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Chocolate House Despedida

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Zum Einzug ins Chocolate House gab es ein House Warming und zum Auszug eine Despedida. Mit dem Unterschied, dass uns Haus und Nachbarschaft und Gemeinde so viel vertrauter geworden sind. Mit dabei waren unsere COMUNDO KollegInnen aus Lagawe, Tabuk und Baguio, die SIHM Sisters aus dem Convent beim Museum, Vertreter der Kirchengemeinde und unsere Nachbarschaft. Die Mädels hatten beim Vorbereiten geholfen und wir sind vorab das Szenario gedanklich durchgegangen. Doch kaum hatte sich das erste Dutzend Gäste mal versammelt, lagen Salomes Nerven völlig blank – aber nur für ein paar Minuten und dann hatte sie sich wieder gefangen (tief einatmen und mal ’ne Runde spazieren gehen fürs Abstand gewinnen hat geholfen).

Die SIHM Sisters (lustigerweise nach fast fünf Jahren und wiederholtem Reshuffle wieder die gleiche Besetzung wie damals mit Sr. Marcella und Sr. Monique) hatten ein kleines Gebet vorbereitet inklusive einem Teil: Zu diesem Lied könnt ihr die Familie umarmen. Zu lustig – sowas klappt gut im Familienkreis – aber auch nach 5 Jahren sind wir unseren Nachbarn nun nicht so vertraut, dass wir uns jetzt in die Arme fallen würden: Also erstmal etwas Irritation und dann waren da ja noch die Kinder, die sie ja gerne mal an sich drücken.

Ansonsten gab es voll nette Gespräche, mit Margret unserer Ilokano Lehrerin, mit Fr. Joe dem ehemaligen Administrator, mit Richard dem früheren Vikariats-Fahrer, mit Lester und Carla vom Habi-Collective, mit der COMUNDO Familie…

Überrascht waren wir von drei NachbarInnen, die sich sonst so auch nicht treffen und den ganzen Nachmittag noch bei uns im Anbau saßen, um sich auszutauschen. Manchmal ist es gut, eben nicht nur für sich, sondern auch für andere solche Anlässe zu schaffen.

Und zu unserer Überraschung haben unsere Mädels völlig frei (aber wohl bemerkt mehrfach schon angesprochen und rumüberlegt wie und was) ihre Spielsachen verschenkt: Der Christopher soll den Basketball samt Korb bekommen, nach Lagawe gingen Sandförmchen und Hopsepferd, die Nachbarskinder bekamen die anderen outdoor Spielsachen… Ja, wir waren überrascht wie gut das ging.

Ach ja, wer auch mal eine solche Despedida in diesem Kontext planen möchte, sollte diesen Tag früh ansetzen. Wir sind schon seit Wochen damit beschäftigt unsere Vorräte aufzuessen und haben nochmal viel davon zu dem Festtag verkocht. Uns war klar, dass manche Gäste auch etwas für das Buffett mitbringen – aber wir hatten nicht mit diesen Massen gerechnet – gut, dass wir jetzt noch ein paar Tage hatten um die Reste aufzuessen – wohl bemerkt, die Reste vom Rest, denn wir hatten extra Boxen aufgehoben, damit auch ja alle reichlich mit nach Hause bringen können. Und unsere Ilokano- und Kulturlehrerin meinte: Ja, ihr seid hier wirklich voll inkulturiert – ihr habt nicht nur Essen fürs Fest sondern eben auch zum anschließenden Teilen!


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Stromausfall-Experten

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Heute war mal wieder ein angekündigter Stromausfall, deshalb hat der „Tag zu gesunder Ernährung“ mit Schülerpräsentationen auch schon gestern stattgefunden (hat die Übertragung mit den zwei Lautsprechersystemen auch nicht besser gemacht). Und wir sind nach fast fünf Jahren auch schon so schlau, dass wir an Tagen wie diesen besser auf dem Markt einen Kaffee trinken gehen. Dort steht zwar kein Kaffeevollautomat (der würde ja auch nicht funktionieren), aber dort gibt es barako kape und hot cake und das alles vom Gas! Und weil es open air ist, braucht man auch kein Licht – das es ja eben auch nicht gab. Ansonsten haben wir heute tatsächlich mal Leute an den Stromleitungen arbeiten sehen, wohlgemerkt hat es auch noch geschüttet – das hat dann daheim zu so etwas wie Novemberstimmung gesorgt. Aber eine heiße Schokolade hat bei den Mädels dann auch die Stimmung aufgehellt… Nur Rafael hat sich schon um drei beschwert, dass es so dunkel ist und er am liebsten gleich ins Bett will – aber eben noch bis fünf durchhalten musste…


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Salome wills wissen

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Die Mädels sind hier nicht nur mit den Nachbarskindern unterwegs, sondern die letzten 5 Jahre waren Hörspiele von „Willi wills wissen“ ein Dauerbrenner. Und das allerbeste war wohl die Sternsinger-Doku: „Willi in den Philippinen„. Allerdings hat die auch zahlreiche Fragen aufgeworfen. Denn unsere Kinder waren auch an den Orten unterwegs wo Willi war und sind auch den Menschen begegnet und kennen auch die Dinge mit denen er zu tun hatte: Angefangen beim Tricycle bis hin zum Malungay. Deshalb meinte Salome: Jetzt will ichs wissen – ich schick dem Willi jetzt meine ganzen Fragen und Ideen. Und so ist ein kleines Video entstanden – mehr dazu auf vimeo(das andere Video vom Pancit kochen hat sich auch endlich laden lassen).


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Vauß Hof

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Wohin zieht ihr eigentlich? Diese Frage haben wir ganz oft gehört / gelesen und das Thema hat uns wirklich lange beschäftigt. Und die Antwort lautet vorerst: Auf den Vauß Hof bei Paderborn. Ein Ort, der uns allen bereits seit vielen Jahren vertraut ist und wo Freunde von uns leben. Mehr vom Hofladen, Solidarischer Landwirtschaft, Solar und Windrad oder Bauerhofpädagogik erzählen wir dann im September. Die Mädels freuen sich jedenfalls, denn sie halten unsere tierfreien Wochen gerade kaum aus. Die vergangenen Tage ist immer eine Henne mit ihren Küken ums Haus unterwegs gewesen. Und weil wir die letzte Ente am Wochenende geschlachtet hatten, war der Stall offen. Dort haben sich zwei etwas unerfahrene Küken mal drin umgesehen und die erfahrene Salome hat ruck zuck die Tür zu gemacht und gejubelt: Jetzt haben wir wieder Tiere… hm… da müssen die Mädels wohl noch bis September warten; die Hühner vom Nachbarn fangen ist keine gute Idee…


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Wetterleuchten

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Wir lieben diese Jahreszeit: wolkenverhangener Nebelwald und Wetterleuchten. Dieses Schauspiel haben wir gerade jeden Abend und manchmal hat man tatsächlich das Gefühl, da sitzt jemand am Litchtschalter und wackelt mit dem ordentlich hin und her. Mit den Mädels standen wir eben noch auf dem Balkon und haben uns das Spektakel angesehen – besser als Silvester…


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Einkommenschaffende Maßnahmen

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Die Ehrenamtlichen vom Kinderpastoralprogramm in Bauko sind total interessiert an einkommenschaffenden Maßnahmen. Deshalb wurde beim Training letzte Woche auch gleich mal eine grüne Kräutersalbe gekocht. Guava-Blätter, Akapulko-Blätter (siehe oben), Malungay-Blätter (siehe unten) und Aloe Vera wurden geerntet und klein geschnitten – jeweils vier Tassen.

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In einem großen Topf Kokosnuss-Öl erhitzen (ebenso vier Tassen) und das ganze Grünzeug darin frittieren. Zum Schluss noch vier kleine Kerzen darin schmelzen, damit es eindickt und dann abkühlen lassen.

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Wir haben das jetzt schon öfter gekocht aber noch nie in einer solchen Menge und so füllten sich ein paar kleine Eis-Portions-Schälchen (ala re-use) sehr schnell. Noch eine einfache Label-Vorlage oben drauf geklebt und fertig. Die Freiwilligen wollen nochmal Kräutersalben herstellen (übrigens gut bei Mückensticken, Hautirritationen, Ausschlag…) und sie wollen ihren eigenen Namen für die Initiative und ein eigenes Label. Großartig – wenn das nicht nur große Worte sind, sondern sie tatsächlich Taten folgen lassen. Dann sind wir einen Schritt weiter. Im Juli gibts den nächsten Workshop vom PCC-Nationalbüro zum Herstellen von Seife und Grace will lernen wie man Deos und Shampoos macht…


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Kinderprogramm

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Was machen eigentlich unsere Kinder während eines Trainings? Also für die gibt es kein Programm, das machen die sich selber. Während wir also letztes Wochenende Training für Ehrenamtliche im Kinderpastoralprogramm hatten, sind diese Bilder entstanden. Oben ist Grace zu sehen; sie war früher unser Kindermädchen, bis sie eine Fortbildung zur Katechetin gemacht hat. Jetzt ist sie unsere Praktikantin im Familienpastoralteam. Und sie versteht es während unserer Trainings die Pausen mit Kinderprogramm zu füllen und nebenbei Kontakte zu den Ehrenamtlichen zu knüpfen.05.27.2017PCCtraining7.JPG

Wir hatten Seifen in Tabuk bei dem Projekt unserer COMUNDO Kollegin Laura gekauft und die Seifen sollten unseren Ehrenamtliche Lust auf das Training im Juli machen: PCC Assembly und handgemachte Seife als einkommenschaffende Maßnahme. Und weil unsere Trainings selten theoretisch sondern eher praktisch angelegt sind, kam Seife auch gleich mal zum Einsatz. Der Rafael war ganz begeistert von der Abkühlung, denn Paracelis ist wirklich heiß. Und die Ehrenamtlichen waren begeistert von Rafael und der anschaulichen Einheit zu Babyhygiene…

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Ansonsten ist Rafael entspannt mit dabei und hängt ab – entweder in Hängematten oder auf irgendeinem Arm von uns, unseren Kolleginnen oder Ehrenamtlichen…

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Auch Debora organisiert sich selbständig zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten und mit den unterschiedlichen Menschen die so unterwegs sind.

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Ein Spielzimmer gibt es nicht, kein mitgebrachtes Spielzeug und schlechtes Wetter hat es auch nie. Es ist immer Platz zum Spielen und unter so einem Regenschirm macht es auch Spaß gemeinsam unterwegs zu sein. In Flipflops läuft das Wasser immer gut ab und die Klamotten trocknen ruck zuck in Paracelis – dort ist es immer viel zu heiß… Vielleicht ist das dann auch schon die Vorfreude auf…

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… (ohne Worte)

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Salome hat im Kräutergarten Malungay entdeckt, der als Wundermittel gegen Mangelernährung eingesetzt wird. Das weiß sie, weil sie den Sternsinger-Film von Willi Weitzel und der Pastoral da Crianca in Zambales gesehen hat. Und der hat eben von Ernährungsprogrammen in den Philippinen berichtet, wo Malungay immer wieder erwähnt wird… Das ist übrigens nicht nur gesund sondern schmeckt auch im Reis!

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Und ansonsten haben unsere Kinder nach so einem Arbeitswochenende jede Menge neuer Freunde, die sie nicht alle beim Namen kennen, aber eine Erinnerung bleibt: Wir haben zusammen gespielt, etwas geteilt, gemeinsam gegessen, zusammen gesungen, etwas aus den Blättern vom Mangobaum gefaltet…

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