Sachen Chinese New Year macht Nicola derweilen in Baguio ganz andere Erfahrungen. Eine Parade mit chinesischer Farbenpracht! Und an vielen Orten chinesisches Essen – sogar die Schwestern bereiten Tokoy (lila Reiskuchen) zu… Da merkt man erst, wie nah die Philippinen an China liegen und wie viele Chinesen (oft business Leute) hier leben und ihre Traditionen feiern.


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networking HEAL

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Die Medical Mission Sistern in HEAL haben Bischof Val und eine kleine Delegation aus Bontoc-Lagawe willkommen geheißen. Es war nur ein kleiner Zwischenstop, aber Bischof fand den ersten Eindruck überzeugend und plant die Hauswirtschaftskräfte aus LayForce und Ibulao dort schulen zu lassen. Geplant ist eine Woche im Juli und dann werden Ideen und Ansätze von HEAL in der Mountain Province und Ifugao beispielhaft umgesetzt. Wir sind gespannt und würden dort auch noch gerne in Naturheilkunde unsere Kinderpastoral-Teams ausbilden lassen. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Teil vom Networking ist es, dass Christian den Bischof mit untersützenden Partnern in den Philippinen in Kontakt bringt. Mal sehen wie diese Geschichte weiter geschrieben wird – wir sind zuversichtlich, aber kennen auch die Trägheit und die schier unendlichen Entfernungen zwischen Orten und Menschen. Bischof hat mit den Schwestern um Segen zum Abschied gebeten – es liegt an jedem, zum Segen für andere zu werden…

>>HEAL a place of hope, a chance to be reconnected with Mother Earth. The Haven for Ecological and Alternative Living is a direct response to the challenge posed by the ecological crisis.<<


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networking PREDA

06.22.2016networkingPREDA

Eine von Christians Hauptaufgaben ist es, neue Netzwerke zwischen dem Vikariat und lokalen Partnern herzustellen: Fr. Shay Cullen von PREDA und Bischof Val. Dank MISSIO München kam es zu dieser Begegnung. Das Vikariat hat PREDA um Unterstützung beim Export von Kaffee und Webereien für den MISSIO shop gebeten. Und nicht nur über Social Entrepreneurship haben sich Bischof und Fr. Shay ausgetauscht. Es ging auch viel um Social Responsibility mit den unterschiedlichen Unterstützern auf nationaler und internationaler Ebene. Damit aber das Netzwerk und die Ideen nicht nur im Bischof angelegt sind, hat er sich zwei weitere Begleiter aus dem Vikariat gewählt: Manang Jovita (unsere Kaffee-Expertin) und Kuya Bal (LayForce manager). Wir sind gespannt wie die Eindrücke im Vikariat verdaut werden. Aber Bischof war klar beim Abschied: hier war ich nicht zum letzten Mal!


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EM vs NBA

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Nach dem WM Kommentar von Tabea „Oh, der Papa hat einen Fernseher organisiert, jetzt können wir Basketball schauen“ – hat Christian auch in diesem Jahr sicher gestellt, dass wir einen Fernseher haben, um die EM verfolgen zu können. Wobei sich nicht die Frage stellt: Spielt jetzt Belgien vs Irland? Uns beschäftigt eher: Was wird übertragen? Es heißt also: EM vs NBA – wobei die Frage stellen nur wir uns in den Philippinen, alle anderen Philippinos erwarten schlicht Basketball zur besten Sendezeit und alles andere wird zu unmöglichen Zeiten oder eben gar nicht übertragen.

Das besagte Spiel: Belgien vs Irland konnten wir dann am Sonntag morgen nach dem Frühstück schauen und die Mädels sparen auch dieses Jahr nicht an denkwürdigen Kommentaren:

Die Roten gehen jetzt mal weg, damit die Weißen auch ein Tor schießen können. Die sind ja schon ganz traurig.“ Tabea (Irland gegen Belgien und Torstand 0:2)

Die hat sich lustig angezogen, aber die sieht gar nicht so lustig aus“ Salome (über irischen Fan in Vollkostümierung gegen Spielende)

Wieso zeigen die immer die Tasse?“ Salome (cup = Tasse, aber besser wohl Pokal)


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PREDA

05.28.2016PREDA.JPGDie getrockneten Mangostreifen von PREDA kennen viele. Weltladen-Kunden kennen dann auch noch die Mangoäffchen (Gummibärchen) oder Apfel-Mango-Saft. Alles aus philippinischen Mangos, die über DWP bio und fair auf den deutschen Markt gebracht werden. Der Anbau und die Vermarktung von Mangos ist ein wichtiges Standbein von PREDA – nicht nur in finanzieller sondern auch in ökologischer Hinsicht, um beispielsweise den Aeta in Zambales ein nachhaltiges und faires Einkommen zu verschaffen.

PREDA ist in den Philippinen vor allem für ihre Engagement für Kinder- und Frauen-Rechte bekannt.

Wir waren zwei Tage zu Gast bei PREDA und haben um Rat gebeten: Wie kann das Vikariat seine fair trade Produkte für den Monat der Weltmission in den MISSIO-Shop nach München befördern? Und die Antwort kam prompt: Kein Problem PREDA unterstützt das Vikariat – und wäre auch an einer nachhaltigen Partnschaft interessiert.

Bischof Val war begeistern von der Rückmeldung und wird im Juni zusammen mit Christian PREDA aufsuchen und die Details verhandeln – wir sind gespannt was sich da weiter entwickelt…

Nur damit keine Illusionen entstehen: Schnell geht das mal eben nicht, schon allein deshalb, weil da noch ganz viel anderes oben auf liegt (vor allem der Bischof hat viel zu viele Baustellen und viel zu wenig Personal) und es wird uns Zeit kosten, weil zwischen PREDA und dem Vikariat mal locker 10 Stunden Fahrzeit liegen (mit Privat-Fahrzeug wohlgemerkt – wir sind die Strecke mit öffentlichem Nahverkehr in zwei Tagen mit Zwischenübernachtung gefahren – aber das ist alles noch auf der Insel Nord-Luzon, die Entfernungen besser gesagt die Fahrzeiten sind unglaublich…).