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Abschied von Bontoc

08.11.2017BontocMissionParish.JPG

Seit letztem Wochenende verabschieden wir uns von Bontoc. Unsere Kinder haben den Bontoc-Schriftzug ein letztes Mal bespielt und so bespielen wir verschiedene Orte ein letztes Mal. Am Ende vom Sonntagsgottesdienst hat uns Fr. Allen eingeladen noch ein paar Worte an die Gemeinde zu richten. Ja, die Gemeinde weiß, dass wir regelmäßig zur Ilokano-Messe kommen – und sie wissen auch, dass wir fast immer zu spät dran sind (wie so viele andere Familien eben auch). Wir haben uns bedankt für die Offenheit der Ibontok, dass wir Teil ihrer Gemeinschaft sein durften – und dass sie das auch so oft auf dem Markt anderen Touristen oder Gästen erklärt haben („Die gehören hier her, das sind keine Americanos!“).

Nach dem Gottesdienst haben sich viele von uns persönlich verabschiedet – auch auf dem Weg zum Markt. Und als wir unseren Sonntagspfannkuchen und Kaffee zahlen wollten, hieß es, dass es heute aufs Haus geht. Am Nachmittag kam nochmal eine Nachbarin vorbei und hat den Kindern Mitbringsel vorbei gebracht und noch Geschichten aus der Gemeinde geteilt. Das Kindermädchen einer schweizer Familie, die vor 6 Jahren Sabangan verlassen hat, hat noch einen Brief gebracht (ihre Schwester war im Gottesdienst und hat ihr Bescheid gegeben, dass wir gehen). Weitere Briefe für ehemalige COMUNDO Fachpersonen trudelten in den letzten Tagen ein. Und immer wieder sms, ob wir nicht noch Zeit für einen Kaffee oder ein Abendessen hätten. Wir sind so froh, dass wir früh angefangen haben zu packen und jetzt am Ende tatsächlich Zeit haben für all diese Menschen, die rein schneien und noch mehr Jetzt mit uns haben wollen.

Und noch ein anderes Phänomen das uns gerade sehr glücklich macht: Es trudeln unerwartet E-mails aus aller Welt ein. Da begleiten uns Menschen in Gedanken und gerade jetzt auch mit ein paar Zeilen – von denen hören wir wochen- und monatelang nichts und sie erinnern sich, dass wir jetzt gehen. Wir staunen, wer da so mit uns gedanklich unterwegs ist und freuen uns total, dass mit einigen auch bald ein Wiedersehen möglich sein wird.

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[digitalisiert]

10gadgets.JPG

Die drei Mädels bedienen wie selbstverständlich jedes Smartphones oder Tablets. Jetzt kam die Wunschzettelfrage auf:

Tabea: Meine Freundin hat ein Handy, kann ich mir auch eins wünschen?

Nicola: Klar, wünschen kann man sich alles. Aber wie wär’s mit einem realistischem Wunsch?

Tabea: Ok, dann ein Tablet.

Christian: Oh, da haben wir schon eins hinterm Ofen – ich kann dir auch ein Tuch zum Wischen geben…

Die Mädels können noch über solche Sprüche lachen – mal schauen, wie lange sie es noch lustig finden. Wir merken, dass solche gadgets ganz schön viel Zeit und Aufmerksamkeit der Kinder beanspruchen. Und wenn sie keinen Zugang dazu haben, spielen sie nochmal ganz anders miteinander. Vielleicht sind wir da etwas altmodisch, aber die Spielzeit miteinander und mit den Tieren ums Haus oder den vielen kleinen Dingen die so herumliegen, scheint uns gerade wichtiger als digitalisierte Spielzeit. In Deutschland wird das vielleicht gerade anders diskutiert – das wird uns dann im nächsten Jahr einholen…


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Achterbahn-Gefühle

10.28.2016AchterbahnGefühle.jpgWie fühlt es sich an, von der Europatour nach Bontoc heim zu kommen? Kurz: Unsere Gefühle fahren Achterbahn (oben im Bild sitzt Tabea mitten drin und Salome und Debora schauen zu – auf dem Memminger Jahrmarkt) und wir hoffen / befürchten, dass diese Gratisfahrt auf dem blog von uns für euch einiges an Zeit und Nachdenken kosten wird und es wird sicherlich auch unbequem…

Wir fühlen

DANKBARKEIT für Nachbarschaftshilfe: Während unserer Abwesenheit haben sich Aunty Gloria, Aunty Grace und Oncle Carlito um Haus, Garten und Tiere gekümmert. Das Haus war geputzt, die Wäsche gewaschen, der Anbau ausgewischt, der Wassertank gefüllt. Der Garten ist aufgeräumt: Die verwehten Blätter der Papaya aufgesammelt und es hängen sogar noch drei kleine Papayas; eine Banane hat es völlig zerlegt und der Rest scheint sich zu erholen. Leider sind dem Aufräumaktionismus die Rosen, der Basilikum, die Blumen, die Aloevera, zahlreiche Chili-Pflänzchen, Teile der Dragonfruit zum Opfer gefallen – aber wächst ja wieder – nächste Regenzeit ab April. Der Hund hat uns stürmisch begrüßt und im Hühnerstall saßen der Gockel und das Huhn auf Eiern im Nest. Die drei Küken sind stattlich gewachsen und haben sich selber in den Kaffeebaum unterhalb des Hühnerstalls ausgewildert. Wir sind dankbar, dass Haus und Garten bei dem schweren Taifun so glimpflich davon kamen und dass wir so tolle Nachbarn haben. Die auch heute schon alle vorbei kamen und denen wir ein kleines Pasalubong (Mitbringsel) mitgebracht hatten.

ZUGEHÖRIGKEIT dank des herzlichen Willkommens unserer Kolleginnen: „Wie haben euch die Menschen vor Ort denn aufgenommen?“ wurden wir in Deutschland immer wieder gefragt. Und ganz frisch können wir sagen: Wir wurden wieder herzlich willkommen geheißen! Dazu als Erinnerung: Anders als die Menschen im Tiefland sind die Menschen in den Bergen weniger emotional ausdrucksstark und eher wortkarg. Da finden wir es bemerkenswert, wenn die Kolleginnen sagen: welcome back / we missed you / good to have you here again / we are looking forward to continue working with you / I still have so many plans to realize with you… das sind hier keine aufgesetzten Floskeln, das kommt mit einem breiten Lachen und einer herzlichen Umarmung von innen.

ZUVERSICHT dank Bischof Val: Vor unserer Abreise in Deutschland haben uns die Bilder vom Typhoon auf facebook, in den Nachrichten und you-tube sehr aufgewühlt und nachdenklich gestimmt: Wie geht es den Menschen vor Ort nach dem Typhoon und wie kommen wir wieder nach Hause? Die gleichen Fragen haben auch Bischof Val beschäftigt und seine Haltung dazu: „Da ist immer ein Weg.“ Damit hat er auf die Widerstandskraft der Menschen vor Ort angespielt, die dank des Gemeinschaftsinns Wege finden, um Menschen und Güter zu bewegen. Aber da schwingt auch sein eigener Anspruch als politischer Kirchenmann mit: Ich will mich mehr dafür einsetzen, dass es neue politische Richtlinien gibt bzw. die bestehenden so befolgt werden, dass Politik den Menschen in Gemeinschaft und der Umwelt dient und diese nicht ausnutzt. Kurz: Die Anpassungsfähigkeit der Menschen ist gut nach einer Katastrophe, aber es muss uns eine Lehre sein, dass wir uns nicht in Zukunft in solche Bedrängnisse bringen lassen, sondern dass Pläne / Bauvorhaben / politische Entscheidungen schützend wirken und dass sich Entwicklung bedacht ereignet.

WELTVERBUNDENHEIT dank social media: Bei face-book haben viele Menschen Gesicht gezeigt. Wir haben die Solidarität gespürt von Familie, Freunden und anderen Personen von Organisationen mit denen wir medial verbunden sind. Ein Gedanke, ein Wunsch, ein Emoticon… aus Deutschland, England, Kosovo, Malaysia etc.

UNTERSTÜTZUNG dank Internationaler Entwicklungs-Zusammenarbeit: Während Entwicklungshilfe vor Jahren noch eine Einbahnstraße war (der globale Süden bittet den globalen Norden um Hilfe) manifestiert sich internationale Entwicklungszusammenarbeit heute als eine Brücke, die von beiden Seiten begehbar ist. Das haben wir in den letzen Wochen immer wieder bei MISSIO erlebt: JA wir wollen für Pastorale Projekte in den Philippinen spenden und JA wir wollen von euren Pastoralen Erfahrungen in den Philippinen hier in Deutschland lernen.

Bemerkenswert sind Die Sternsinger! Die haben wir im vergangenen Jahr besucht und sie haben uns an das Kinderpastoralprogramm in den Philippinen vermittelt – das mittlerweile in einer unserer Gemeinden erfolgreich läuft. Davon hat Bischof in diesem Jahr selber in Aachen berichten dürfen. Das ist noch nichts besonderes zwischen Partnern in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Bewegt hat uns dann eine E-mail-Initiative von den Sternsingern an Bischof und uns, die sich wie folgt zusammenfassen lässt: Wir haben vom Typhoon gehört und können uns nur schwer die Zerstörung vorstellen. Wir sind keine Nothilfe-Organisation zum Aufbau von Häusern wie die Caritas, aber wir sind bereit euch bei notwendigen Programmen für Kinder in den betroffenden Regionen zu unterstützen.

Da lesen Partner in Europa nicht nur Nachrichten sondern machen eine Tür auf und bieten Unterstützung im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Richtlinien an. Gelungene Internationale Entwicklungszusammenarbeit buchstabiert sich nicht nur professionell durch Anträge von Süd nach Nord aus, sondern hat darüber hinaus die Menschen in ihren konkreten Situationen im Blick und reagiert initiativ von Nord nach Süd.

SICHERHEIT dank AGEH-Coach: Wir sind der AGEH sehr dankbar, dass sie uns seit vier Jahren einen Coach an die Seite stellen, der mit uns immer wieder das Thema Sicherheit von unterschiedlicher Seite beleuchtet. Gerade in Stressituationen fehlt uns die Objektivität und vor allem scheinbar die Zeit, sich nochmal anders mit dem Thema auseinander zu setzen. Da sind wir sehr dankbar, dass wir einen Coach haben, der nicht nur auf unsere Anfrage hin reagiert, sondern vor allem in Krisen da ist, wenn wir scheinbar gerade keinen Kopf für Coaching haben. So auch seine Initiative kurz vor unserer Rückreise und der Frage wie / ob wir nach Hause gehen…

  • Ihr als Eltern wollt nach Hause, wo keine Straße offen ist, es keinen Strom und keine Kommunikation gibt – wollen das auch eure Kinder? Jetzt – oder vielleicht ein bisschen später?
  • Ihr wollt solidarisch mit den Nachbarn und Partnern unterwegs sein, aber hilft das denen gerade jetzt, wenn sie sich auch noch bei all den eigenen Sorgen sich um euch auch noch sorgen müssen?
  • Wenn ihr euch selber aus einer jetzt sicheren Situation in eine aktute Risiko-Situation bewegt, wo gibt es institutionelle Unterstützung (AGEH, Versicherung etc.) im ungünstigsten Fall in einem zusätzlichen Notfall unter diesen bereits verschäften Bedingungen (wie viel mehr ist der LSP belastbar?)
  • Trefft eine Entscheidung als Fachpersonen, Eltern und vor allem zusammen mit euren Partnern vor Ort, die euch und die Situation kennen.
  • Und das Wichtigste: Als Coach stehe ich euch zur Seite, meldet euch, ich melde mich auf jeden Fall wieder und verfolge aufmerksam euern blog / facebook.

Gleich nach unserer Rückkehr in Manila haben wir an einem Landestreffen teilgenommen: Im Jetlag und Kulturschock zwischen den Welten. Es gab direkten Austausch mit den anderen Fachpersonen im Land, darüber wie sie sich derzeit organisieren, unterwegs sind und kommunizieren. Auch darüber wie sie institutionelle Unterstützung während des Ernstfalls erlebt haben. Und wir haben gesehen, wie sie mit ihren lokalen Partnern unterwegs waren und wie die Partner neben ihnen stehen. So erleben wir auch immer wieder unsere lokalen Partner als starke Stütze an unserer Seite „in guten wie in schlechten Zeiten“. Es ist weniger eine Frage nach: Was ist unser Notfallplan sondern Wer ist unser Notfallplan vor Ort / zu den Menschen mit denen wir uns verbunden fühlen.

Wir sind die Rückreise zusammen mit Manong Richard im Bischofsauto und mit unserer Kollegin Magda angetreten. Es ist gut, dass wir nun wieder zu Hause sind. Und wir sind dankbar, dass unser Lokaler Sicherheitsplan dank unserem Coach nicht nur ein Stück Papier ist, sondern uns bei Entscheidungen hilft die Lage von verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und bedacht vorzugehen.

WIDERSTANDSKRAFT trotz Typhoon Lawin: Wir sehen wie resilient und anpassungsfähig die Menschen in der Cordillera sind. Sie waren vorbereitet auf diesen Typhoon oder wie es unser Nachbar Tudlong jr. gesagt hat „Wir haben unsere Lektion von Yolanda in den Visayas gelernt. Unsere Emergency Response Teams haben die Menschen vorbereitet und es hat niemanden in der Mountain Province das Leben gekostet.“ Der Klimawandel, ausgelöst und beschleunigt durch die Länder im globalen Norden, bringt die Länder des Südens immer öfter in noch bedrohlichere Situationen. Uncle Carlito meinte heute: „Ich kann mich nicht an einen so starken Typhoon erinnern, der so viel zerstört und solche Wassermassen bewegt hat.“ Die Stärke der Menschen in der Cordillera ist ihre Naturverbundenheit und das noch weitgehend intakte Ökosystem in den Bergen, dass noch starke Stürme abbremsen kann. Ihr Gemeinschaftssinn räumt Verwüstung auf und überbrückt zerstörte Infrastruktur.

Bemerkenswert finden wir hier noch, wie angepasst sich auch hier unsere Kinder bewegen: Die Brücke in Sabangan ist zerstört, eine Weiterfahrt im Auto nicht möglich, also steigen sie aus und benutzen wie alle anderen einen schmalen Bambussteg über den Fluss. Statt Schuldige zu suchen oder sich über die Situation zu beschweren und stecken zu bleiben, schauen sich unsere Kinder die Anpassungsfähigkeit der anderen ab und beweisen selber Widerstandskraft.

ZWEIFEL beim Anblick unseres Hauses: Wie oben beschrieben ist alles sauber und scheinbar wie sonst im Chocolate House. Allerdings fällt unsere Mosquito-Blechtür nicht mehr wie gewöhnlich zu und beim zweiten Schloss an der Holz-Haustür lässt sich nicht mehr der Riegel zuschieben. Je länger wir darüber nachdenken desto mehr kommen wir zu dem Schluss, ob sich nicht vielleicht das Haus als solches ein Stück bewegt hat und sich dadurch Tür und Rahmen verzogen haben. Wenn sich hier nichts weiter bewegt, werden wir trotz Zweifel wohnen bleiben, aber einer möglichen Nachfolge aus der Schweiz oder Deutschland im nächsten Jahr empfehlen wir, sich eine andere Bleibe zu suchen. Zweifeln an der Sicherheit des Hauses trägt nicht zu einem Lebens-Mehr-Wert bei.

SORGE beim Anblick der Markpreise: Unsere Lebenskosten haben sich schlagartig verdoppelt. Das ist krass für uns und ein Desaster für den Geldbeutel unsere Nachbarn. Kerzen haben während des Stromausfalls nicht 35 sondern 70 Peso gekostet, für ein Kilo Kartoffeln zahlen wir nicht 40 – 60 Peso sondern 120, sogar der billige NFA Reis kostet keine 27 Peso sondern mehr als 30 (das ist das Grundnahrungsmittel und wird Sackweise von Familien eingekauft und konsumiert – da summiert sich jeder Peso per Kilo rasant). Etwas beruhigt waren wir, als mehrere Boxen Medikamente für die Apotheke mit uns den Fluss überquert haben. Wir fragen uns, wie die wirklich unhandsamen Dinge nach Bontoc kommen: Gasflaschen für den Herd, Diesel für die Fahrzeuge, Sauerstoffflaschen fürs Krankenhaus… Wir hören schon unseren Bischof: Die werden einen Weg finden… Und dann unser deutsches: Ja, aber…

UNGEWISSHEIT bezüglich der Lebenssituation in den unterschiedlichen Gemeinden: Als nächstes werden wir wohl Kontakt zu den Freiwilligen im Kinderpastoralprogramm in Paracelis suchen. Die Region grenzt an Isabela und liegt somit am Bergrand und war dem Sturm ungeschützt ausgeliefert. Die Menschen hängen von Mais-Monokulturen ab, die sich durch Kredite bei Banken finanzieren. Eine zerstörte Ernte ist ein finanzielles Desaster und treibt Familien in die Verschuldung / Armut. Unsere 30 Freiwilligen arbeiten bereits mit über 170 Familien in denen Mangelernährung ein Thema ist – und wohl auch erstmal bleiben wird. Magda wusste bereits, dass die neuen (Kräuter)Gärten in zwei Gemeinden zerstört sind. Da werden wir also wieder bei Null anfangen. Und das nicht zum letzen Mal, denn der Klimawandel wird öfter starke Typhoone über die Region ziehen lassen, dessen sind sich Klimaforscher sicher. Magda hat bereits um eine Nachfolge in der Schweiz für uns mit dem Schwerpunkt Kinderpastoralprogramm Paracelis incl. einkommensschaffender Maßnahmen (alternativer Anbau / Vermarktung von ökologischen / fairen Produkten) gebeten. Die Ordensgemeinschaft vom Kinderpastoralprogramm sucht eine neue Bleibe als Außenstation und Bischof Val hatte bereits in Deutschland anklingen lassen, dass er sie gerne in die betroffene Region einladen möchte. Paracelis wird wohl das Armenhaus der Mountain Province bleiben, aber hoffentlich in den nächsten Jahren mehr personelle Unterstützung bekommen und Strategien entwickeln, wie die Lebenssituation sich trotz heftigerer Herausforderungen stetig verbessern kann.

WUT auf korrupte Bauunternehmen und Politiker: Die Infrastruktur ist zerstört und wir leben nun isoliert vom Tiefland. Die Brücke zwischen Samoki und Bontoc ist nicht mehr befahrbar (weil sie nicht stabil genug gebaut wurde, weil im Fluss weiter unten Sand geschöpft wurde, weil die lokalen Behörden dies nicht verhindert haben, weil der Typhoon eben so stark und die Strömung vom Fluß ungeheuerlich war, weil…). Die provisorische Brücke zwischen Bontoc und Sabangan ist ganz weg und die Brückenbauarbeiten für die neue Brücke noch nicht weit genug fortgeschritten. Straßen sind entweder ganz weggebrochen und in den Abhang gestürzt oder Erdrutsche haben Stützmauern auf die Straße gerissen. Dieses Bild erstreckt sich über Kilometer hinweg. Wir waren schockiert und haben noch nie zuvor so viele Straßenschäden auf der Heimfahrt gesehen. Manche Gemeinden haben es bereits geschafft Straßen zu säubern, aber die Erdhaufen am Straßenrand erzählen viel. Und manns- bis haushohe Felsbrocken auf der Straße lassen uns die Sprache verschlagen. Das wohl gemerkt auf der Hauptverbindung zwischen Baguio und Bontoc. Wir können uns nicht vorstellen wie die Verhältnisse in den abgelegenen Ortschaften sind, d.h. die Substanz der Straßen, Brücken und Mauern konnte der Belastung durch die immensen Wassermassen nicht standhalten. Bischof Val und seine Social Action Teams in den Gemeinden haben die vergangenen Jahre versucht solche Bauarbeiten zu monitoren und Mängel aufzudecken, damit genau solche herausfordernden Wetterbedingungen die Menschen nicht von ihren Zugangsstraßen abschneiden. Aber es waren immer auch selbstsüchtige Interessen der Bauunternehmen und Politiker im Spiel. Geld ist nicht in Zement und Substanz geflossen sondern es wurde dort gespart, um eigennützige und eben nicht gemeinnützige Kosten zu decken.

OHNMACHT beim Anblick unserer enttäuschten Kinder: „Mama wann feierst Du mit mir meinen Geburtstag nach?“ (Während des arbeitsreichen MISSIO-Einsatzes haben wir Salome versprochen ihren Geburtstag als Familien in Bontoc nachzufeiern). Die ernüchternde Antwort: „Keine Eier – kein Kuchen“. Unseren gewählt einfacher Lebenstil erfahren wir gerade als sehr einschränkend und das Geld auf unserem Bankkonto ändert gar nichts an der Auswahl der Produkte auf dem Markt. Gelebte Solidarität ist kein schönes Trendwort für unseren Lebensstil sondern hat Konsequenzen für uns und unsere Kinder und denen tut das eben auch weh oder macht sie wütend. Sie haben soeben Urlaub in der sogenannten Ersten Welt gemacht, in der scheinbar alles für Geld zu haben ist und zwar immer auf Wunsch: Pudding, Götterspeise, Kuchen, Weißwurst, Brezeln… Und sind nun zurück in unserem Alltag im gobalen Süden, wo die Umwelt und die Menschen den Preis für einen oftmals maßlosen, konsumorientierten Lebensstil des globalen Nordens zahlen. Unsere Kinder erfahren wie ungerecht es in der Welt zugeht. Salome wünscht sich übrigens keine Eier – es wäre auch zu einfach Eier-Ersatzpulver in einem Päckchen zu verschicken. Als sie gehört hat, dass sich gerade wieder Tiefdruckgebiete über den Pazifik organisieren, war ihr wütender Wunsch sehr deutlich „Ich will keinen Typhoon mehr, der so viel kaputt macht!“ Dieser Wunsch lässt sich nicht so schnell backen und die Ohnmacht lässt uns nicht in Ruhe: Wie können wir den Kindern vermitteln, dass wir durch unseren gewählten Lebenstil dazu beitragen wollen, damit sich genau dieser Wunsch erfüllt? Ein Leben in Fülle für alle ist unsere gelebte Vision / Mission. Veränderung beginnt laut Ghandi bei uns selber und über das Zitat bin ich eben gestolpert: We are what we (repeatedly) do. Excellence, then, is not an act, but a habit.

UNGERECHTIGKEIT durch ignorante Medien: Der Super-Typhoon Yolanda, der in den Visayas so viel zerstört und so viele Menschenleben gekostet hat, hatte es international in die Medien geschafft und eine Spendenwelle ausgelöst. Der Super-Typhoon Lawin, der über unsere Region gezogen ist, so viele Lebensgrundlagen (Infrastruktur und Ernte) zerstört hat und auch Menschenleben in den Nachbarprovinzen gekostet hat, fand kaum Erwähnung in den internationalen Medien. Damals haben wir Interview-Anfragen von verschiedenen Organisationen und Spenden-Angebote von verschiedenen Seiten erhalten. Unsere ernüchternde Erkenntnis: Scheinbar reagiert die Szene der internationalen Organisationen nur, wenn entsprechend Medienpräsenz da ist und es sich auch spendentechnisch lohnt auf das sinkende Schiff aufzuspringen und von der Katastrophe entsprechend zu profitieren. Die Meldungen von uns Fachpersonen über unsere facebook accounts und unsere blogs, das was wir über verschiedene institutionelle und private Kanäle versuchen zu teilen, verhallt scheinbar ungehört und bleibt überraschend oft ungesehen und unkommentiert. Die Ignoranz der verschiedenen Medien empfinden wir als ungerecht. Eine gute Geschichte muss sich scheinbar nur für die Auflagezahlen oder Spendenabteilung lohnen und hat keinen Wert als Bildungsbeitrag. Dabei könnte da von den Erfolgen bzgl. Desaster Preparedness und Emergency Response (Katastrophenschutz) erzählt werden. Und die schleichende Not im Alltag und der Ernteausfall wird es wahrscheinlich auch erst in die Medien schaffen, wenn es viele Menschenleben kostet und Erwähnung in den internationalen großen Medien findet. Die selektive Wahrnehmung durch die ignoranten Medienabteilungen verschiedener internationaler Organisationen frustriert uns und lässt uns zweifeln, ob wir denn wirklich Brücke sein können. Was für ein kleines Sprachrohr sind wir und wie viel können wir wirklich von der Lebensrealität der Menschen aus dem Süden im Norden teilen?!?

Hoffentlich ist diese Achterbahnfahrt unserer Gefühle nicht zu einer Geisterbahnfahrt mit der Moralkeule im Nacken geworden. Die Kommunikationsexperten nach Rosenberg erkennen den verdrehten / vereinfachten Dreischritt: Das hier waren Schritt 1) Gefühle und Schritt 2) Wahrnehmungen, die eben diese Gefühle auslösen inkl. einer Wert-Schätzung. Jetzt noch Schritt 3) Wünsche.

Wir wünschen uns Verständnis dafür, dass auch wir manchmal die Luft rauslassen müssen und zwar emotional aufgeladen, ganz frisch und ungefiltert. Und wir wünschen uns Veränderung: Mit uns, mit den Menschen hier und weltweit. Ja, wir sind Idealisten, wollen (Lebens-)Weltverbesserer sein und für uns gibt es dazu keine Alternative. Und wir können nur appellieren: Die Welt braucht mehr Menschen und Organisationen, die sich mit Menschen in der Welt nicht nur professionell auseinander setzen, sondern zwischenmenschlich in Beziehung setzen. Und auf vielfältige Weise ihre Solidaität und den Wunsch nach Veränderung zum Ausdruck bringen:

  • durch Spenden und mehr noch durch bewussteren Konsum von Gütern / Dienstleistungen. Wir wollen mitwirken an der Vision von einem Leben in Fülle für alle.
  • durch den bewussten und schlicht bedarfsorientierten Verbrauch von Ressourcen (einfache Übung: sich ruhig in die Konsumfalle im Kaufhaus / Supermarkt locken lassen und dann die Dinge aus dem Korb doch wieder ins Regal stellen: Ich kann es mir leisten, aber ich brauche es nicht. Ich habe vor der Abreise drei Kindergesellschaftsspiele zurück ins Regal gestellt und was Du?). Buchtipp: Einfach die Welt verändern. Oder die englische Variante der ehemals Bewegung: „We are what we do“ und jetzt (überraschend anders) shift for behaviour change
  • durch Aufmerksamkeit und Zugewandsein als professionelle Mitarbeiter in Organisationen oder Medien und schlicht zwischenmenschlich sorgend. Nicht nur den großen fetten Schlagzeilen folgen, sondern gerade dort hinschauen / hinhören wo es nötig ist, weil eben „die Großen / Lauten“ das nicht tun und signalisieren, dass man das tut weil eben jedes Leben / Schicksal gleich viel wert ist – das kommt hier vor Ort bei den Menschen / unseren Projektpartnern tatsächlich gut an. Schlicht nach dem alten Post-Motto: Schreib doch mal wieder!

In diesem Sinne: Danke all denen, die es bis zu diesem Satz geschafft haben. Danke für was immer der Anlass war, unseren Gefühlen und Lebens-/Arbeiswirklichkeiten und Wünschen entsprechend Raum und Zeit zu geben.


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Kulturschock II

01.10.2015KulturschockIIAn vielen Tagen fühlen wir uns sehr beschenkt und manchmal haben wir das Gefühl, dass uns ein hoher Preis abverlangt wird. Kurz: Wir sind gerade in eine sogenannte Kulturschock-Phase abgerutscht. In so einem Tief haben wir uns im Sommer 2013 befunden, als wir etwa 6 Monate hier waren. Jetzt sind wir ziemlich genau zwei Jahre in Bontoc und das neue Jahr hat mit einigen Tiefschlägen begonnen. In den letzten Tagen und Wochen hat sich da so einiges zusammengesammelt und davon wollen wir ein bisschen erzählen.
Finanzielle-Unsicherheit: Der Geldautomat funktioniert nicht – das gibt es immer mal wieder und überall. In Deutschland geht man einfach eine Straßenecke weiter zu einer anderen Bank und hebt dort das Geld ab. In Bontoc ist das etwas anders. Hier haben wir ein lokales Dollar-Konto, auf das unsere Lebenskostenpauschale in Schweizer Franken überwiesen wird. Dann ziehen wir das Geld auf unser lokales Giro-Konto und heben mit der Geldkarte Philippinische Peso ab. Unsere Bank hat so einen Geldautomaten und dann gibt es noch eine andere Bank in Bontoc und noch eine in Sagada. Das macht also drei Geldautomaten in der Mountain Province. Geld vom Automaten gibt es zu Banköffnungszeiten – ist die Bank zu, gibt es auch kein Geld. Wir können sogar Geld abheben wenn Stromausfall ist, weil unsere Bank einen Generator hat. Nur wenn das Internet nicht funktioniert, dann geht erstmal nix in der Bank. Und weil gerade unser Internet sehr schlecht ist, kam es vor Weihnachten zu dem Fall, dass es auch kein Geld gab. An eine Post ohne Briefmarken haben wir uns schon gewöhnt, aber eine Bank wo es kein Geld gibt, war neu. Blöd, wenn dann das Bargeld zu Hause ausgeht, die Giro-Karte sich dem Ende zuneigt und man auch an das Geld vom Dollar-Konto nicht dran kommt – wie gesagt ohne Internet geht in der Bank nix. Das Foto oben zeigt unseren Kassensturz: ca. 5 Euro. Na und dann hatte eine Bankmitarbeiterin die Idee, es einfach telefonisch über die nächste Filiale in Lagawe / Ifugao Province zu regeln. Am nächsten Tag hatten wir dann auch wieder Geld: Allerdings hatte sich die allgemeine Bargeldsituation in Bontoc dann schon so zugespitzt, dass der zweite Automat nur noch kleine Scheine ausgegeben hat. Da fühlt sich das Weihnachtsgeld gleich nach viel mehr an. Und gelernt haben wir, dass unser Sicherheitsbedürfnis auch von dem tatsächlich verfügbaren Bargeld mit abhängt, damit wir selbstbestimmt und unabhängig agieren können.
Abgeschnittenes Netzwerk: Am Internet hängt nicht nur unser Bargeld, sondern etwas viel Wertvolleres: Unser soziales Netzwerk nach Deutschland und in die Welt. Seit mehreren Wochen ist die Verbindung so schwach, dass skypen nur noch ohne Bild und selten mit Sprachübertragung klappt. D.h. nach einem kurzen „Hallo“ bricht die Leitung zusammen und wir müssen uns neu einwählen. Dann ein „Wie gehts?“ und das Spielchen wieder von vorne. Wir bekommen kaum noch etwas von unseren Familien und Freunden mit und sie auch nicht von uns. Wenn unmittelbarer Kontakt nicht möglich ist und Beziehung medial abhängig ist, dann kostet eine schwache Internetverbindung über einen längeren Zeitraum nicht nur viele Nerven sondern auch reale Beziehungszeit.
Schlafdefizit: Die Zeitverschiebung von 7 Stunden und das mühsame Internet lassen uns oft nachts vorm Computer verzweifeln. Nach 23 Uhr wird die Verbindung etwas besser, aber das Schlafdefizit wird dadurch nicht geringer, was sich dann wiederum am nächsten Tag mit den Kindern bemerkbar macht. Die sind nämlich schon um 6 Uhr wieder fit und wollen spielen statt sich anziehen, kleckern statt frühstücken, trödeln statt Zähne putzen, rumhampeln statt Haare kämmen… kein Thema, wenn man selber ausgeschlafen ist. Aber in unserem Fall kommen wir da oft an die Grenze und so wird schon Morgens geschimpft, damit es alle pünktlich zur letzten Schulglocke in die Stadt schaffen. Ein nicht so gelungener Start in den Tag.
Sitzungs-Kultur: Oft haben wir große Ohren und genug Geduld für lange Sitzungen. Aber zum Jahresbeginn gab es einen Sitzungsmarathon mit dem Pastoralteam, wo wir einfach an unsere Grenzen in Sachen Sitzungskultur kamen. Wir stecken locker einen Tag lang ein unstrukturiertes Gespräch, eine schwache Gesprächsführung, zirkuläre Diskussionen etc. weg – wenn es drauf ankommt halten wir auch zwei Tage aus. Aber nach vier Tagen waren wir völlig am Ende. Die Sehnsucht war groß nach einem Moderator mit Plan oder einer Leitung mit Vision. Klar, wenn hier alles wie am Schnürchen laufen würde, bräuchte es uns nicht. Es gibt Priester und pastorale Kolleginnen, die sich auch daran stören, aber in ihr „never mind“ oder „at least he tried“ können wir gerade nicht ehrlich einstimmen.
Verluste: Gleich am zweiten Tag des neuen Jahres ist uns die Kamera verlustig gegangen – lustig war das freilich nicht. Im Bus haben wir sie vergessen und als wir es bemerkt haben war sie weg. Der Busfahrer hat sie nicht gesehen und der Busbegleiter auch nicht. Bei der Polizei wurde sie nicht abgegeben und beim Radio auch nicht. Weg ist weg – aber seit heute haben wir Ersatz (es wird also auch in 2015 Fotos und Filme geben). Das hat uns einen Tag gekostet: Morgens mit dem ersten Bus nach Baguio, mittags schnell in ein paar Fotogeschäfte. Da die Auswahl sehr überschaubar war und die Beratung sparsam, muss man sich da auch nicht länger mit beschäftigen. Und dann ging es mit dem letzten Bus wieder zurück nach Bontoc. Die Rechnung sieht dann so aus: 12 Stunden Busfahrt und 3 Stunden Shopping für eine neue Kamera.
Kaputt: Weil der Scanner vom Drucker kaputt ging, mussten wir am ersten Bürotag auch gleich mal in Bontoc in ein Elektrofachgeschäft einkaufen gehen. Die sehen hier ganz einfach aus: Eine Theke, dahinter mehrere Kisten von einem Druckertyp, die kann man kaufen oder es sein lassen – wir haben da mal zugegriffen, damit das Büro auch wieder funktioniert. Als die Berichte in der Warteschleife ausgedruckt waren, konnten wir auch gleich die Patrone ersetzen.
Kleinigkeiten: Ansonsten ist unser Kindermädchen aus dem Urlaub noch nicht zurück, Wettertechnisch ist es gerade sehr frostig und weil beim Spülen ein Brett im Abtropfgitter umgefallen ist, haben wir auch zu Beginn diesen Jahres wieder den Wasserhahn ersetzt…
Altlasten: Nicht alle offenen Fragen und Anliegen aus dem letzten Jahr konnten wir hinter uns lassen. Wir tragen da noch an so einigen Päckchen mit den Labeln: Haus und Garten, CoMundo… und die Päckchen scheinen mit der Zeit immer schwerer zu werden…
Kulturschock II: All diese Alltäglichkeiten und Kleinigkeiten tragen also gerade zu einem ernsthaften Stimmungstief bei. Fragen, ob unser Mitarbeiten wirklich wertvoll ist, ob unser Einsatz denn geschätzt wird, ob wir jemals lernen eine Sprache zu sprechen, die auch verstanden wird oder ob wir einfach nicht die Sprache der anderen verstehen, ob der Preis der vielen kleinen Abstriche nicht doch langsam etwas hoch ist, ob es uns am Ende die Beziehung zu Familien und Freunden kosten wird?!?


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[17]Salome

17SalomeSprechstunde gibt es bei Salome nicht alle Tage – da können die Großeltern ihr Leid klagen. Manchmal wollen wir skypen, aber Salome hat keine Lust oder etwas anderes zu tun. Manchmal ist sie gesprächig: mit uns spricht sie deutsch. „Und welche Sprachen versteht oder spricht sie noch?“ Die Frage hören wir oft und da können wir nur sagen: deutsch. Wir hören sie auch manchmal mit Tabea in englisch verhandeln oder sie antwortet Aunty Gloria (Tagesmutter) auf Ilokano. Aber ob sie auch Ifontoc, den Lokaldialekt spricht oder versteht, das können wir nicht sagen – denn das können wir selber nicht. Sie kann sich aber in der Nachbarschaft und mit anderen Kindern verständlich machen, in Kontakt treten, sich auf unterschiedliche Weise ausdrücken – und welche Worte sie benutzt scheint für sie nicht so wichtig zu sein, solange der Austausch für sie bedeutungsvoll ist.

Hier hält Salome einen Telefonhörer im Kindermuseum in Manila. In Bontoc haben wir kein Festnetz-Telefon. Die Kommunikation läuft national über handy bzw. international über skype.


Ein Kommentar

Pancit

08.03.2013PancitKöchinSo sieht es aus, wenn Tabea Pancit kocht: sie schält Karotten und schneidet sie und dann noch die Bohnen.

Nicola schneidet Zwiebeln und Knoblauch, das alles dann in etwas Öl in der Pfanne anbraten, vielleicht mit etwas Fleisch und zum Schluss die eingeweichten Glasnudeln dazu. Salome besteht darauf, dass auch ausreichend Sojasauce dazugegossen wird. Der Pfeffer kommt auf den Tisch.

 08.03.2013Pancithouseblessing

Und dieses Pancit war unser erstes im Chocolate House – es wurde beim House warming im Februar gekocht. Das war die größte Portion Pancit, die Nicola je umgerührt hat.

 08.03.2013Mega-Pancit-Topf

Und dieses Foto ist beim houseblessing unserer Nachbarn entstanden. Die Zubereitung war etwas anders: erst die Suppe und dann die Nudeln. Da wurde dann auch mit keinem Kochlöffel, sondern einem Basballschläger großen Holzknüppel umgerührt. Die Konsistenz war dadurch etwas anders und hat folgende Geschichte in den Tiefen der digitalen sozialen Netzwerke ausgelöst:

08.03.2013PancitneighboursChristian hat bei facebook ein Bild von diesem Nudelgericht eingestellt, darauf hin haben sich drei verschiedene Leute, die alle drei Christian, aber sich untereinander nicht kennen, über dieses Gericht unterhalten. Man mag ja viel über facebook schimpfen, aber manchmal ist es schon auch sehr unterhaltsam…

 


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Statistik

07.2013StatistikDies ist nun der 100. Artikel in diesem blog und die wordpress Statistik verrät uns noch mehr:

Diesem blog folgen offiziell 313 followers und es gab insgesamt schon mehr als 15.000 klicks auf die verschiedenen Artikel.

In einem Monat zählen wir zwischen 500 – 900 Besucher, d.h. täglich etwa 20 Besucher und die klicken dann durchschnittlich 2,5 Artikel an, es gibt aber auch extreme Schwankungen und im Januar gab es mehr als 190 klicks innerhalb von 24 Stunden – dieser Rekord darf gerne übertroffen werden, dafür müsst ihr euch nur ein bisschen abstimmen ; )

Die Seite mit den Rundbriefen wurde über 327 mal angeklickt und der Artikel zu den Päckchen wurde 122 mal gelesen, auch das Bischofshaus und der Schuljahresabschluss von Tabea freuen sich über reges Interesse.

Menschen in 44 Ländern schauen immer mal wieder auf diesen blog (unglaublich, wir konnten es selber kaum fassen, unter euch muss es Leute geben, die mega viel reisen – das schlechte Ökogewissen kann man sich übrigens unter http://www.atmosfair.de etwas erleichtern…)

Die meisten kommen aus Deutschland, gefolgt von Interessierten aus der Schweiz,den Philippinen und den USA. Aber auch regelmäßige klicks aus Belgien, Ireland, Costa Rica, Österreich, Honduras, Italien, Japan, Peru, Uganda, Indonesien… Das sind nicht nur Ländernamen, wir haben ganz konkrete Gesichter im Sinn – aber wer ist eigentlich gerade in Sri Lanka, Moldavien, Bulgarien, Türkei, Polen?!?

Wir freuen uns, dass sich Freunde diesen blog ins englische übersetzen und ihn so etwas verfremdet mitverfolgen.

Für unsere KollegInnen übersetzen wir immer mal wieder einen Artikel ins Englische und hängen ihn dann im Büro aus. Durch diese Transparenz unserer Geschichten und Erfahrungen entstehen im Büro wiederrum interessante Gesprächsthemen.

Was die Statistik von wordpress nicht weiß, aber uns viel mehr als diese Zahlen und Fakten bedeutet, wollen wir hier auch mal festhalten.

Wir schreiben diesen blog, weil er uns tatsächlich mit Familie und Freunden in Kontakt hält und darüber hinaus noch andere interessierte Menschen informiert.

Wir wissen, dass in einigen Häusern die Farbpatronen vom Drucker schon ganz schön strapaziert wurden, weil jede Seite nochmal handfest zum Nachlesen ausgedruckt und abgeheftet wurde. Freunde erzählen uns, dass sie ihren Kindern aus dem blog vorlesen und sich so mit uns verbunden fühlen.

Bekannte – mit denen wir beispielsweise über unsere Arbeit im Bistum Limburg in Kontakt kamen, bis hin zu ehemaligen Schulkameraden aus dem Sauerland – schauen immer mal wieder in diesen blog und lassen uns eine kleine Nachricht über die Kommentarfunktion oder per mail zukommen.

Dieser blog öffnet nicht nur ein Fenster für uns in die Welt, sondern Menschen suchen aufgrund der Artikel zu Arbeit, Alltag und Familie den Kontakt zu uns und das finden wir ganz wunderbar und motiviert uns, diesen blog auch weiterhin so abwechslungsreich zu bestücken. Wir haben uns gegen das Trennen von Arbeits- und Privatleben in zwei unterschiedliche blogs entschieden, weil hier in Bontoc beides so eng zusammen gehört, für uns gehört es auch in diesem blog zusammen. Nur die Kategorien müssen wir nochmal überarbeiten und etwas überschaubarer gestalten – da sind wir für Tipps dankbar…