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Abschied vom Vikariat

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Mit Bischof Valentin Dimoc waren wir hier im Apostolischen Vikariat Bontoc-Lagawe gemeinsam unterwegs. Dies ist eines der wenigen Bilder, wo er aussieht wie ein Bischof im Bilderbuch. Wir mögen ihn aber auch mit Flipflops, T-Shirt und kurzer Hose – und für uns wird er so manchmal noch mehr erkennbar als Bischof: Wenn er selber hinterm Steuer sitzt, um Gemeinden aufzusuchen; wenn er sich Zeit nimmt für die Leute an der Basis und von ihren Herausforderungen zwischen Nebelwald, Reisfeld und biologischem Gemüseanbau hört; wenn er sich mit seinem Laptop einfach so bei einer Kollegin ins Büro setzt und dort neben ihr home office macht oder spontan die Verwaltungsangestellten zum Essen einlädt. Das schätzen wir an „unserem“ Bischof – und klar sind wir mit unseren KollegInnen herausgefordert, wenn er mal wieder eine visionäre Planung gut für 20 Jahre und ein halbes Duzend Personal als Jahresziel für eine handvoll Leute erklärt oder nur so von Ideen und Projekten sprudelt und wir alle nur so mit den Ohren schlackern. So ist er eben auch und wir haben gelernt, dass so wohl auch andere Bischöfe in den Philippinen unterwegs sind. Und wir haben gelernt, dass die kleinen Schritte dazwischen eben mit dem Pastoralteam gegangen wird. In kleinen Abschnitten und manchmal im Kreis oder wieder von vorne – vor allem aber geduldig und mit den KollegInnen. Heute verabschieden wir uns von ihnen – sie gehen ihren Weg hier weiter und wir machen uns auf zu neuen Wegen…

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25 Jahre Apostolisches Vikariat Bontoc-Lagawe

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Das Apostolische Vikariat Bontoc-Lagawe ist 25 Jahre jung und das Silberjubiläum wurde beim Tongtongan (Pastoralversammlung) vom 1. bis 4. August gefeiert. Vertreter aus allen Gemeinden kamen zusammen: Priester, Ordensleute und Ehrenamtliche, zusammen mit allen Pastoralen Mitarbeitern (mehr als 300 Teilnehmer). Hier wäre ein Gruppenbild und vielleicht gibt es auch bekannte Gesichter trotz schlechter Auflösung.

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Wie klein die Welt ist und wie sich Vergangenheit und Gegenwart verbinden ist auf diesem Bild zu sehen: Fr. Vani und Fr. Judy von den SVDs und Sr. Bea SIHM. Ein Schnappschuss von so vielen in dieser Woche und ja, die Mädels sind es leid, mit auf ein Bild zu gehen – der Rafael hat da noch nicht so viel Mitsprache und findet es eher lustig, wenn ein Fotograf Faxen mit ihm macht. Und wir tragen es mit Fassung; manche der Schnappschüsse sind auch nette Erinnerungen für uns und bei anderen Bildern denken wir uns, dass es eben einen besonderen Wert hat für die anderen auf dem Bild…

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Wenn wir etwas in den vergangenen Jahren erreicht haben, dann sicherlich, dass das Thema Familie im Vikariat bei vielen im Blick ist. Und Bischof hat nun die „Holy Family“ ins Teng-Ab geholt. Sie wurde feierlich eingeweiht und ist jetzt Teil der „Open Chapel“. Als die Bauarbeiten dazu anfingen, haben Grace und Christian noch schnell ein kleines Familiengebetsbuch zusammengestellt und in Druck gegeben. Das wurde auch beim Bücherverkauf gerne genommen und das freut Magda. Denn mittlerweile fragen Katecheten nicht mehr nur nach Gebetsbüchern für Krankenbesuche sondern eben auch für Familienbesuche…

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Und als Familie waren wir auch diesmal im Einsatz – diesmal sollten wir etwas zu unserem Einsatz erzählen. Nicola hat die „give and receive“ Übung angeleitet, darin fasst sich wohl unser Einsatz anschaulich zusammen: Erstmal das Vikariat in kleinen Gruppen organisieren, dann einen kleinen Input geben (in diesem Fall ein Bonbon), eine einfache Technik zum Teilen einführen und los gehts: Geteilt wird in den kleinen Gruppen immer nach dem gleichen Prinzip. Während Nicola die Bewegungen angeleitet hat, haben die Mädels sich schnell mal auf der Bühne organisiert und es im Kleinen demonstriert – großartig, das klappt bei denen auch ohne Absprache und spontan. Allerdings hat es nicht bei allen Gruppen geklappt: Die einen haben nicht zugehört, die anderen waren eher mit Nehmen statt Geben beschäftigt, die Nächsten waren auch mit einfachen partizipativen Anweisungen überfordert, die anderen hatten ihr Bonbon gegessen bevor sie es mit anderen geteilt haben… und so lässt sich diese Metapher sicherlich auch auf unseren Einsatz und auf das BEC Konzept des Vikariates übertragen. Ja, es braucht weiterhin noch Trainings und Begleitung!

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Auch wenn die Gemeinden noch Bedarf anmelden – wir waren zum letzten Mal im Vikariat aktiv. Jetzt liegt es an ihnen, das was wir geteilt haben, weiter zu geben bzw. mit anderen zusammen zu arbeiten… Das Vikariat ist jung mit seinen 25 Jahren und da wird sich noch mehr entwickeln!


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Ein Jahr Kinderpastoralprogramm

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Das Kinderpastoralprogramm läuft nun seit einem guten Jahr und wir haben zur Feier des Tages mit den Ehrenamtichen und Vertreten von nationaler Ebene gefeiert. Es gab auch allen Grund, denn mehr als 50 Ehrenamtliche sind nun mit dabei und sie besuchen monatlich fast 400 Familien. Es waren auch Interessierte aus anderen Gemeinden mit dabei und wir werden sehen wie und wo sich das Programm weiter ausbauen lässt.

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Es ist großartig, dass nicht wir den Redeanteil bei einer solchen Veranstaltung haben. Die Ehrenamtlichen haben sich gegenseitig informiert, wie beispielsweise so eine Celebration of Life abläuft.

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Und weil wir als Familie mit dabei waren, durften die Ehrenamtlichen auch gleich mal mit uns einen Hausbesuch üben – und die Entwicklungsstufen unserer Kinder prüfen. Das war vor allem auch lustig – und für uns interessant zu sehen, wie wenig die Ehrenamtlichen davon wissen. Die meisten haben ihre Kinder erzogen und teilweise auch noch ihre Enkel, aber sie tun sich schwer beispielsweise das unterschiedliche Verhalten von Kindern entspannt einzuordnen. Das war definitiv erst der Anfang in Sachen Entwicklungsstufen von Kindern…

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Auch das Ausgleichen von Kinderrechten und Pflichten von Kindern war ein interessanter Zugang. Manchmal hören wir Kommentare, wenn wir Kinderrechte ins Spiel bringen wie „Ja, heute dürfen Kinder alles…“ Und wir versuchen immer wieder zu erklären, dass es sich da um ein Missverständnis von Kinderrechten handelt. Es geht nicht darum alles zu erlauben, aber eben Kindern Räume und Zugänge zu ermöglichen – und sie eben zu ermutigen auch ihren Teil beizutragen, geschützt und eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten…

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Ein high light war sicherlich das soap making. Aus der grünen Masse (Basis war ein Kräuterblätter-Sud) wurde über Nacht helle Seife und die Ehrenamtlichen aus Butigue wollen unbedingt selber Seife aus ihren vielen Kokosnüssen herstellen. Wir sind ja mal gespannt auf die erste Bontoc-Lagawe Seife!

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Mit Interesse waren die Ehrenamtlichen auch dabei, als ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel hergestellt wurde: Mehl von Soja und Reis und Mung-Bohnen und…. und wir dürfen gespannt sein, welche Gruppe sich für dieses Projekt begeistern lässt. Die Zutaten gibt es alle lokal, es ist nur die Frage wer sich dessen annimmt…

Für uns war es ein besonderes Wochenende, weil wir uns von den vielen Freiwilligen, die wir im vergangenen Jahr organisiert, ausgebildet und begleitet haben, nun verabschieden mussten. Es ist aber auch schön zu sehen, dass es dort weiter geht – mit Unterstützung vom Nationalbüro. Magda würde gerne das Programm auf alle Gemeinden ausdehnen, aber das funktioniert nur, wenn sich Ehrenamtliche organisieren und ausbilden lassen. So weit sind noch nicht alle Gemeinden – aber sie bleibt da dran und schafft auch nur eine Gemeinde nach der anderen – weil es mega begleitintensiv ist…


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Teng-Ab Team

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Das Personal im Vikariat ist überschaubar. Dieses Teng-Ab Team Foto ist kürzlich nach einem kleinen gemeinsamen Einsatz im Garten entstanden und zeigt fast alle KollegInnen vom Pastoralprogramm (Faith Formation: Youth, Catechetical, Altar bzw. Lay Formation: F&L und SADC ), der Verwaltung und den Hauswirtschaftskräften im Bildungshaus LayForCe. Von rechts nach links erst unten dann oben:

Sendang (SADC), Debora (Admin), Sheyla (Faith Formation), Sitas (Admin), Albert (LayForCe), Bal (LayForCe), Weng (SADC)

Vicky (SADC), Gladis (LayForCe), Jeanni Ann (LayForCe), Helen (LayForCe), Feli (LayForCe), Robert (Admin), Tea (SADC), Angie (Faith Formation), Christian (Lay Formation)

es fehlen:

Faith Formation: Santos, Sr. Emy, Agripina

Lay Formation: Magda, Nicola

SADC: Bryan, Regina


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Rundbrief No 11

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Mit dem Rundbrief No 11 gehen wir also in die Verlängerung. Unser dreijähriger Vertrag ist hiermit beendet und die Zugabe dauert bis Frühjahr 2017!

Der Rundbrief_11_Druck gibt Einblicke in die anstehende Arbeit. Und wer ihn in Druckqualität haben möchte findet ihn abgelegt neben anderen Artikeln unter der [Rundbriefe] Rubrik oben.

Zum Jahresende räumen wir auch digital so ein bisschen auf. Deshalb gibts jetzt noch ein paar Bilder und Erinnerungen aus dem Jahr 2015. Einfach in den nächsten Tagen immer mal wieder rein klicken…


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Festtage

12.20.2014GeburtstagsHochzeitstagHeute hat Tabea ihren 7. Geburtstag mit einer Hochzeitsgesellschaft gefeiert. Unsere Kollegin Steph aus der Verwaltung hat ihren geduldigen Johnwayen geheiratet (sie hat ihn vier Jahre hingehalten…). Und so gab es Kuchen und viele Gäste und festliche Kleider und ganz viel Essen und eine besondere Zeit mit dem Teng Ab Team und ihren Familien und vielen, vielen Menschen aus Bontoc und Tocucan. Nur um mal Zahlen zu nennen: 7 Paare Principal Sponsors, 6 Bride’s Maids und dazu passend Groom’s Men, 6 Blumenmädchen und dann noch mehr beim „Hofstaat“ mit festlichen (ausgeliehenen) Einheitskleidern und dann die speisende Gesellschaft von einigen hundert Gästen aus Bontoc und Tocucan.
12.20.2014FestgesellschaftUnd so sieht das dann aus: alles schön pink und dekoriert und mit Blumen und Sahnehäubchen und üppig Schmuck und Schminke und…
Wir waren übrigens mit allen verheirateten Kollegen von Teng Ab Principal Sponsor – Trauzeugen der besonderen Sorte und es war uns eine Ehre. Wir und die meisten unserer Kollegen waren zum ersten Mal Principal Sponsor, deshalb haben unsere Kleiderschränke auch nicht so die festlichen Gewänder hergegeben und schon gar nicht in pink. So war erst die Überlegung: eine gute Hose mit Bluse tut es auch. Dann: ok vielleicht doch ein Rock. Und am Ende war klar: wir leihen uns alle einen Tapis (traditionellen Webrock) und manchen nicht noch die große shopping tour – und es war gut so. Die Männer hatten sich da nicht so den Kopf zerbrochen. Christian hat sich von der Braut weichklopfen lassen und hat seinen eingemotteten Anzug ausgetragen. Die anderen Männer blieben schlicht die sie sind: Cordillera Cowboys mit Jeans und Stiefeln und ein weißes Hemd tun’s auch.
Das schönste: es gibt ein großes Protokoll an das sich alle halten sollen aber wenn es anders läuft ist es auch nicht so schlimm – das entspannt die Sache sehr. Der Gottesdienst hatte viele festliche aber auch persönliche Elemente – es war schon besonders als Principal Sponsor stellvertretend für die ganze Gemeinde um das Paar zu stehen und gemeinsam das Angebot auszusprechen, das junge Paar auch nach diesem Festtag auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten.
Irgendwie scheinen Fotos und das Essen das wirklich Wichtige bei einem Fest zu sein. Nach dem Spektakel in der Kirche haben sich alle ihrer Verkleidung entledigt und sind dann zum Essen im Teng Ab mit gutem T-shirt und Jeans aufgetaucht – so wie wir sie eben kennen. Festtage sind hier wirklich sehr anders, aber nach zwei Jahren auch nicht mehr so überraschend anders und auf ihre Weise eben doch festlich und für uns auf jeden Fall besonders: als Familie daran Teil zu haben, mit den Familien der Kolleginnen zu feiern und irgendwie Teil dieser Gemeinschaft zu sein…

So wünschen wir allen besondere Festtage – mit all den Vorbereitungen und Plänen, aber diese vielleicht nicht all zu ernst zu nehmen, sondern die Gemeinschaft oder Familienzeit wichtig zu nehmen… in diesem Sinne: frohe Festtage!


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[pflanzen oder fällen]

02.26.2014pflanzenViele Reisterassen in Ifugao sind gerade frisch bepflanzt – während hier in Bontoc gerade geerntet wird. Das fasziniert nicht nur die Mädels sondern immer wieder auch uns, wie unterschiedlich Pflanz- und Erntezeiten sind. Und weil gerade in Bontoc alles trocken, staubig, steinig und braun ist, freuen wir uns auf das kommende Wochenende in Hapao mit vielen wassergefluteten Feldern, frischen Pflänzchen und Erdwällen.

In der Natur wird in Ifugao gerade alles neu und die Missionsstation Hapao mit ihren vielen BECs will sich auch neu orientieren. Deshalb fahren viele pastorale Mitarbeiterinnen aus der Vikariats-Zentrale, dem Teng Ab, dort hin um das tongtongan zu unterstützen. D.h. die engagierten Laien, die Katecheten und der Pfarrer setzen sich zusammen, tauschen Erfahrungen aus und planen gemeinsam wie es pastoral weiter gehen kann.

Wir in der Familienpastoral sind sehr gespannt, denn im letzten Jahr waren wir vor allem in der Missionsstation selber – jetzt werden wir mit Vertretern aller BECs zusammen kommen. Was brauchen die Familien in den unterschiedlichen Orten und wie kann die Missionsstation sie unterstützen?

Nicola wird mit den drei Mädels mit dabei sein – das ist jetzt mal der Plan – Christian wird mit einer anderen Delegation in einem anderen Bistum unterwegs sein. Und dann sind wir zum Wochenanfang wieder alle in Bontoc. Im letzten Rundbrief Nr 5 haben wir ein Foto präsentiert, wo die Mädels eine Papaya gefällt haben – manchmal fallen sie nach so einem Wochenende selber um. So sah das letztens bei der Debora aus, die es vor Müdigkeit nicht mehr ins Bett geschafft hat…

02.26.2014umfallen