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Happy Chinese New Year

01-28-17chinesenewyear

Mit einem Gockel beginnt das Chinesische Neujahr! Alles Gute und viel Segen all denen, die dieses Fest feiern!

Zur Feier des Tages wurde heute in Bontoc einer unserer Gockel zum Mittagesen verspeist. Dieses Prachtexemplar darf allerdings weiterhin unserer Henne Gesellschaft leisten. Dran glauben musste der erste Hungrige, von den drei freilaufenden Gockeln. Tja, nicht immer gilt: The early bird catches the worm! Manchmal muss man ordentlich Federn lassen, wenn man unbedingt der Erste sein will…

Christian hat den Gockel zu einem Suppenhuhn verarbeitet – ganz ohne rituelle Schlachtung – die Kids hatten somit mal wieder Naturwissenschaften und Hauswirtschaftkunde als Sonntags-Exkurs daheim. Sie haben was erlebt, haben was dazu gelernt, aber wieder kein Plus auf dem Zeugnis… Wie dumm, dass in sience nie das abgefragt wird, was gerade gelernt wurde – ein Curriculum in der Schule hat definitiv seine Grenzen (neben all seinen dienlichen Aspekten, die wir auch aus Lehrerperspektive kennen…). Ja, Erfahrungslernen ist unser Thema: in der Familie und in der Arbeit. Nicola arbeitet gerade an alternativen Modulen zu konventionellen Trainings in Richtung Erfahrungslernen – nicht nur mit Kindern sondern eben mit Eltern bzw. der Ausbildung von (Beg-)Leitern solcher Einheiten. Das hat sich Magda so gedacht, weil sie das Kinderpastoralprogramm interaktiver und partizipativer an der Basis sehen will.

In Sachen Chinese New Year macht Nicola derweilen in Baguio ganz andere Erfahrungen. Eine Parade mit chinesischer Farbenpracht! Und an vielen Orten chinesisches Essen – sogar die Schwestern bereiten Tokoy (lila Reiskuchen) zu… Da merkt man erst, wie nah die Philippinen an China liegen und wie viele Chinesen (oft business Leute) hier leben und ihre Traditionen feiern.


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[SAIDI]

12.21.2015SAIDI

Es gibt da noch einige Erinnerungsfotos von Nicolas Fortbildung im South Asian Interdisciplinary Development Institute. Die Fortbildung zu positiver Organisationsentwicklung wirkt in viele der geplanten Familienpastoral-Trainingseinheiten hinein und vielleicht gibt es nochmal eine SAIDI-Zugabe. Statt langer Analysen für Projekte finden wir gerade beim Aufbau von Freiwilligengruppen den Ansatz von Appreciative Inquiry viel schneller und zielführender – die Veränderung in den Menschen wirkt auf besondere Weise auf das Engagement vor Ort. Vielleicht auch deshalb, weil der Ansatz viel eher der asiatischen Kultur von Erzählen, Verbinden und Wertschätzen entspricht.


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[Year of the Family]

12.16.2015YearoftheFamily

Beim Aufräumen ist uns dieses Bild noch mal in die Hände gefallen. Es liegt noch gar nicht so lange zurück: Zum neuen Kirchenjahr wurde das „Jahr der Familie“ gefeiert. Und deshalb sind und bleiben wir auch noch ein Weilchen hier in Bontoc – siehe auch Rundbrief_11_Druck.

Nicola hat vor den Delegierten aller Gemeinden das nationale Logo zum Jahr der Familie erläutert (das Logo ist hier auf dem Bild nicht zu sehen). Und im Schlepptau waren unsere drei Mädels und ihre zwei Freundinnen aus der Nachbarschaft.


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Hausapotheke

11.17.2015hausapothekeEs sieht vielleicht nicht so aus – aber das Bontoc General Hospital sehen wir tatsächlich als erweiterten Bestandteil unserer Hausapotheke.

Wir wollen nicht gleich aus einer Mücke einen Elefanten machen – aber Tatsache ist, dass hier Mückenstiche immer mal wieder unglaubliche Dimensionen annehmen können. Tabea und Nicola führen mit deutlichem Abstand die Liste der Mückenstiche an. Und dementsprechend sieht es auch in unserer Hausapotheke aus:

Hoher Verschleiß von Insektenspray, gefolgt von Salben gegen den Juckreiz oder zur Wundheilung, meterweise Pflaster (zum Abdecken von entzündeten Stellen) plus Unmengen an Desinfektionsmittel.

Eine entsprechende Hausapotheke haben wir vor drei Jahren über die Tropenmedizinier der AGEH erhalten. Damals haben wir uns über die Fülle des Inhaltes unserer Hausapotheke gewundert – heute können wir sagen: Da haben wir schon ganz gut was aufgebraucht.

Denn das schlaue Beilegeheftchen weiß: „Die häufigsten Hautprobleme sind infizierte Insektenstiche…. Begünstigt werden diese Infektionen durch feuchtwarmes Klima…“ Und weil so eine kleine Standardausstattung da schnell mal an ihre Grenzen kommt, wird dann auch die erweiterte Hausapotheke beansprucht. In der Regel suchen wir dann „kurz“ das Krankenhaus auf: Mit einem kleinen Pappkärtchen mit Patientennummer bei der ambulaten Aufnahmestelle anstellen (30 Minuten), die Krankenakte (Zettelsammelung) in Empfang nehmen und bei der Ambulanz abgeben – wieder warten (30 Minuten), kurz die Daten und Beschwerden angeben, wieder warten (30 Minuten) und dann kurzes Fachgespräch mit dem Arzt: Wie sieht es aus? Entzündet! Welche Medikamente haben Sie noch zu Hause? Penicillin! Brauchen sie sonst noch was gegen Schwerzen? Nein – Danke!

Im besten Fall ist alles nach einer Woche vorbei. Mit etwas Pech landet man nach ein paar Tagen und einer noch fetteren Entzündung mit noch heftigeren Medikamenten wieder im Krankenhaus – und dann kehrt in der Regel wieder Ruhe ein.

Nach drei Jahren können wir zusammen fassen:

Es braucht eine gute Krankenversicherung / Tropen-Reiseberatung / Hausapotheke / Logistik vor Ort. Denn selbst bei aller Vorsorge geraten kleine Mückenstiche immer mal wieder außer Kontrolle und da ist es gut die Hausapotheke etwas weiter denken und einsetzen zu können.

Ach ja: Apotheken gibt es auch in den Philippinen an fast jeder Straßenecke und in jedem Krankenhaus (also keine Panik!), aber es ist tatsächlich gut so ein paar Dinge griffbereit zu haben – sowohl zu Hause wie auch unterwegs!


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Frauen Stärken

03.31.2015FrauenStärkenIm März wurde der internationale Weltfrauentag gefeiert: in Bontoc, in London, in Kampala, in Lubumbashi, in…

Hier in Bontoc ist zu Salome’s Schulabschluss dieses „Frauenfoto“ entstanden. Heute haben wir leider verpasst ein Chocolate-House-Frauen-Foto zu machen, dazu zählen nämlich noch die fünf Mädchen aus dem blue house (2-11Jahre)- in den Ferien tauchen sie bei uns mehrmals täglich auf und dann wandert hier eine Gruppe von mind 8 Mädels die Treppen im und vorm Haus auf und ab…

In der Kirchenzeitung „Der Sonntag“ ist von Nicola ein Beitrag zur Serie „Frauen Stärken“ erschienen. Andere Artikel finden sich unter der Rubrik „Rundbriefe“.

Die BMI hat einen Fokus auf Müttergesundheit.

Und Christian freut sich auf einen Väter-Kinder-Ausflug zum Ostermontag in Kayan – mehr dazu dann später…


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emergency

10.08.2014emergencyFür einen Notfall gibt es in Deutschland einen Notfallplan – beispielsweise so klar und einfach wie bei der Deutschen Bahn dargestellt. Auch hier in den Philippinen erleben wir Notfälle und dafür haben auch wir Vorgehensweisen, Regelungen und Handlungsideen in Plänen gesammelt. So etwas heißt dann Local Security Plan (LSP). Und weil es Mühe macht, einen solchen Plan zu erstellen und auf dem aktuellen Stand zu halten, war für uns die Auseinandersetzung damit recht einprägend und wir wissen was im Notfall zu tun ist.

Ein solcher Notfall ist dann diese Woche eingetreten – Nicola musste schnell ins Krankenhaus. Wir gehen jetzt mal nicht in die Details dazu, aber wer Interesse hat kann persönlich nachfragen. Wir wollen aber unsere Erahrungen mit Notfallsituationen teilen.

Netzwerk: es ist gut das Netzwerk, sprich die Kolleginnen, auch über den eigenen Gesundheitsstand auf dem Laufenden zu halten, dann sind auch sie auf eventuelle Notfälle gefasst und können unterstützen.

Notfallbegleiter: es ist ein Segen als Paar im Einsatz zu sein, weil einer für den anderen die Rahmendaten, Versicherung und Finanzen klären kann. Hier braucht es im Krankenhaus auch jemanden an der Seite, der mit den Schwestern, Ärzten oder der Verwaltung kommunizieren kann. An den Betten gibt es keinen Rufknopf, im Zimmer kein Telefon. Es geht alles über persönlichen Kontakt. Für diese Situation brauchen Allein-Einsatzleistende bzw. Allein-Reisende sicherlich eine Idee und Kontakte, wie sie damit umgehen wollen.

Infrastruktur: wir wissen in welchem Fall wir wie lange wohin brauchen.

Für eine vorausplanende Beratung nehmen wir das Internet und Berater in Deutschland in Anspruch.

Für eine schnelle Beratung nehmen wir das handy und die Notfallnummer der AGEH in Anspruch.

Für eine geplante Untersuchung fahren wir mit dem Bus 5 Stunden nach Baguio oder 12 Sunden nach Manila.

Für einen schnellen Eingriff gehen wir in 10 Minuten runter ins Krankenhaus und weisen uns dort ambulant oder eben stationär ein.

Unser Krankenhaus ist sehr einfach – manche Einrichtungsgegenstände hätten woanders eher einen Museumscharakter. Das macht die Entscheidung, schnell mal ins Krankenhaus zu gehen, nicht leichter und der Gedanke „Muss das jetzt wirklich sein?“ ist sehr stark. Auch uns fällt es manchmal schwer, das einfache Krankenhaus im Notfall anzunehmen, aber wir vertrauen den Ärzten und Schwestern, dass sie alles in ihre Macht stehende tun. Und sie tun es gewissenhaft und ordentlich unter einfachsten Gegebenheiten – das ist zumindest mal unsere Erfahrung.

Blutgruppe: es ist gut, wenn man seine Blutgruppe im besagten LSP hat, noch besser wenn man sie auch im Geldbeutel / in der Tasche mit dabei hat (im Notfall fällt sie einem schlicht nicht ein – und die Labore hier arbeiten nicht rund um die Uhr, dass man die auf die Schnelle mal ermittelt bekommt)

Kinder: Gäste sind ein Segen, vor allem wenn sie im Haus untergebracht sind und dann einfach die Kinder hüten, wenn man verhindert ist. Im Alltag sind mehrere Vertrauenspersonen wichtig, die schnell erreichbar sind und die Kinder zu jeder Tages- und Nachtzeit übernehmen.

Versicherung: wir sind der AGEH dankbar für die super Versicherung, die sie für uns abgeschlossen hat. Es ist eine 24 Stunden Nummer, wo erfahrene Menschen am anderen Ende der Leitung sitzen. Sie tun ihnen alles Mögliche, um mit dem Krankenhaus in Kontakt zu treten: versuchen es über Telefon- und Fax-Nummern oder E-mail. Aber unser kleines Krankenhaus in Bontoc ist am Besten persönlich zu kontaktieren. Also haben wir unser handy hin und her getragen, um Menschen ins Gespräch zu bringen. Und weil sie sonst nie mit internationalen Versicherungen zu tun haben, sind wir dann so verblieben, dass wir die Rechnung erstmal bar bezahlen. Damit man mal eine Größenordnung hat: eine Nacht im Privatzimmer inkl. aller Arzt- und Behandlungskosten beträgt etwa 125 Euro oder 8.000 Peso (das ist ein Montatslohn unserer Kollegin). Also genügend Bargeld bzw. die Geldkarte mitnehmen!

Beratung: die Ärzte und Schwestern sprechen in den kleinen Krankenhäusern vor allem ihre Muttersprache mit den Patienten und gelegentlich eben englisch mit Menschen wie uns, welche die Lokalsprache (gerade wenn es um Gesundheitsfragen geht) nicht ausreichend beherrschen. Da fällt dann die Beratung entsprechend knapp aus. Über unsere Versicherung rufen uns automatisch Fachärzte aus Deutschland an, die uns in unserer Muttersprache beratend und aufklärend zur Seite stehen. Das ist der beste Service überhaupt, weil wir dadurch erst die Notwendigkeit der verschiedenen Medikamente und deren Nebenwirkungen verstanden haben.

Information: im Notfall sind wir erstmal mit uns beschäftigt und es tut uns leid, wenn Menschen, die uns sehr nahe stehen auch über die Ereignisse der letzten Tage auf diesem Weg davon erfahren. Jetzt haben wir aber wieder die Zeit und den Kopf frei, um mehr via skype zu erzählen….

Fazit: auch wir müssen hier mit Notfällen einen Umgang finden. Es ist gut mit Vertrauenspersonen vor Ort im Austausch zu stehen, begleitet zu sein und Unterstützung zu bekommen. Wichtig ist eine gute Versicherung, die alle Kosten deckt und darüber hinaus beraten kann.

Ach ja, Nicola geht es gesundheitlich wieder gut und wir hoffen, dass wir erstmal von weiteren Notfällen verschont bleiben.