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Ein Jahr Kinderpastoralprogramm

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Das Kinderpastoralprogramm läuft nun seit einem guten Jahr und wir haben zur Feier des Tages mit den Ehrenamtichen und Vertreten von nationaler Ebene gefeiert. Es gab auch allen Grund, denn mehr als 50 Ehrenamtliche sind nun mit dabei und sie besuchen monatlich fast 400 Familien. Es waren auch Interessierte aus anderen Gemeinden mit dabei und wir werden sehen wie und wo sich das Programm weiter ausbauen lässt.

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Es ist großartig, dass nicht wir den Redeanteil bei einer solchen Veranstaltung haben. Die Ehrenamtlichen haben sich gegenseitig informiert, wie beispielsweise so eine Celebration of Life abläuft.

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Und weil wir als Familie mit dabei waren, durften die Ehrenamtlichen auch gleich mal mit uns einen Hausbesuch üben – und die Entwicklungsstufen unserer Kinder prüfen. Das war vor allem auch lustig – und für uns interessant zu sehen, wie wenig die Ehrenamtlichen davon wissen. Die meisten haben ihre Kinder erzogen und teilweise auch noch ihre Enkel, aber sie tun sich schwer beispielsweise das unterschiedliche Verhalten von Kindern entspannt einzuordnen. Das war definitiv erst der Anfang in Sachen Entwicklungsstufen von Kindern…

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Auch das Ausgleichen von Kinderrechten und Pflichten von Kindern war ein interessanter Zugang. Manchmal hören wir Kommentare, wenn wir Kinderrechte ins Spiel bringen wie „Ja, heute dürfen Kinder alles…“ Und wir versuchen immer wieder zu erklären, dass es sich da um ein Missverständnis von Kinderrechten handelt. Es geht nicht darum alles zu erlauben, aber eben Kindern Räume und Zugänge zu ermöglichen – und sie eben zu ermutigen auch ihren Teil beizutragen, geschützt und eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten…

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Ein high light war sicherlich das soap making. Aus der grünen Masse (Basis war ein Kräuterblätter-Sud) wurde über Nacht helle Seife und die Ehrenamtlichen aus Butigue wollen unbedingt selber Seife aus ihren vielen Kokosnüssen herstellen. Wir sind ja mal gespannt auf die erste Bontoc-Lagawe Seife!

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Mit Interesse waren die Ehrenamtlichen auch dabei, als ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel hergestellt wurde: Mehl von Soja und Reis und Mung-Bohnen und…. und wir dürfen gespannt sein, welche Gruppe sich für dieses Projekt begeistern lässt. Die Zutaten gibt es alle lokal, es ist nur die Frage wer sich dessen annimmt…

Für uns war es ein besonderes Wochenende, weil wir uns von den vielen Freiwilligen, die wir im vergangenen Jahr organisiert, ausgebildet und begleitet haben, nun verabschieden mussten. Es ist aber auch schön zu sehen, dass es dort weiter geht – mit Unterstützung vom Nationalbüro. Magda würde gerne das Programm auf alle Gemeinden ausdehnen, aber das funktioniert nur, wenn sich Ehrenamtliche organisieren und ausbilden lassen. So weit sind noch nicht alle Gemeinden – aber sie bleibt da dran und schafft auch nur eine Gemeinde nach der anderen – weil es mega begleitintensiv ist…

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Nachtschicht

03.15.2016Nachtschicht1.JPGWir schätzen es sehr, dass wir dort arbeiten dürfen, wo andere Urlaub machen. Wie letztes Wochenende in Aguid, einem der Bergdörfer nahe Sagada (der Touristenhochburg in der Cordillera). Allerdings gibt es neben der Sonnenseite auch die Nachtschicht.

03.15.2016Nachtschicht2Die Familien in den kleinen Gemeinden beherbergen uns in der Regel bei sich im Haus. Und die Verpflegung erfolgt in unterschiedlichen Familien. So waren wir zum Abendessen eingeladen und dafür ging es quer durchs Dorf in die Reisterassen.

03.15.2016Nachtschicht3.JPGUnd weil zu einem Essen auch der Austausch gehört ging, es erst nach Einbruch der Nacht zu einer Abendeinheit in einer anderen Familie – also wieder quer durch die Reisfelder zurück und nochmal quer durchs Dorf. Und wir sind ganz schön froh, dass unsere Mädels so gut auf den schmalen Pfaden unterwegs sind.

03.15.2016Nachtschicht4.JPGEs war fast schon vorhersehbar, dass die zwei Kleinen schlapp machen. Und so haben uns die Familien noch Begleiter für den Rücktransport der Materialtaschen mitgeschickt. Und am nächsten Morgen ging es für eine weitere Einheit in die Kapelle. Diesmal mit mehr Beteiligung von Kindern; aber zahlreiche Eltern fehlten.

03.15.2016Nachtschicht5.JPGWenn wir an unsere Familienveranstaltungen Bedingungen knüpfen würden, käme es nie zu einer: Denn entweder sind (Groß)Eltern da oder Kinder oder die Zahlen schwanken von einer Handvoll bis raumfüllend. Die Devise ist: Arbeiten mit denen, die anwesend sind und darauf vertrauen, dass sich dadurch etwas verändert. Nicht von heute auf morgen aber mit der Zeit.03.15.2016Nachtschicht6.JPG

Und dann werden wir auch nicht mit leerem Bauch nach Hause geschickt, also wieder zum Mittagessen quer durchs Dorf und runter in die Reisfelder. Die Familie hat mit der Gemeinde ein Ritual zum Schutz des Hauses gefeiert und deshalb ein Schwein geschlachtet. Und die Mädels staunten nicht schlecht, dass es so viel Reis gab wie ihre „Badewanne“ fassen kann (Plastik-Wannen sind hier wahre Allzweck-Wannen).

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Wenn wir ein solches Arbeitswochenende (den Abstecher nach Sagada und die Teilnahme an einer Gemeinde-Radio-Versammlung mit allen Nebengesprächen mal ausgespart) in Arbeitsstunden umrechenen wollten, fiele uns das sicherlich schwer. Arbeits- und Essenszeiten lassen sich nicht auseinander dividieren. Das eine geht nicht ohne das andere. Und noch viel wichtiger: Das eine wirkt nicht ohne das andere. Wenn wir einen Unterschied machen wollen, müssen wir Zeit für Familien mitbringen – Nachtschichten inklusive.


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[BEC assembly]

12.25.2015BECassembly

Diese Schnappschüsse stammen von der Nationalen BEC Assembly in Manila. Die Kirche in den Phippinen lebt eine partizipative Kirche an der Basis. Und damit das nicht nur auf Papiert steht, sondern auch an möglichst vielen Orten eine gelebte Form von Kirche ist, braucht es immer wieder den Austausch und die Bestärkung der BECs.

Christian hat sich zusammen mit dem Pastoralteam bei der Assembly eingebracht. Es gab noch keine Gelegenheit die Erfahrungen und Visionen ins Vikariat zurück zu tragen. Aber beim Jahresrückblick 2015 werden wir wohl nochmal davon hören – und hoffentlich Anregungen für 2016 mitnehmen.

Bemerkenswert ist die Unterbringung und Verpflegung von Konferenzteilnehmern. Alle Delegationen wurden dezentral in Gemeinden bei Familien untergebracht und verköstigt. Das ist die absolute Stärke der philippinischen Familien: Die Gastfreundschaft macht große Veranstaltungen wie diese möglich und gibt ihnen einen besonderen Anstrich, denn durch diese Offenheit wird Vertrauen und Beziehung zwischen den Menschen über Grenzen hinweg erfahrbar. Wir hoffen, dass sich diese Haltung in alle Welt exportiert: Menschen freundlich aufnehmen und sie großzügig mitversorgen. (Auf dem Bild ist die Gastfamilie mit zwei Gästen zu sehen!)

12.25.2015BECfamily8


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[Bukal ng Tipan]

12.22.2015Bukal

So sieht das in etwa aus, wenn wir uns auf dem Boden der Tatsachen fortbilden. Christian hat sich einer Exposure Gruppe aus Deutschland und der Schweiz angeschlossen. In Bukal ng Tipan stand „partizipative Kirchenentwicklung“ auf dem Lehrplan: Theoretisch und auch ganz praktisch. Dazu müssen wir mal an anderer Stelle mehr erzählen…

Und die Mädels haben auch für ein paar Tage die Gruppe aufgemischt. Sie sind es gewohnt, uns bei den Arbeitseinsätzen im Feld zu begleiten. Nur für alle anderen war es überraschend, dass die drei da mitlaufen – bzw. es auch mit aussitzen können.


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Rundbrief Nr 7

2014StartseiteSeptDer Austausch steht in unserem Rundbrief Nr 7 im Mittelpunkt.

Wir haben uns fachlich beim Verein gewaltfrei handeln ausgetauscht.

Ganz privat haben wir den Austausch mit unseren Familien in Deutschland genossen.

Und hier in der Cordillera tauschen sich derzeit die BECs im Vikariat untereinander aus und lernen voneinander beim BEC-Exchange.

Neben dem aktuellen Rundbrief können auch die anderen Ausgaben unter der Rubrik Rundbriefe (siehe oben) nachgelesen werden – und noch mehr Austausch von anderen Fachpersonen gibt es auf der BMI-Seite.


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BEC Exchange I

09.26.2014.BECExchange.participantsDie BECs aus dem Lagawe-District haben sich in Alfonso Lista zu einem Austausch getroffen. Und es gibt bereits erste Bilder von den über 100 Teilnehmenden, die aus fast allen Missionsstationen in Ifugao kamen. Sie waren übrigens in 6 BECs bei Gastfamilien untergebracht.

09.26.2014.BECExchange.YEASTDie Veranstaltung wurde vom gesamten Pastoral Team getragen, was auch schon bei der Anmeldung deutlich wurde: unser Name ist BEC unsere Aufgabe YEAST. Eine solche enge Planung und Umsetzung von allen kennen wir sonst nur vom tongtongan – somit eine neue Premiere im Vikariat in Sachen pastorale Basisarbeit und Teamwork.

09.26.2014.BECExchange.teamUnd so sah das Team aus – in der Vorbereitung nicht immer so harmonisch und zufrieden, aber hier sind ein paar sehr erleichterte Gesichter zu sehen. Jetzt folgt die Auswertung, dann wird das Programm in Kayan angepasst und Ende Oktober ist dann die Mountain Province dran.

Mehr dazu folgt – im nächsten Rundbrief (bereits in der Endredaktion) und ansonsten muss die Veranstaltung erstmal verdaut werden, aber Bilder geben ja auch schonmal einen ersten Eindruck…

 


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tongtongtongan

06.11.2014parishtongtongan1In den Gemeinden ist Gesprächsbedarf. Und wenn eine Missionsstation Vertreter aus allen BECs zum Austausch einlädt, dann heißt das Tongtongan und wenn denn die Menschen ganz viel im Gespräch sind werden einfach die Silben beliebig oft verdoppelt also tontongtongan…

Vergangenes Wochenende waren wir also in der Missionsstation in Kilong. Einer unserer ältesten Kirchorte, wo im Oktober diesen Jahres noch 100jähriges Bestehen gefeiert werden soll. Kilong ist einer unserer anspruchsvollsten Orte: es ist Diaspora in einem stark anglikanisch geprägten Raum. Kleinere BECs sind im Aufbau und so wurde in Baang vor ein paar Monaten eine kleine Kapelle eingeweiht. In Sagada wird ebenfalls eine kleine Kirche gebaut, damit die vielen katholischen Touristen auch zukünftig eine Anlaufstelle haben. Neben dem Aufschwung gibt es aber auch ein paar Herausforderungen: in Sagada liegen Bodenschätze und die gilt es im Einklang mit den Rechten der indigenen Bevölkerung abzubauen. Der Sagada Friedensvertrag wird immer wieder von der NPA oder dem Militär untergraben.

06.11.2014parishtongtongan2Christian hat die Zusammenarbeit der Verantwortlichen aus den Gemeinden gestärkt. Weil uns manchmal buchstäblich die Worte bei Seminaren an der Basis fehlen, setzen wir vor allem auf Erfahrungslernen. Kooperative Übungen sind der Einstieg, um partnerschaftliche Zusammenarbeit, Kommunikation, die eigene Selbstverpflichtung und andere Themen anzustoßen.

06.11.2014parishtongtonganKilong3Die Konzentration bei solchen Übungen ist etwa genaus groß wie der Spaßfaktor. Und in Kilong war es besonders nett, dass auch die Kinder aus der Nachbarschaft ein großes Interesse an diesen Arbeitsformen hatten. Es mag vielleicht so aussehen, als ob diese BEC einfach nur einen Bambusstab auf den Boden ablegt – das ist in der Tat nicht ganz so einfach. Ähnlich herausfordernd, wie die Anliegen der Missionsstation gemeinsam runter zu den BECs zu tragen: sind noch alle in Kontakt, geht es gemeinsam nach unten, wer ist dabei sich auszuklinken, wer gibt den Ton an…