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Abschied von Bontoc

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Seit letztem Wochenende verabschieden wir uns von Bontoc. Unsere Kinder haben den Bontoc-Schriftzug ein letztes Mal bespielt und so bespielen wir verschiedene Orte ein letztes Mal. Am Ende vom Sonntagsgottesdienst hat uns Fr. Allen eingeladen noch ein paar Worte an die Gemeinde zu richten. Ja, die Gemeinde weiß, dass wir regelmäßig zur Ilokano-Messe kommen – und sie wissen auch, dass wir fast immer zu spät dran sind (wie so viele andere Familien eben auch). Wir haben uns bedankt für die Offenheit der Ibontok, dass wir Teil ihrer Gemeinschaft sein durften – und dass sie das auch so oft auf dem Markt anderen Touristen oder Gästen erklärt haben („Die gehören hier her, das sind keine Americanos!“).

Nach dem Gottesdienst haben sich viele von uns persönlich verabschiedet – auch auf dem Weg zum Markt. Und als wir unseren Sonntagspfannkuchen und Kaffee zahlen wollten, hieß es, dass es heute aufs Haus geht. Am Nachmittag kam nochmal eine Nachbarin vorbei und hat den Kindern Mitbringsel vorbei gebracht und noch Geschichten aus der Gemeinde geteilt. Das Kindermädchen einer schweizer Familie, die vor 6 Jahren Sabangan verlassen hat, hat noch einen Brief gebracht (ihre Schwester war im Gottesdienst und hat ihr Bescheid gegeben, dass wir gehen). Weitere Briefe für ehemalige COMUNDO Fachpersonen trudelten in den letzten Tagen ein. Und immer wieder sms, ob wir nicht noch Zeit für einen Kaffee oder ein Abendessen hätten. Wir sind so froh, dass wir früh angefangen haben zu packen und jetzt am Ende tatsächlich Zeit haben für all diese Menschen, die rein schneien und noch mehr Jetzt mit uns haben wollen.

Und noch ein anderes Phänomen das uns gerade sehr glücklich macht: Es trudeln unerwartet E-mails aus aller Welt ein. Da begleiten uns Menschen in Gedanken und gerade jetzt auch mit ein paar Zeilen – von denen hören wir wochen- und monatelang nichts und sie erinnern sich, dass wir jetzt gehen. Wir staunen, wer da so mit uns gedanklich unterwegs ist und freuen uns total, dass mit einigen auch bald ein Wiedersehen möglich sein wird.

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Menschenrechte

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Uns beschäftigt gerade das Thema Menschenrechte sehr – und zwar eher die persönliche Seite von diesem wichtigen und so zerbrechlichen Gut.

Marawi: Dort steht Kriegsrecht gegen Menschenrecht. Wir haben nach Ostern einen guten Freund in Bukidnon (dem ersten Einsatzort der BMI in den Philippinen) besucht. Dort haben wir auch einen Priester aus Marawi kennenlernen dürfen, der dort aktiv im christlich muslimischen Dialog ist. Soweit wir wissen, ist er nach wie vor in den Händen der Maute-Gruppe. Das beschäftigt die Mädels sehr und sie fragen immer wieder ob es Neuigkeiten gibt. Das Foto oben ist in Cagayan de Oro entstanden, wo es uns sehr gut ging und wir nette Begleitung aus dem Bischofshaus hatten. An die Großzügigkeit und das Wohlwollen der Menschen um uns herum erinnern wir uns sehr gerne – und genau diese Menschen sorgen sich jetzt um die Geflüchteten aus der ARMM (Autonomous Region Muslim Mindanao). Gestern Abend waren wir hier in Bontoc zu einem Friedensgebet für Marawi.

Türkei: Dort scheinen die Menschenrechte auch nicht mehr im Blick der Behörden zu sein. Wie verfolgen die Neugigkeiten auf humanrightsdefenders und den Mädels war es wichtig, dass sie auch die Menschen in türkischen Gefängnissen mit in ihr Friedensgebet gestern Abend nehmen. Wir sind überzeugt, dass es ein großes Unrecht ist, dass dort Freunde eingesperrt sind, denen die Sicherheit von Menschen so sehr am Herzen liegt.

Bontoc: Hier steht bald ein Abschied an und es beschäftigt die Mädels sehr, dass sie ihre Freunde bald nicht mehr sehen. So kam folgendes Gespräch zustande…

Salome: Was kann man eigentlich alles in Koffern mitnehmen?

Nicola: Kleider, Bücher, Spielsachen – was würdest Du denn gerne mitnehmen?

Tabea: Kann auch ein Mensch in einem Koffer reisen?

Nicola: Nein, Dinge gehen in Koffer, wir Menschen sitzen dann auf Plätzen.

Salome: Aber so einen Platz bekommt man nur mit einem Pass.

Tabea: Und unsere beste Freundin hat keinen Pass und wir würden sie so gerne mitnehmen.

Die Mädels genießen es, dass sie international reisen können; sie wissen aber auch, dass es nicht allen Menschen möglich ist. Für sie ist es gerade sehr schwer die Ungerechtigkeiten, die sie betreffen, auszuhalten. Und wir Eltern begleiten sie darin – nicht um die Ungerechtigkeiten kleiner zu reden, aber um deutlich zu machen, dass es Menschen braucht, die sich für Menschen einsetzen. Wir freuen uns jetzt schon auf das Sommertreffen von gewaltfrei handeln in Magdeburg, denn gerade jetzt braucht es Friedensfachkräfte, die sich gewaltfrei einsetzen!

 


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Weltanschauungen

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Wir sind gerne als deutsche Familie gemeinsam in der Cordillera unterwegs und stellen immer wieder fest: In Sachen Weltanschauung leben wir Eltern in einer anderen Welt als unsere Kinder. Schon ein paar Mal haben wir zum Thema Third Culture Kids geschrieben und einmal mehr wollen wir unsere nicht ganz so einfachen Herausforderungen teilen, weil es eben mal wieder ans „Eingemachte“ geht…

Wir Eltern sind uns in unserer Wahrnehmung einig: Wir wohnen im Chocolate House, das wohl seine Geschichte hat, aber derzeit bewohnen wir es mit unserem Leben und planen bis August hier zu bleiben, so wie wir eben sind.

Die Kinder sind sich da nicht so sicher. Im Chocolate House haben vor uns Menschen gelebt und ihre Geschichte ist nach wie vor lebendig und beeinflusst ihr Leben und Empfinden entscheidend mit.

Wie lebt es sich nun als Familie unter einem Dach, wenn die Sicht auf den gemeinsamen Lebensraum und das Empfinden darin so unterschiedlich wahrgenommen wird?!?

Seit unserer Ankunft berichten die Kinder aus der Nachbarschaft, dass in unserem Haus jemand beerdigt ist und der Anito (sein unruhiger Geist) nach wie vor im Haus unterwegs ist. Die Geschichte bewegt unsere Kinder seit einigen Wochen besonders intensiv. Das Nachbarskind hat ihnen gesagt, dass der Familienvater einer anderen Schweizer Familie im Esszimmer bei Umbauarbeiten einen Arm gesehen hat. Seither berichtet Salome, dass sie etwas im Haus wahrnehmen kann…

Als Eltern hatten wir uns erst entschieden, von uns zu berichten: Uns hat diese Geschichte noch kein anderer berichtet. Das Nachbarskind war viel zu klein damals, um sich an ein solches Ereigniss zu erinnern und es klingt nicht so glaubhaft. In keinem anderen Haus wurden Verstorbene beerdigt; das Grab ist in der Regel irgendwo draussen und nicht drinnen. Wir haben noch nichts wahrgenommen in oder ums Haus…

Die Geschichte schien kein Ende zu nehmen und so haben wir mit den Kindern vereinbart: Wir kontaktieren die schweizer Familie und fragen einfach nach. Tja – auch die Schweizer Kinder berichten auch heute noch von einem leeren Grab im Chocolate House. In den vergangenen Jahren hat sich also dieses leere Grab in ein belegtes Grab verwandelt…  Und wir wissen jetzt, dass die erste Kinderfrau im Chocolate House wohl Anitos in Teng-Ab aber nicht im Chocolate House selber wahrnehmen konnte und dort immer ohne Bedenken unterwegs war.

Als Eltern kann man auf die Geschichte folgender Weise blicken: Fall klar: Grab ist leer – kein Grund zur Beunruhigung im Chocolate House.

Aus der Sicht der Kinder, die nach wie vor in einer Welt (Nachbarschaft und Freundeskreis) von Ahnen, Anitos und Geistern leben, ist das keine schlichte Verstandesfrage von einer klaren Sachlage.

Es geht jetzt also darum, wie wir als Familie mit unterschiedlicher Wahrnehmung unserer Welt mit dieser Herausforderung umgehen. Wir sind da offen was Strategien oder Herangehensweisen angeht und uns beschleicht, dass uns da vielleicht eine inkulturierte Variante ins Haus steht. Wenn ein unruhiger Geist die Menschen in einem Haus herausfordert, dann wird traditionell ein Huhn geschlachtet, begleitet von Gebeten…

Genug native Gockel haben wir gerade ums Haus und mit den lokalen Ordensschwestern (ganz katholisch, aber eben auch verwurzelt in ihren Traditionen) stehen wir in gutem Kontakt – wir werden berichten, was uns in diesem Fall weiter geraten wird… befremdlich, diesen Gedankengang weiter zu spinnen, aber uns beschleicht, dass unsere Kinder eher auf dieser spirituellen / traditionellen Ebene als auf der rationalen Fakten-Ebene sich ansprechen lassen. Ziel ist es, dass die ganze Familie das Chocolate House als einen lebenswerten Raum definiert, und da sind jetzt wohl Strategien gefragt, die nicht nur der elterlichen Weltanschauung entsprechen, sondern eben der Weltanschauung der Kinder Rechnung tragen und entsprechende Ausrucksformen findet…


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Achterbahn-Gefühle

10.28.2016AchterbahnGefühle.jpgWie fühlt es sich an, von der Europatour nach Bontoc heim zu kommen? Kurz: Unsere Gefühle fahren Achterbahn (oben im Bild sitzt Tabea mitten drin und Salome und Debora schauen zu – auf dem Memminger Jahrmarkt) und wir hoffen / befürchten, dass diese Gratisfahrt auf dem blog von uns für euch einiges an Zeit und Nachdenken kosten wird und es wird sicherlich auch unbequem…

Wir fühlen

DANKBARKEIT für Nachbarschaftshilfe: Während unserer Abwesenheit haben sich Aunty Gloria, Aunty Grace und Oncle Carlito um Haus, Garten und Tiere gekümmert. Das Haus war geputzt, die Wäsche gewaschen, der Anbau ausgewischt, der Wassertank gefüllt. Der Garten ist aufgeräumt: Die verwehten Blätter der Papaya aufgesammelt und es hängen sogar noch drei kleine Papayas; eine Banane hat es völlig zerlegt und der Rest scheint sich zu erholen. Leider sind dem Aufräumaktionismus die Rosen, der Basilikum, die Blumen, die Aloevera, zahlreiche Chili-Pflänzchen, Teile der Dragonfruit zum Opfer gefallen – aber wächst ja wieder – nächste Regenzeit ab April. Der Hund hat uns stürmisch begrüßt und im Hühnerstall saßen der Gockel und das Huhn auf Eiern im Nest. Die drei Küken sind stattlich gewachsen und haben sich selber in den Kaffeebaum unterhalb des Hühnerstalls ausgewildert. Wir sind dankbar, dass Haus und Garten bei dem schweren Taifun so glimpflich davon kamen und dass wir so tolle Nachbarn haben. Die auch heute schon alle vorbei kamen und denen wir ein kleines Pasalubong (Mitbringsel) mitgebracht hatten.

ZUGEHÖRIGKEIT dank des herzlichen Willkommens unserer Kolleginnen: „Wie haben euch die Menschen vor Ort denn aufgenommen?“ wurden wir in Deutschland immer wieder gefragt. Und ganz frisch können wir sagen: Wir wurden wieder herzlich willkommen geheißen! Dazu als Erinnerung: Anders als die Menschen im Tiefland sind die Menschen in den Bergen weniger emotional ausdrucksstark und eher wortkarg. Da finden wir es bemerkenswert, wenn die Kolleginnen sagen: welcome back / we missed you / good to have you here again / we are looking forward to continue working with you / I still have so many plans to realize with you… das sind hier keine aufgesetzten Floskeln, das kommt mit einem breiten Lachen und einer herzlichen Umarmung von innen.

ZUVERSICHT dank Bischof Val: Vor unserer Abreise in Deutschland haben uns die Bilder vom Typhoon auf facebook, in den Nachrichten und you-tube sehr aufgewühlt und nachdenklich gestimmt: Wie geht es den Menschen vor Ort nach dem Typhoon und wie kommen wir wieder nach Hause? Die gleichen Fragen haben auch Bischof Val beschäftigt und seine Haltung dazu: „Da ist immer ein Weg.“ Damit hat er auf die Widerstandskraft der Menschen vor Ort angespielt, die dank des Gemeinschaftsinns Wege finden, um Menschen und Güter zu bewegen. Aber da schwingt auch sein eigener Anspruch als politischer Kirchenmann mit: Ich will mich mehr dafür einsetzen, dass es neue politische Richtlinien gibt bzw. die bestehenden so befolgt werden, dass Politik den Menschen in Gemeinschaft und der Umwelt dient und diese nicht ausnutzt. Kurz: Die Anpassungsfähigkeit der Menschen ist gut nach einer Katastrophe, aber es muss uns eine Lehre sein, dass wir uns nicht in Zukunft in solche Bedrängnisse bringen lassen, sondern dass Pläne / Bauvorhaben / politische Entscheidungen schützend wirken und dass sich Entwicklung bedacht ereignet.

WELTVERBUNDENHEIT dank social media: Bei face-book haben viele Menschen Gesicht gezeigt. Wir haben die Solidarität gespürt von Familie, Freunden und anderen Personen von Organisationen mit denen wir medial verbunden sind. Ein Gedanke, ein Wunsch, ein Emoticon… aus Deutschland, England, Kosovo, Malaysia etc.

UNTERSTÜTZUNG dank Internationaler Entwicklungs-Zusammenarbeit: Während Entwicklungshilfe vor Jahren noch eine Einbahnstraße war (der globale Süden bittet den globalen Norden um Hilfe) manifestiert sich internationale Entwicklungszusammenarbeit heute als eine Brücke, die von beiden Seiten begehbar ist. Das haben wir in den letzen Wochen immer wieder bei MISSIO erlebt: JA wir wollen für Pastorale Projekte in den Philippinen spenden und JA wir wollen von euren Pastoralen Erfahrungen in den Philippinen hier in Deutschland lernen.

Bemerkenswert sind Die Sternsinger! Die haben wir im vergangenen Jahr besucht und sie haben uns an das Kinderpastoralprogramm in den Philippinen vermittelt – das mittlerweile in einer unserer Gemeinden erfolgreich läuft. Davon hat Bischof in diesem Jahr selber in Aachen berichten dürfen. Das ist noch nichts besonderes zwischen Partnern in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Bewegt hat uns dann eine E-mail-Initiative von den Sternsingern an Bischof und uns, die sich wie folgt zusammenfassen lässt: Wir haben vom Typhoon gehört und können uns nur schwer die Zerstörung vorstellen. Wir sind keine Nothilfe-Organisation zum Aufbau von Häusern wie die Caritas, aber wir sind bereit euch bei notwendigen Programmen für Kinder in den betroffenden Regionen zu unterstützen.

Da lesen Partner in Europa nicht nur Nachrichten sondern machen eine Tür auf und bieten Unterstützung im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Richtlinien an. Gelungene Internationale Entwicklungszusammenarbeit buchstabiert sich nicht nur professionell durch Anträge von Süd nach Nord aus, sondern hat darüber hinaus die Menschen in ihren konkreten Situationen im Blick und reagiert initiativ von Nord nach Süd.

SICHERHEIT dank AGEH-Coach: Wir sind der AGEH sehr dankbar, dass sie uns seit vier Jahren einen Coach an die Seite stellen, der mit uns immer wieder das Thema Sicherheit von unterschiedlicher Seite beleuchtet. Gerade in Stressituationen fehlt uns die Objektivität und vor allem scheinbar die Zeit, sich nochmal anders mit dem Thema auseinander zu setzen. Da sind wir sehr dankbar, dass wir einen Coach haben, der nicht nur auf unsere Anfrage hin reagiert, sondern vor allem in Krisen da ist, wenn wir scheinbar gerade keinen Kopf für Coaching haben. So auch seine Initiative kurz vor unserer Rückreise und der Frage wie / ob wir nach Hause gehen…

  • Ihr als Eltern wollt nach Hause, wo keine Straße offen ist, es keinen Strom und keine Kommunikation gibt – wollen das auch eure Kinder? Jetzt – oder vielleicht ein bisschen später?
  • Ihr wollt solidarisch mit den Nachbarn und Partnern unterwegs sein, aber hilft das denen gerade jetzt, wenn sie sich auch noch bei all den eigenen Sorgen sich um euch auch noch sorgen müssen?
  • Wenn ihr euch selber aus einer jetzt sicheren Situation in eine aktute Risiko-Situation bewegt, wo gibt es institutionelle Unterstützung (AGEH, Versicherung etc.) im ungünstigsten Fall in einem zusätzlichen Notfall unter diesen bereits verschäften Bedingungen (wie viel mehr ist der LSP belastbar?)
  • Trefft eine Entscheidung als Fachpersonen, Eltern und vor allem zusammen mit euren Partnern vor Ort, die euch und die Situation kennen.
  • Und das Wichtigste: Als Coach stehe ich euch zur Seite, meldet euch, ich melde mich auf jeden Fall wieder und verfolge aufmerksam euern blog / facebook.

Gleich nach unserer Rückkehr in Manila haben wir an einem Landestreffen teilgenommen: Im Jetlag und Kulturschock zwischen den Welten. Es gab direkten Austausch mit den anderen Fachpersonen im Land, darüber wie sie sich derzeit organisieren, unterwegs sind und kommunizieren. Auch darüber wie sie institutionelle Unterstützung während des Ernstfalls erlebt haben. Und wir haben gesehen, wie sie mit ihren lokalen Partnern unterwegs waren und wie die Partner neben ihnen stehen. So erleben wir auch immer wieder unsere lokalen Partner als starke Stütze an unserer Seite „in guten wie in schlechten Zeiten“. Es ist weniger eine Frage nach: Was ist unser Notfallplan sondern Wer ist unser Notfallplan vor Ort / zu den Menschen mit denen wir uns verbunden fühlen.

Wir sind die Rückreise zusammen mit Manong Richard im Bischofsauto und mit unserer Kollegin Magda angetreten. Es ist gut, dass wir nun wieder zu Hause sind. Und wir sind dankbar, dass unser Lokaler Sicherheitsplan dank unserem Coach nicht nur ein Stück Papier ist, sondern uns bei Entscheidungen hilft die Lage von verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und bedacht vorzugehen.

WIDERSTANDSKRAFT trotz Typhoon Lawin: Wir sehen wie resilient und anpassungsfähig die Menschen in der Cordillera sind. Sie waren vorbereitet auf diesen Typhoon oder wie es unser Nachbar Tudlong jr. gesagt hat „Wir haben unsere Lektion von Yolanda in den Visayas gelernt. Unsere Emergency Response Teams haben die Menschen vorbereitet und es hat niemanden in der Mountain Province das Leben gekostet.“ Der Klimawandel, ausgelöst und beschleunigt durch die Länder im globalen Norden, bringt die Länder des Südens immer öfter in noch bedrohlichere Situationen. Uncle Carlito meinte heute: „Ich kann mich nicht an einen so starken Typhoon erinnern, der so viel zerstört und solche Wassermassen bewegt hat.“ Die Stärke der Menschen in der Cordillera ist ihre Naturverbundenheit und das noch weitgehend intakte Ökosystem in den Bergen, dass noch starke Stürme abbremsen kann. Ihr Gemeinschaftssinn räumt Verwüstung auf und überbrückt zerstörte Infrastruktur.

Bemerkenswert finden wir hier noch, wie angepasst sich auch hier unsere Kinder bewegen: Die Brücke in Sabangan ist zerstört, eine Weiterfahrt im Auto nicht möglich, also steigen sie aus und benutzen wie alle anderen einen schmalen Bambussteg über den Fluss. Statt Schuldige zu suchen oder sich über die Situation zu beschweren und stecken zu bleiben, schauen sich unsere Kinder die Anpassungsfähigkeit der anderen ab und beweisen selber Widerstandskraft.

ZWEIFEL beim Anblick unseres Hauses: Wie oben beschrieben ist alles sauber und scheinbar wie sonst im Chocolate House. Allerdings fällt unsere Mosquito-Blechtür nicht mehr wie gewöhnlich zu und beim zweiten Schloss an der Holz-Haustür lässt sich nicht mehr der Riegel zuschieben. Je länger wir darüber nachdenken desto mehr kommen wir zu dem Schluss, ob sich nicht vielleicht das Haus als solches ein Stück bewegt hat und sich dadurch Tür und Rahmen verzogen haben. Wenn sich hier nichts weiter bewegt, werden wir trotz Zweifel wohnen bleiben, aber einer möglichen Nachfolge aus der Schweiz oder Deutschland im nächsten Jahr empfehlen wir, sich eine andere Bleibe zu suchen. Zweifeln an der Sicherheit des Hauses trägt nicht zu einem Lebens-Mehr-Wert bei.

SORGE beim Anblick der Markpreise: Unsere Lebenskosten haben sich schlagartig verdoppelt. Das ist krass für uns und ein Desaster für den Geldbeutel unsere Nachbarn. Kerzen haben während des Stromausfalls nicht 35 sondern 70 Peso gekostet, für ein Kilo Kartoffeln zahlen wir nicht 40 – 60 Peso sondern 120, sogar der billige NFA Reis kostet keine 27 Peso sondern mehr als 30 (das ist das Grundnahrungsmittel und wird Sackweise von Familien eingekauft und konsumiert – da summiert sich jeder Peso per Kilo rasant). Etwas beruhigt waren wir, als mehrere Boxen Medikamente für die Apotheke mit uns den Fluss überquert haben. Wir fragen uns, wie die wirklich unhandsamen Dinge nach Bontoc kommen: Gasflaschen für den Herd, Diesel für die Fahrzeuge, Sauerstoffflaschen fürs Krankenhaus… Wir hören schon unseren Bischof: Die werden einen Weg finden… Und dann unser deutsches: Ja, aber…

UNGEWISSHEIT bezüglich der Lebenssituation in den unterschiedlichen Gemeinden: Als nächstes werden wir wohl Kontakt zu den Freiwilligen im Kinderpastoralprogramm in Paracelis suchen. Die Region grenzt an Isabela und liegt somit am Bergrand und war dem Sturm ungeschützt ausgeliefert. Die Menschen hängen von Mais-Monokulturen ab, die sich durch Kredite bei Banken finanzieren. Eine zerstörte Ernte ist ein finanzielles Desaster und treibt Familien in die Verschuldung / Armut. Unsere 30 Freiwilligen arbeiten bereits mit über 170 Familien in denen Mangelernährung ein Thema ist – und wohl auch erstmal bleiben wird. Magda wusste bereits, dass die neuen (Kräuter)Gärten in zwei Gemeinden zerstört sind. Da werden wir also wieder bei Null anfangen. Und das nicht zum letzen Mal, denn der Klimawandel wird öfter starke Typhoone über die Region ziehen lassen, dessen sind sich Klimaforscher sicher. Magda hat bereits um eine Nachfolge in der Schweiz für uns mit dem Schwerpunkt Kinderpastoralprogramm Paracelis incl. einkommensschaffender Maßnahmen (alternativer Anbau / Vermarktung von ökologischen / fairen Produkten) gebeten. Die Ordensgemeinschaft vom Kinderpastoralprogramm sucht eine neue Bleibe als Außenstation und Bischof Val hatte bereits in Deutschland anklingen lassen, dass er sie gerne in die betroffene Region einladen möchte. Paracelis wird wohl das Armenhaus der Mountain Province bleiben, aber hoffentlich in den nächsten Jahren mehr personelle Unterstützung bekommen und Strategien entwickeln, wie die Lebenssituation sich trotz heftigerer Herausforderungen stetig verbessern kann.

WUT auf korrupte Bauunternehmen und Politiker: Die Infrastruktur ist zerstört und wir leben nun isoliert vom Tiefland. Die Brücke zwischen Samoki und Bontoc ist nicht mehr befahrbar (weil sie nicht stabil genug gebaut wurde, weil im Fluss weiter unten Sand geschöpft wurde, weil die lokalen Behörden dies nicht verhindert haben, weil der Typhoon eben so stark und die Strömung vom Fluß ungeheuerlich war, weil…). Die provisorische Brücke zwischen Bontoc und Sabangan ist ganz weg und die Brückenbauarbeiten für die neue Brücke noch nicht weit genug fortgeschritten. Straßen sind entweder ganz weggebrochen und in den Abhang gestürzt oder Erdrutsche haben Stützmauern auf die Straße gerissen. Dieses Bild erstreckt sich über Kilometer hinweg. Wir waren schockiert und haben noch nie zuvor so viele Straßenschäden auf der Heimfahrt gesehen. Manche Gemeinden haben es bereits geschafft Straßen zu säubern, aber die Erdhaufen am Straßenrand erzählen viel. Und manns- bis haushohe Felsbrocken auf der Straße lassen uns die Sprache verschlagen. Das wohl gemerkt auf der Hauptverbindung zwischen Baguio und Bontoc. Wir können uns nicht vorstellen wie die Verhältnisse in den abgelegenen Ortschaften sind, d.h. die Substanz der Straßen, Brücken und Mauern konnte der Belastung durch die immensen Wassermassen nicht standhalten. Bischof Val und seine Social Action Teams in den Gemeinden haben die vergangenen Jahre versucht solche Bauarbeiten zu monitoren und Mängel aufzudecken, damit genau solche herausfordernden Wetterbedingungen die Menschen nicht von ihren Zugangsstraßen abschneiden. Aber es waren immer auch selbstsüchtige Interessen der Bauunternehmen und Politiker im Spiel. Geld ist nicht in Zement und Substanz geflossen sondern es wurde dort gespart, um eigennützige und eben nicht gemeinnützige Kosten zu decken.

OHNMACHT beim Anblick unserer enttäuschten Kinder: „Mama wann feierst Du mit mir meinen Geburtstag nach?“ (Während des arbeitsreichen MISSIO-Einsatzes haben wir Salome versprochen ihren Geburtstag als Familien in Bontoc nachzufeiern). Die ernüchternde Antwort: „Keine Eier – kein Kuchen“. Unseren gewählt einfacher Lebenstil erfahren wir gerade als sehr einschränkend und das Geld auf unserem Bankkonto ändert gar nichts an der Auswahl der Produkte auf dem Markt. Gelebte Solidarität ist kein schönes Trendwort für unseren Lebensstil sondern hat Konsequenzen für uns und unsere Kinder und denen tut das eben auch weh oder macht sie wütend. Sie haben soeben Urlaub in der sogenannten Ersten Welt gemacht, in der scheinbar alles für Geld zu haben ist und zwar immer auf Wunsch: Pudding, Götterspeise, Kuchen, Weißwurst, Brezeln… Und sind nun zurück in unserem Alltag im gobalen Süden, wo die Umwelt und die Menschen den Preis für einen oftmals maßlosen, konsumorientierten Lebensstil des globalen Nordens zahlen. Unsere Kinder erfahren wie ungerecht es in der Welt zugeht. Salome wünscht sich übrigens keine Eier – es wäre auch zu einfach Eier-Ersatzpulver in einem Päckchen zu verschicken. Als sie gehört hat, dass sich gerade wieder Tiefdruckgebiete über den Pazifik organisieren, war ihr wütender Wunsch sehr deutlich „Ich will keinen Typhoon mehr, der so viel kaputt macht!“ Dieser Wunsch lässt sich nicht so schnell backen und die Ohnmacht lässt uns nicht in Ruhe: Wie können wir den Kindern vermitteln, dass wir durch unseren gewählten Lebenstil dazu beitragen wollen, damit sich genau dieser Wunsch erfüllt? Ein Leben in Fülle für alle ist unsere gelebte Vision / Mission. Veränderung beginnt laut Ghandi bei uns selber und über das Zitat bin ich eben gestolpert: We are what we (repeatedly) do. Excellence, then, is not an act, but a habit.

UNGERECHTIGKEIT durch ignorante Medien: Der Super-Typhoon Yolanda, der in den Visayas so viel zerstört und so viele Menschenleben gekostet hat, hatte es international in die Medien geschafft und eine Spendenwelle ausgelöst. Der Super-Typhoon Lawin, der über unsere Region gezogen ist, so viele Lebensgrundlagen (Infrastruktur und Ernte) zerstört hat und auch Menschenleben in den Nachbarprovinzen gekostet hat, fand kaum Erwähnung in den internationalen Medien. Damals haben wir Interview-Anfragen von verschiedenen Organisationen und Spenden-Angebote von verschiedenen Seiten erhalten. Unsere ernüchternde Erkenntnis: Scheinbar reagiert die Szene der internationalen Organisationen nur, wenn entsprechend Medienpräsenz da ist und es sich auch spendentechnisch lohnt auf das sinkende Schiff aufzuspringen und von der Katastrophe entsprechend zu profitieren. Die Meldungen von uns Fachpersonen über unsere facebook accounts und unsere blogs, das was wir über verschiedene institutionelle und private Kanäle versuchen zu teilen, verhallt scheinbar ungehört und bleibt überraschend oft ungesehen und unkommentiert. Die Ignoranz der verschiedenen Medien empfinden wir als ungerecht. Eine gute Geschichte muss sich scheinbar nur für die Auflagezahlen oder Spendenabteilung lohnen und hat keinen Wert als Bildungsbeitrag. Dabei könnte da von den Erfolgen bzgl. Desaster Preparedness und Emergency Response (Katastrophenschutz) erzählt werden. Und die schleichende Not im Alltag und der Ernteausfall wird es wahrscheinlich auch erst in die Medien schaffen, wenn es viele Menschenleben kostet und Erwähnung in den internationalen großen Medien findet. Die selektive Wahrnehmung durch die ignoranten Medienabteilungen verschiedener internationaler Organisationen frustriert uns und lässt uns zweifeln, ob wir denn wirklich Brücke sein können. Was für ein kleines Sprachrohr sind wir und wie viel können wir wirklich von der Lebensrealität der Menschen aus dem Süden im Norden teilen?!?

Hoffentlich ist diese Achterbahnfahrt unserer Gefühle nicht zu einer Geisterbahnfahrt mit der Moralkeule im Nacken geworden. Die Kommunikationsexperten nach Rosenberg erkennen den verdrehten / vereinfachten Dreischritt: Das hier waren Schritt 1) Gefühle und Schritt 2) Wahrnehmungen, die eben diese Gefühle auslösen inkl. einer Wert-Schätzung. Jetzt noch Schritt 3) Wünsche.

Wir wünschen uns Verständnis dafür, dass auch wir manchmal die Luft rauslassen müssen und zwar emotional aufgeladen, ganz frisch und ungefiltert. Und wir wünschen uns Veränderung: Mit uns, mit den Menschen hier und weltweit. Ja, wir sind Idealisten, wollen (Lebens-)Weltverbesserer sein und für uns gibt es dazu keine Alternative. Und wir können nur appellieren: Die Welt braucht mehr Menschen und Organisationen, die sich mit Menschen in der Welt nicht nur professionell auseinander setzen, sondern zwischenmenschlich in Beziehung setzen. Und auf vielfältige Weise ihre Solidaität und den Wunsch nach Veränderung zum Ausdruck bringen:

  • durch Spenden und mehr noch durch bewussteren Konsum von Gütern / Dienstleistungen. Wir wollen mitwirken an der Vision von einem Leben in Fülle für alle.
  • durch den bewussten und schlicht bedarfsorientierten Verbrauch von Ressourcen (einfache Übung: sich ruhig in die Konsumfalle im Kaufhaus / Supermarkt locken lassen und dann die Dinge aus dem Korb doch wieder ins Regal stellen: Ich kann es mir leisten, aber ich brauche es nicht. Ich habe vor der Abreise drei Kindergesellschaftsspiele zurück ins Regal gestellt und was Du?). Buchtipp: Einfach die Welt verändern. Oder die englische Variante der ehemals Bewegung: „We are what we do“ und jetzt (überraschend anders) shift for behaviour change
  • durch Aufmerksamkeit und Zugewandsein als professionelle Mitarbeiter in Organisationen oder Medien und schlicht zwischenmenschlich sorgend. Nicht nur den großen fetten Schlagzeilen folgen, sondern gerade dort hinschauen / hinhören wo es nötig ist, weil eben „die Großen / Lauten“ das nicht tun und signalisieren, dass man das tut weil eben jedes Leben / Schicksal gleich viel wert ist – das kommt hier vor Ort bei den Menschen / unseren Projektpartnern tatsächlich gut an. Schlicht nach dem alten Post-Motto: Schreib doch mal wieder!

In diesem Sinne: Danke all denen, die es bis zu diesem Satz geschafft haben. Danke für was immer der Anlass war, unseren Gefühlen und Lebens-/Arbeiswirklichkeiten und Wünschen entsprechend Raum und Zeit zu geben.


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Beratungsgespräche

09.2016CounselingPartII

Menschen zu begleiten und zu beraten ist eine Kunst für sich – ein Handwerk, das man auch erlernen kann! Deshalb schicken wir unsere Ehrenamtlichen in eine zweites Training für basic counseling skills. Die 21 Ehrenamtlichen aus Paracelis freuen sich schon, denn einmal im Monat suchen sie 126 Familien in ihrer Nachbarschaft auf. Sie begleiten Schwangere, wie diese 17-Jährige auf ihrem Weg zur Geburt und dann Familien mit kleinen Kindern bis 6 Jahre, wo Mangelernährung ein Thema ist. Einmal im Monat besuchen auch wir die Freiwilligen in Paracelis, um zu hören wie sich die Familien entwickeln und was sie als Ehrenamtliche brauchen. Auf dem Bild oben ist Magda zu sehen, die eine Ehrenamtliche bei einem Hausbesuch begleitet. Und damit die werdenden Mütter und jungen Eltern nicht nur Ratschläge hören, sondern vor allem beraten werden, gibt es ein Beratungs-Training für Familienbegleiter. Wir werden von der Family Pastoral Counceling Association Philippines unterstützt und sind froh, dass wir damit einen lokalen Partner an der Seite haben. Zu unserem Training und dem Kinderpastoralprogramm gäbe es noch viel mehr zu erzählen, aber dazu kommt jetzt so nach und nach was – bzw. mehr auch auf unserem offiziellen blog


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Kinderpastoralprogramm: erfolgreich!

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Wenn es eine Erfolgsgeschichte in der Familienpastoral hier gibt, dann ist es das Kinderpastoralprogramm! Und wir haben hier so einiges gelernt:

  1. Man kann noch so viele Jahresplanungen am Schreibtisch schreiben, das beste Programm des Jahres stoplert einfach ganz ungeplant herein und schreibt Erfolgsgeschichte. Kurz: Magda und Christian waren im Januar zu einem ganz anderen Training in Manila; sind dort zufällig Sr. Tere (PCC Landeskoordinatorin) über den Weg gelaufen und so kam alles ins Rollen (o.k. eigentlich kennen wir Pastoral da Crianca schon seit fast 20 Jahren über den MaZ Freiwilligendienst und wurden über die Sternsingeraktion im letzten Jahr darauf aufmerksam, aber es braucht den direkten Kontakt, damit es sich tatsächlich umsetzt)
  2. Im April wurden hier 27 Freiwillige ausgebildet, im Juli waren noch 21 dabei und im August werden neue Interessierte als Freiwillige ausgebildet. Es ist hilfreich, einen Verband mit dabei zu haben (Catholic Womens League – Frauenbund) und es ist hilfreich Menschen mit ganz unterschiedlichem beruflichen Hintergrund zu integrieren (Landwirte, Krankenschwestern, Katecheten…)
  3. Es ist super, wenn es schon ein bestehendes Programm inklusive Material und finanziellen Mitteln gibt. Die Ehrenamtlichen sind gleich mit Familien-Fragebögen und Leiter-Handbuch ausgestattet worden und wussten was es zu tun gibt: Monatliche Hausbesuche, Familientreffen und Leitertreffen.

So, das wären mal die drei herausragenden Punkte, die unsere Ehrenamtlichen motivieren sich zu engagieren und sogar neue Ehrenamtliche zu werben. Wir sind total begeistert, wie sie sich organisieren und aktiv Familien aufsuchen. Sie machen schon nach wenigen Wochen einen Unterschied bei einzelnen Familien und in ihren Gemeinden. Hebammen laden sie zu ihren Hausbesuchen ein und ihre Dienste werden bei Gemeindeentwicklungsprozessen wertschätzend hervorgehoben. In zwei Gemeinden sind kleine Gärten entstanden mit Malungay, Aloe Vera und anderen Heilkräutern. Es ist der Plan, Hausmittel für die Familien und andere Interessierte selber herzustellen. Eine Creme für Hautirritationen und ein einfacher Hustensaft kamen schon aus der Kräuterküche. Wir sind gespannt auf weitere Entwicklungen. In diesen Tagen gibt es erstmal ein weiteres Training – und dann ist der Plan, das Programm auf weitere Gemeinden mit mangelernährten Kindern auszuweiten…