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letzte tour

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Die Tage in klapprigen Fahrzeugen sind nun auch so langsam gezählt. Vergangenes Wochenende ging es nach Hingyon; dieses Wochenede nochmal nach Mainit. Und dann schließen wir das Kapitel der vielen Schrottlauben, die hier noch fahren und es nie durch einen deutschen TÜV schaffen würden. Unvergesslich die Tour mit dem Safari nach Paracelis, wo wir mit einem 4wdrive gestartet sind und ohne zurück kamen. Mit dem gleichen Auto (soll erst 27 Jahre alt sein) ging es letzte Woche genau vom Teng-Ab zum Chocolate House und bis in die Gemeinde unten in die Stadt. Dort haben wir erstmal den Mechaniker gerufen, der das gute Stücke wieder ins Teng-ab gefahren und durch gecheckt hat, nur um bei der Testfahrt festzustellen, dass es noch immer kaputt ist. Auch eine zweite Runde Checkup hat nix verbessert. Also sind wir mit einem fahrtüchtigen L300 (Kleinbus) los; der wurde vor 16 Jahren gebraucht gekauft und so sieht der auch aus: an zig Stellen durchgerostet und übermalt und Sitze ersetzt und dran geschweißt und überhaupt ist es jedesmal fast ein Wunder, wenn wir mit einem Fahrzeug hier los und auch wieder zurück kommen…

Die einzigen die wirklich Freude an diesen schaukeligen Touren haben, das sind die Kinder. Das Thema Kindersitze wird sie dann in Deutschland eiskalt erwischen und den Rafael werden wir vermutlich besser auf einen Traktor schnallen, der ihn entsprechend herumschaukelt – dabei schläft er ganz großartig…

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mabait

 

06.11.2017VierMonate.JPGRafael wurde in den letzten vier Monaten immer wieder als mabait (gutmütig) beschrieben – und wir hoffen sehr, dass ihm das bleibt. Er lässt sich von seinen Schwestern herumtragen und freut sich total, wenn sie sich zu ihm auf den Boden setzen oder auch nur mal zum Kuscheln vorbei kommen, weil sie untereinander Zickenalarm haben… Und am liebsten lässt er sich auf der Veranda herumtragen, wenn auch die Nachbarskinder herumspringen. Da gibt es viel zu sehen und viel Gekreische, in das er auch schon einstimmen kann…


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Behördengänge

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Die Bürokratie verlangt uns manchmal schon besondere Schritte ab… Rafael brauchte in seinem neuen Reisepass noch ein gültiges Visum und dafür musste er bei der Einwanderungsbehörde in Baguio persönlich vorstellig werden. Also sind wir zum Bus in Bontoc, der aber nicht fuhr. Dann aber fuhr ein Van, allerdings genau bis zur Treppe an dieser Hängebrücke. Danach sind wir an einem Dorf vorbei spaziert und an ein paar Reisfeldern vorbei und dann über die andere Hängebrücke wieder zur Straße rauf und in einen der dort wartenden Busse weiter nach Baguio. Somit sind wir also die Brückenbauarbeiten zwischen Sabangan und Bontoc „umgangen“. Auf dem Rückweg war das Flussbett wieder für Busse befahrbar – zumindest vorübergehend und wohl auch nur bis zum nächsten stärkeren Regen. Und die Mädels tragen solche Touren mit Fassung und laufen schlichtweg mit…

06.05.2017Behördenfahrt.JPGBehördengänge werden wohl in Deutschland für uns weniger abenteuerlich und zeitraubend sein, aber wir sind auch schon gespannt, was uns dann dort erwartet… Und nur um die Geschichte von oben noch abzurunden: Also die Geburtsurkunden – Reisepass – Visaantrags-Geschichte ist auch nach vier Monaten noch nicht zu Ende. Rafaels Visum muss nochmal im Juni verlängert werden und zwar bis zum 11. und dann muss er eine weitere Ausreisegebühr zahlen und zwar frühestens erst ab dem 17. und somit machen wir diese Tour in einer kleineren Besetzung wohl noch zwei Mal, bevor wir dann ganz ausreisen werden…

Ach ja und für Insider: Die Brücke in Sabangan kennen wir ja noch im „alten“ Zustand bis sie vor ein paar Jahren abgerissen wurde, um eine Neue zu bauen – diese wird auch noch immer gebaut, weil der Bauunternehmer sich mit diesem Projekt wohl etwas verhoben hat. Deshalb gab es eine vorübergehende Konstruktion, die bei einem Starkregen erst den mittleren tragenden Pfeiler verloren hat; der Taifun Lawin hat dann letzten Herbst das ganze Gerüst mitgerissen. Dann ist mal unser Gepäck auf einem Floss über den Fluss und wir über Bambusbrücken und dann wurde der Fluss mit Durchlaufrohren und Aufschüttungen für Fahrzeuge befahrbar gemacht, zumindest jeweils für ein paar Tage. Und diese Endlosgeschichte scheint vor allem die Lokalzeitung mit Bildmaterial zuverlässig und wöchentlich zu füllen. Was wir gelernt haben: Es gibt da trotzdem immer einen Weg und der tut sich erst auf, wenn man davor steht…


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Kinderprogramm

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Was machen eigentlich unsere Kinder während eines Trainings? Also für die gibt es kein Programm, das machen die sich selber. Während wir also letztes Wochenende Training für Ehrenamtliche im Kinderpastoralprogramm hatten, sind diese Bilder entstanden. Oben ist Grace zu sehen; sie war früher unser Kindermädchen, bis sie eine Fortbildung zur Katechetin gemacht hat. Jetzt ist sie unsere Praktikantin im Familienpastoralteam. Und sie versteht es während unserer Trainings die Pausen mit Kinderprogramm zu füllen und nebenbei Kontakte zu den Ehrenamtlichen zu knüpfen.05.27.2017PCCtraining7.JPG

Wir hatten Seifen in Tabuk bei dem Projekt unserer COMUNDO Kollegin Laura gekauft und die Seifen sollten unseren Ehrenamtliche Lust auf das Training im Juli machen: PCC Assembly und handgemachte Seife als einkommenschaffende Maßnahme. Und weil unsere Trainings selten theoretisch sondern eher praktisch angelegt sind, kam Seife auch gleich mal zum Einsatz. Der Rafael war ganz begeistert von der Abkühlung, denn Paracelis ist wirklich heiß. Und die Ehrenamtlichen waren begeistert von Rafael und der anschaulichen Einheit zu Babyhygiene…

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Ansonsten ist Rafael entspannt mit dabei und hängt ab – entweder in Hängematten oder auf irgendeinem Arm von uns, unseren Kolleginnen oder Ehrenamtlichen…

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Auch Debora organisiert sich selbständig zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten und mit den unterschiedlichen Menschen die so unterwegs sind.

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Ein Spielzimmer gibt es nicht, kein mitgebrachtes Spielzeug und schlechtes Wetter hat es auch nie. Es ist immer Platz zum Spielen und unter so einem Regenschirm macht es auch Spaß gemeinsam unterwegs zu sein. In Flipflops läuft das Wasser immer gut ab und die Klamotten trocknen ruck zuck in Paracelis – dort ist es immer viel zu heiß… Vielleicht ist das dann auch schon die Vorfreude auf…

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… (ohne Worte)

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Salome hat im Kräutergarten Malungay entdeckt, der als Wundermittel gegen Mangelernährung eingesetzt wird. Das weiß sie, weil sie den Sternsinger-Film von Willi Weitzel und der Pastoral da Crianca in Zambales gesehen hat. Und der hat eben von Ernährungsprogrammen in den Philippinen berichtet, wo Malungay immer wieder erwähnt wird… Das ist übrigens nicht nur gesund sondern schmeckt auch im Reis!

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Und ansonsten haben unsere Kinder nach so einem Arbeitswochenende jede Menge neuer Freunde, die sie nicht alle beim Namen kennen, aber eine Erinnerung bleibt: Wir haben zusammen gespielt, etwas geteilt, gemeinsam gegessen, zusammen gesungen, etwas aus den Blättern vom Mangobaum gefaltet…

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statt Rundbrief

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Dieses Frühjahr gibt es keinen Rundbrief von uns. Wir haben so viele nette Grüße aus aller Welt zur Geburt von Rafael bekommen, dass wir beschlossen haben, allen ein paar persönliche Zeilen und Bilder zu schicken. Das wird uns vermutlich die nächste Zeit beschäftigen (also Geduld bitte!), aber wir sehen es auch schon als Einstimmung auf unseren nächsten Lebensabschnitt. Die Mädels freuen sich schon auf vertraute und neue Freunde in Deutschland, England, Österreich, Kosovo, Schweiz… und weil die Mädels auch in den Ferien ein bisschen Deutsch und Englisch üben, wollen sie Geburtstags-Grüße schreiben (dazu fehlen uns leider eine nicht unerhebliche Zahl an Geburtstagen im Kalender – ähm, da waren wir Eltern wohl etwas schlampig im Festhalten der Daten….). Also wer Teil dieses Ferienprogramms sein möchte, sollte uns vorsichtshalber nochmal mit entsprechenden Daten versorgen.

Das Bild oben ist vergangene Woche in Lubuagan, Kalinga entstanden.

Auch wenn es keinen Rundbrief gibt, schreiben wir hier auf dem blog weiter und es sind ja noch zahlreiche Rundbriefe abgespeichert, die gerne nochmal gelesen werden dürfen…


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Kindersegnung mit Huhn

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Viele Menschen begrüßen den Rafael: unsere Kolleginnen, die Priester, Ehrenamtliche in Bontoc und unsere Nachbarn. Und viele zeichnen ein Kreuz als Zeichen des Segens auf seine Stirn. Am Sonntag waren wir zur Fiesta in Kilong und die alte Katechetin hat dafür gesorgt, dass Christian mit Rafael einen Platz im schattigen Dap-ay (Feuerstelle mit Steinkreis) bekommt. Es gab ein paar nette und wie so oft wortkarge Begegnungen. Als wir dann zum Mittagesssen ins Pfarrhaus eingeladen wurden, fragte Christian noch, ob ein alter Mann denn auch den Rafael segnen wolle. „Ähm – wie segnen – das geht in Kilong nur mit Huhn – den Segen ohne Huhn gibts beim Pfarrer“ (zur Begrüßung eines Kindes wird traditionell mindestens ein Huhn rituell geschlachtet). Also das hatte Christian natürlich nicht zur Fiesta ins Dap-Ay mitgenommen. So hatten wir dann anschließend ein nettes Beieinandersein im Pfarrhaus mit Magda, unserem Kollegen Santos und Fr. Den – und eben Geschichten wie die Alten in den Gemeinden so ticken…