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Einkommenschaffende Maßnahmen

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Die Ehrenamtlichen vom Kinderpastoralprogramm in Bauko sind total interessiert an einkommenschaffenden Maßnahmen. Deshalb wurde beim Training letzte Woche auch gleich mal eine grüne Kräutersalbe gekocht. Guava-Blätter, Akapulko-Blätter (siehe oben), Malungay-Blätter (siehe unten) und Aloe Vera wurden geerntet und klein geschnitten – jeweils vier Tassen.

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In einem großen Topf Kokosnuss-Öl erhitzen (ebenso vier Tassen) und das ganze Grünzeug darin frittieren. Zum Schluss noch vier kleine Kerzen darin schmelzen, damit es eindickt und dann abkühlen lassen.

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Wir haben das jetzt schon öfter gekocht aber noch nie in einer solchen Menge und so füllten sich ein paar kleine Eis-Portions-Schälchen (ala re-use) sehr schnell. Noch eine einfache Label-Vorlage oben drauf geklebt und fertig. Die Freiwilligen wollen nochmal Kräutersalben herstellen (übrigens gut bei Mückensticken, Hautirritationen, Ausschlag…) und sie wollen ihren eigenen Namen für die Initiative und ein eigenes Label. Großartig – wenn das nicht nur große Worte sind, sondern sie tatsächlich Taten folgen lassen. Dann sind wir einen Schritt weiter. Im Juli gibts den nächsten Workshop vom PCC-Nationalbüro zum Herstellen von Seife und Grace will lernen wie man Deos und Shampoos macht…


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Kinderprogramm

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Was machen eigentlich unsere Kinder während eines Trainings? Also für die gibt es kein Programm, das machen die sich selber. Während wir also letztes Wochenende Training für Ehrenamtliche im Kinderpastoralprogramm hatten, sind diese Bilder entstanden. Oben ist Grace zu sehen; sie war früher unser Kindermädchen, bis sie eine Fortbildung zur Katechetin gemacht hat. Jetzt ist sie unsere Praktikantin im Familienpastoralteam. Und sie versteht es während unserer Trainings die Pausen mit Kinderprogramm zu füllen und nebenbei Kontakte zu den Ehrenamtlichen zu knüpfen.05.27.2017PCCtraining7.JPG

Wir hatten Seifen in Tabuk bei dem Projekt unserer COMUNDO Kollegin Laura gekauft und die Seifen sollten unseren Ehrenamtliche Lust auf das Training im Juli machen: PCC Assembly und handgemachte Seife als einkommenschaffende Maßnahme. Und weil unsere Trainings selten theoretisch sondern eher praktisch angelegt sind, kam Seife auch gleich mal zum Einsatz. Der Rafael war ganz begeistert von der Abkühlung, denn Paracelis ist wirklich heiß. Und die Ehrenamtlichen waren begeistert von Rafael und der anschaulichen Einheit zu Babyhygiene…

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Ansonsten ist Rafael entspannt mit dabei und hängt ab – entweder in Hängematten oder auf irgendeinem Arm von uns, unseren Kolleginnen oder Ehrenamtlichen…

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Auch Debora organisiert sich selbständig zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten und mit den unterschiedlichen Menschen die so unterwegs sind.

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Ein Spielzimmer gibt es nicht, kein mitgebrachtes Spielzeug und schlechtes Wetter hat es auch nie. Es ist immer Platz zum Spielen und unter so einem Regenschirm macht es auch Spaß gemeinsam unterwegs zu sein. In Flipflops läuft das Wasser immer gut ab und die Klamotten trocknen ruck zuck in Paracelis – dort ist es immer viel zu heiß… Vielleicht ist das dann auch schon die Vorfreude auf…

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… (ohne Worte)

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Salome hat im Kräutergarten Malungay entdeckt, der als Wundermittel gegen Mangelernährung eingesetzt wird. Das weiß sie, weil sie den Sternsinger-Film von Willi Weitzel und der Pastoral da Crianca in Zambales gesehen hat. Und der hat eben von Ernährungsprogrammen in den Philippinen berichtet, wo Malungay immer wieder erwähnt wird… Das ist übrigens nicht nur gesund sondern schmeckt auch im Reis!

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Und ansonsten haben unsere Kinder nach so einem Arbeitswochenende jede Menge neuer Freunde, die sie nicht alle beim Namen kennen, aber eine Erinnerung bleibt: Wir haben zusammen gespielt, etwas geteilt, gemeinsam gegessen, zusammen gesungen, etwas aus den Blättern vom Mangobaum gefaltet…

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5 Erdbeben in 24 Stunden

Wie von vielen erwartet, bebt die Erde in den Philippinen – aber wir haben davon bisher selber nichts gespürt. Gerade haben wir noch ein Seminar in Bontoc und unsere Referentinnen kommen aus Manila. Sie stehen in Kontakt mit ihren Familien und checken inwieweit die sich auf weitere Beben vorbereitet haben: Gepackte Tasche, etwas Wasser und eine große Portion Gottvertrauen, dass doch irgendwie alles gut ausgehen wird. Seit ein paar Jahren sagen Wissenschaftler das große Beben voraus und auf facebook und anderen (social) media klingt es so, als ob es jederzeit so weit sein könnte. Die 5 Beben der letzen 24 Stunden waren alle südlich von Manila und hatten eine Magnitude um 5. Bei uns in der Cordillera haben wir nichts davon gespürt – aber wir spüren doch wie sehr unsere Referentinnen die Ereignisse bewegen: Einerseits drücken sie Gottvertrauen aus (Es wird hoffentlich nicht so schlimm werden) und dann sind sie ganz pragmatisch (wir bereiten uns darauf seit Jahren vor und wissen was zu tun ist). Und wir denken uns: Bei einem Erdbeben kann man ja nie wirklich vorbereitet sein – oder ist dieser Gedanke nur für uns so fremd, weil wir nicht gewohnt sind mit solchen Naturereignissen inklusive all der Konsequenzen zu leben?!?

Also wir bleiben jetzt erstmal in Bontoc und fühlen uns hier auch sicherer aufgehoben als in Manila. Und wir bleiben weiter in Kontakt mit den Freunden in Manila und beobachten weiter die Erdbeben- und Nachrichten-Seiten…


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Weihnachtsente

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Nun haben wir doch noch eine tolle Gelegenheit, dieses Bild von unserer Weihnachtsente zu teilen. Also diese Ente ist bei uns Dank einer Wichtelaktion zu Weihnachten im Büro eingezogen: Christian wurde sie von einer Kollegin zugewichtelt und so bekamen unser Gockel und die Henne einen Mitbewohner im Hühnerstall. Mit der Ente ist dann noch eine Badewanne für sie in den Hühnerstall gekommen, in der sich leider auch schon ein Küken ertränkt hat. Das neue Küken geht darin Gott sei Dank nicht baden…

03.12.2017Weihnachtsüberraschung.JPGAch ja, Anlass für diesen weihnachtlichen Artikel waren zwei Weihnachtspäckchen, die wir letzte Woche in Empfang nehmen durften. Sie waren auf dem Postweg wohl etwas länger unterwegs. Debora war völlig aus dem Häuschen: Was für ein Glück – zwei Überraschungspäckchen! Also Christstollen schmeckt auch in der Fastenzeit super. Und Tabea hat sich total über ihr verspätetes Geburtstagsgeschenk gefreut. Nur Debora konnte die Situation schier nicht aushalten als sie realisierte, dass ein Päckchen für alle ist und das andere für die große Schwester. Unter Tränen beschwerte sie sich wütend: Bekommt die Tabea jetzt jeden Monat ein verspätetes Geburtstagsgeschenk?!? Freud und Leid können so nah beieinander liegen…


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Neujahrsgrüße

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Bontoc hat es krachen lassen und das neue Jahr begrüßt. Unser Hund hat den Jahreswechsel im Anbau verbracht und Debora hat verschlafen. Aber die zwei großen Mädels haben tatsächlich durchgehalten. Also unser Ausblick auf Bontoc ist in solchen Nächten schon grandios. Ansonsten haben wir hoffentlich bald wieder sonnige Aussichten in der Mountain Province bis August (Bild ist am 29. Dezember in Sadsadan entstanden), bevor wir nach Deutschland zurück kehren. Gerade hängt der Monsoon über Nordluzon und es regnet trotz Trockenzeit…

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Während Salome um Mitternacht meinte: jetzt schauen wir zu bis 2am! Hörten wir Tabea bereits um 5 nach 12: können wir nicht jetzt schon ins Bett gehen… und es hat keine weiteren 5 Minuten gedauert, bis Ruhe im Haus war…

Das war übrigens unser erstes Silvester in Bontoc: 2013 waren wir noch in Manila, 2014 waren wir in Condon am Strand wo es eher ruhig war da die Mädels verschlafen haben, 2015 in Anda am Strand und dort hatten wir quasi Familienanschluss an unsere Herbergseltern also eher philippinisches Silvester, 2016 dann mit einer schweizer Familie in Pagudpud und 2017 wird jetzt nochmal den Fokus Bontoc haben… Während die einen „same procedure as every year“ zelebrieren, zeichent sich unser Silvester wohl dadurch aus, dass keines ist wie das andere…

Während die einen sich Vorsätze mache und sich Gutes für die Zukunft wünschen, haben uns aus der Schweiz Wünsche für ein „gelungenes Heute“ erreicht. Damit wollen wir ins neue Jahr starten: heute in Bontoc sein! Und so wünschen wir auch allen anderen alles Gute, wo auch immer die Präsenz heute ist…


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[bemerkenswert]

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Über ein paar bemerkenswerte Schnappschüsse sind wir beim Aufräumen der digitalen Ordner gestolpert. An die großen Ereignisse des Jahres erinnern wir uns problemlos, aber da gab es auch die leisen Momente des Staunens. Die Kinder haben in Deutschland die Herbstfrüchte im Wald entdeckt und waren fasziniert: von Kastanien, Bucheckern und Eicheln. Die großen Ereignisse halten wir immer wieder mit der Kamera fest, vielleicht müssen wir im kommenden Jahr viel öfter die Kamera mal den Kindern überlassen, damit sie uns zeigen können, was sie Hinauschauen oder Staunen lässt.


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[erdbebensicher]

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Bei uns im Haus rumpst es manchmal mehrmals täglich. Die Ursache dafür liegt aber eher bei den Kindern, die im ersten Stock auf dem Dielenboden Fangen spielen, die Betten in ein Trampolin umdefinieren oder auf der Holztreppe mit den Socken ausrutschen und dann ungewollt mehrere Stufen auf einmal nehmen. Hört sich meistens schlimmer an, als es ist. Aber manchmal gibt es auch Erdbeben: Der Tisch wackelt oder das Bett rutscht oder Dinge, die hängen, fangen an zu schaukeln… In der Regel wundern wir uns über das, was wir wahrnehmen und realisieren erst im Nachklapp, dass es sich wohl um ein Erdbeben gehandelt hat. Dann schauen wir immer nochmal im Internet nach wo das Zentrum lag und wie es in den Nachbarländern in den letzten Tagen aussah…

Einmal im Jahr haben die Kinder Erdbeben-Training in der Schule. D.h. sie lernen über mehrere Tage das richtige Verhalten im Ernstfall und dann ertönt am Ende der Woche das Signal in ganz Bontoc und alle Kinder verhalten sich wie im Ernstfall. Debora war dieses Jahr zu Hause, doch auch als sie die Sirenen gehört hat, hat sie sich schnell unter den Esstisch gesetzt…